UNTERNEHMEN : UNTERNEHMEN

BAYER

US-Zulassung für Verhütungspille

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer kann seine neue Verhütungspille Beyaz in den USA anbieten. Der Verkauf auf dem ersten globalen Markt soll voraussichtlich im Oktober beginnen, wie Bayer Schering Pharma nach der behördlichen Zulassung am Montag in Berlin mitteilte. Auch für Europa ist eine Zulassung beantragt. Von der Variante der Pille Yaz verspricht sich Bayer weltweite Spitzenumsätze von jährlich mehr als 500 Millionen Euro. Die Produktfamilie um die Pillen Yaz und Yasmin ist für den Konzern der wichtigste Pharma-Umsatzbringer mit Jahreserlösen von zuletzt 1,28 Milliarden Euro. dpa

SOUTHWEST/AIR-TRAN

Fusion der US-Billigflieger

Die Fusionswelle in der Luftfahrt-Branche rollt weiter. Am Montag verkündete die große US-Billigfluggesellschaft Southwest Airlines die Übernahme des kleineren Rivalen Air-Tran. Southwest zahlt 1,4 Milliarden Dollar in bar und eigenen Aktien für den börsennotierten Wettbewerber. Das Air-Tran-Management unterstützt das Geschäft. Die Flotte von AirTran umfasst 138 Kurz- und Mittelstreckenmaschinen der Typen Boeing 717 und 737. Die Gesellschaft fliegt mehr als 70 Städte in den Vereinigten Staaten an und hat 8500 Mitarbeiter. dpa

AIG

US-Versicherer auf eigenen Beinen

Der gestrauchelte US-Versicherungsriese AIG könnte schon bald die Obhut des Staates verlassen. Das Finanzministerium arbeitet nach Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg daran, sich aus dem Unternehmen zurückzuziehen. Entsprechende Pläne könnten schon diese Woche verkündet werden, hieß es am Montag. AIG hatte sich mit komplizierten Finanzkonstrukten auf dem US-Häusermarkt verspekuliert. Um den einst weltgrößten Versicherer zum Höhepunkt der Finanzkrise vor dem Kollaps zu bewahren, hatte der amerikanische Steuerzahler mehr als 182 Milliarden Dollar in das Unternehmen pumpen müssen. Der Staat hält nun 80 Prozent der Anteile. dpa

FORD

Neuer Aufsichtsratschef in Köln

Die Ford-Werke GmbH in Köln hat einen neuen Aufsichtsratsvorsitzenden: Stephen T. Odell, der Vorstandschef von Ford Europe, übernimmt das Amt zusätzlich zu seinen anderen Funktionen. Wie Ford am Montag mitteilte, wird er damit Nachfolger von John Fleming, der in die USA zurückkehrt. Fleming war ebenfalls Chef von Ford Europe und Aufsichtsratsvorsitzender der deutschen Ford-Werke in einer Person. dpa

XING

Zehn Millionen Mitglieder

Sieben Jahre nach seiner Gründung hat das Business-Netzwerk Xing die Zahl von zehn Millionen Mitgliedern erreicht. Davon kommen mehr als 4,2 Millionen aus dem deutschsprachigen Raum, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. International ist Xing in Spanien und in der Türkei am stärksten vertreten. Wichtigster Wettbewerber ist das Netzwerk Linked-In aus den USA mit 75 Millionen Mitgliedern. Von anderen Sozialen Netzwerken wie Facebook und StudiVZ hebt sich Xing mit der Orientierung auf berufliche und geschäftliche Kontakte ab. dpa

ENDESA

Goldman Sachs kauft Gasnetz

Der spanische Energiekonzern Endesa verkauft 80 Prozent seines Gasnetzes an die US-Investmentbank Goldman Sachs. Zwei von der Bank geführte Infrastrukturfonds übernehmen 80 Prozent der Leitungen, wie Endesa am Montag in einer Börsenpflichtmitteilung erklärte. Goldman Sachs zahlt dafür demnach 800 Millionen Euro. Das Gasverteilnetz von Endesa umfasst insgesamt 4500 Kilometer, das Transportnetz 650 Kilometer. Endesa kann die Leitungen frühestens in fünf und spätestens in sieben Jahren wieder zurückkaufen. AFP

VOLKSWAGEN

Wachsender Marktanteil

Der Autobauer Volkswagen vergrößert den Abstand zu den anderen Herstellern in Deutschland. Während die früheren Hauptwettbewerber Opel und Ford in den vergangenen 15 Jahren große Einbußen verzeichneten, steigerte VW seinen Marktanteil deutlich. Das geht aus einer Untersuchung des Instituts Center Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen hervor. VW habe in Deutschland seinen Marktanteil bei Neuzulassungen von 19,4 Prozent im Jahr 1995 auf 21,7 Prozent nach den ersten acht Monaten 2010 erhöht. dpa

IMPERIAL TOBACCO

„Davidoff“-Hersteller zahlt EU-Strafe

Als vierter großer Zigarettenhersteller zahlt nun auch der britische Tabakkonzern Imperial Tobacco (Davidoff, West, Gauloises Blondes) einen hohen Millionenbetrag an die EU. Das Geld werde im Kampf gegen den Schmuggel und die Fälschung von Zigaretten eingesetzt, kündigte die EU-Kommission am Montag an. Imperial Tobacco wird in den nächsten 20 Jahren rund 200 Millionen Euro überweisen. dpa

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