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OPEL/GM

Autohersteller investiert in Ungarn

Opel baut für 500 Millionen Euro sein ungarisches Motorenwerk aus. Der Betrieb solle eine jährliche Kapazität von 500 000 Motoren erreichen, teilte die deutsche Tochter des US-Konzerns General Motors am Dienstag mit. Der Produktionsbeginn ist Ende 2012 vorgesehen. In der Fabrik entstehen demnach 800 Arbeitsplätze. Geplant ist der Bau kleiner und mittelgroßer Benzinmotoren sowie mittelgroßer Dieselmotoren. Sie sollen in die Opel- und Vauxhall-Werke in Deutschland, Großbritannien, Polen und Spanien geliefert werden. Derweil berichtete das „Wall Street Journal“, dass der größte chinesische Autobauer SAIC an einer Beteiligung an GM interessiert sei. Laut Zeitungsbericht hat SAIC zwar noch keine Entscheidung getroffen, aber Interesse an dem geplanten Börsengang des US-Autokonzerns bekundet. rtr/AFP

HEWLETT PACKARD

Konzern legt Streit mit Oracle bei Der weltgrößte Computerhersteller Hewlett Packard (HP) und der Softwarekonzern Oracle haben ihren wochenlangen Streit wegen Verratsverdachts beigelegt. Ex-HP-Chef Mark Hurd, an dem sich der Konflikt wegen seines Übertritts zu Oracle entzündet hatte, werde sich daran halten, die „vertraulichen Informationen von HP zu schützen und gleichzeitig seine Verpflichtungen gegenüber Oracle erfüllen“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. HP hatte Hurd nach dessen schnellem Wechsel zur Konkurrenz verklagt. Der Hersteller hatte befürchtet, dass Hurd durch seinen neuen Job bei der Konkurrenz wertvolle Konzerngeheimnisse gefährdet.AFP

NOKIA

Smartphone kommt später

Der weltgrößte Handyhersteller Nokia gerät auf dem boomenden SmartphoneMarkt immer weiter ins Hintertreffen. Am ersten Arbeitstag seines neuen Chefs kündigte der finnische Konzern den nächsten Rückschlag an. Das seit langem erwartete Konkurrenzmodell zu Apples iPhone, das Smartphone Flaggschiff N8, kommt noch später in die Läden. Die Aktie ging auf Talfahrt und büßte zeitweise bis zu 3,8 Prozent ein. Letzte Änderungen an dem Modell verzögerten die Auslieferungen, erklärte Nokia am Dienstag. Das neue Modell werde nun erst im Oktober bei den Kunden ankommen. rtr

BOEHRINGER INGELHEIM

Gute Chancen für Schlaganfallmittel

Ein Expertengremium bei der US-Gesundheitsbehörde FDA hat am Montag empfohlen, das neue Mittel Pradaxa von Boehringer Ingelheim zur Verhinderung von Schlaganfällen zuzulassen. Üblicherweise folgt die FDA den Empfehlungen binnen kurzer Zeit. Den Weltmarkt für Schlaganfallprävention hatte Bayer-Chef Werner Wenning unlängst auf etwa zwölf bis 15 Milliarden Dollar taxiert. Auch für nachdrängende Konkurrenten wie Bayer, Pfizer und Daiichi Sankyo ist das Expertenvotum ein wichtiges Signal: Zeigt es doch, dass in den USA die Bereitschaft besteht, neuen Arzneien zum Schutz vor Schlaganfällen den Weg zu ebnen. rtr

POTASH

BHP verlängert Angebotsfrist

Die Übernahmeschlacht um den weltgrößten Düngemittelkonzern Potash dürfte sich ins kommende Jahr hineinziehen. Der Bergbau-Branchenprimus BHP Billiton verlängerte die Frist für sein 39 Milliarden Dollar (30 Milliarden Euro) schweres Angebot um einen Monat bis zum 18. November. Die kanadischen Wettbewerbshüter hätten mehr Informationen angefordert, teilte BHP mit. Potash wies daraufhin die Offerte erneut als „völlig unzureichend“ zurück. rtr

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