UNTERNEHMEN : UNTERNEHMEN

MGM

Inder sehen sich Filmstudio an

Bollywood schielt nach Hollywood: Das indische Konglomerat Sahara India Pariwar erwägt, das überschuldete Filmstudio Metro-Goldwyn-Mayer zu kaufen. Die Gespräche seien in einem frühen Stadium, schrieb das „Wall Street Journal“ am Montag und nannte als Preis einen Betrag von mehr als zwei Milliarden Dollar. Seit Monaten ringen Größen aus dem Filmgeschäft um die Zukunft von MGM. Das Studio leidet unter einer Schuldenlast von rund vier Milliarden Dollar. Die Kreditgeber – mittlerweile größtenteils Hedgefonds – stehen kurz davor, die Macht bei dem Traditionshaus zu übernehmen. Wegen des Hickhacks verzögert sich unter anderem der nächste „James Bond“. MGM gehört eigentlich einer Gruppe von Finanzinvestoren und Medienunternehmen, darunter sind der japanische Elektronikkonzern Sony und der Kabelanbieter Comcast. MGM sucht die Rettung aus der Misere im Verkauf. Doch das Interesse aus der Branche ist mäßig. Der US-Medienkonzern Time Warner hatte lediglich 1,5 Milliarden Dollar geboten. dpa

TUI

Bundeskartellamt gibt grünes Licht

Das Bundeskartellamt legt dem russischen Tui-Aktionär Alexej Mordaschow beim Ausbau seines Anteils keine Steine in den Weg. Das Kartellamt habe einen Antrag seiner Beteiligungsgesellschaft S-Group, den Anteil an Europas größtem Reisekonzern auf über 25 Prozent ausbauen zu können, ohne Auflagen freigegeben, sagte eine Sprecherin der Behörde am Montag zu Reuters. Mordaschow hatte die Aufstockung auch beim österreichischen Kartellamt zur Prüfung angemeldet. Mordaschow hatte dem Tui-Management im Streit mit dem norwegischen Großaktionär John Fredriksen den Rücken gestärkt. Beobachter gehen davon aus, dass er seinen Anteil auf eine Sperrminorität von gut 25 Prozent aufstocken will. Damit könnte er auf der Hauptversammlung noch leichter unliebsame Pläne des Norwegers verhindern. rtr

UNITED INTERNET

Internetfirma übernimmt Mail.com

Das Internetunternehmen United Internet treibt sein Auslandsgeschäft voran. Der zum Konzern gehörende E-Mail- Dienst GMX übernahm den amerikanischen Mail-Anbieter Mail.com mit rund 14 Millionen Kundenkonten. Ein GMX- Sprecher in Karlsruhe bestätigte am Montag einen entsprechenden Bericht des „Handelsblattes“. Gleichzeitig wurde der Zeitung zufolge mit dem Verkäufer von Mail.com, der kalifornischen Mediengruppe MMC, eine Vereinbarung über die technologische Zusammenarbeit in Indien getroffen. MMC betreibt zusammen mit einem indischen Fernsehsender das Internet-Portal India.com. GMX soll nun ab 2011 die Kommunikationsplattform für India.com liefern, einschließlich mobiler E-Mail-Lösungen für Mobiltelefone. dpa

MUSTANG

Jeanshersteller strebt nach Asien

Der Jeans-Hersteller Mustang sieht in Asien in den nächsten Jahren enormes Potenzial. „Vor allem in China und Indien kommt jetzt die Jeans in Mode. Dort wird sie gerade als Kleidungsstück entdeckt – und zwar nicht nur für die Freizeit, sondern auch für den Beruf“, sagte Mustang-Geschäftsführer Theo Birkemeyer in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa. „Wir glauben, dass in einigen Jahren der Umsatz in Asien größer sein wird als der in Europa.“ Derzeit erzielt das Familienunternehmen aus Künzelsau 80 Prozent seiner Erlöse in Europa und 20 Prozent in Asien. dpa

IBM

IT-Dienstleister kauft zu

Der weltgrößte IT-Dienstleister IBM will den Datenbankspezialisten Netezza für 1,7 Milliarden Dollar kaufen. Das Angebot liege bei 27 Dollar pro Aktie, teilte IBM am Montag mit. Nach der Ankündigung stiegen Netezza-Aktien vorbörslich um fast 13 Prozent. Am Freitag schloss das Papier bei einem Kurs von 24,60 Dollar. Die Übernahme soll im vierten Quartal abgeschlossen werden. Die Netezza-Aktionäre müssen noch zustimmen. Sollte sich IBM wieder aus dem angestrebten Geschäft zurückziehen, falle ein Bußgeld von 56 Millionen Dollar an, teilte Netezza mit. Das US-Unternehmen beschäftigt weltweit rund 500 Mitarbeiter. rtr

IKEA

Schweden setzen auf arme Länder

Trotz gesetzlicher Hürden hält Ikea an seinem Plan fest, auch in Indien künftig Möbel zu verkaufen. Das Ikea-Sortiment ziele auf die indische Mittelklasse, die immer noch wachse, sagte Konzernchef Mikael Ohlsson am Montag in der indischen Hauptstadt Neu Delhi. Er sehe Erfolgschancen für sein Unternehmen in Indien wie in China oder in Russland. Die schwedische Möbelhaus-Kette hatte ihren bereits 2009 geplanten Start in Indien wieder abgeblasen. Grund dafür seien die „extrem strengen“ Regeln für ausländische Investoren gewesen, sagte Ohlsson. Ikea lässt derzeit in Indien Waren im Wert von rund 500 Millionen Dollar (rund 380 Millionen Euro) für den Weltmarkt produzieren. AFP

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