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DEUTSCHE BAHN

Eine halbe Milliarde für Halle

Die Deutsche Bahn will einem Bericht zufolge eine halbe Milliarde Euro in den Ausbau des Bahnhofs Halle zum zentralen Rangierbahnhof investieren. Dabei sollen 385 Millionen Euro in die Sanierung und den Umbau der bis zu 100 Jahre alten Gleisanlagen fließen, berichtet die „Mitteldeutsche Zeitung“. Der geplante Rangierbahnhof Mitteldeutschland soll dem Bericht zufolge 2014 fertig sein. Halle würde damit eines von zehn Schienengüterverkehrszentren in Deutschland. Geplant seien 150 neue Arbeitsplätze, sagte der zuständige Produktionsleiter der DB Netz AG, Bernd Löhn. dpa

JENOPTIK

Weltraumgeschäft geht an EADS

Das Weltraumgeschäft des Thüringer Optik- und Laserspezialisten Jenoptik gehört künftig zum europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS. Das teilte die EADS-Tochter Astrium mit. Astrium will die Jena-Optronik GmbH als unabhängiges deutsches Unternehmen mit eigener Marke weiterbestehen lassen und alle 131 Mitarbeiter übernehmen. Durch den Zugriff auf EADS-Ressourcen soll die Jena-Optronik künftig größere Wachstumschancen haben. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. In Branchenkreisen war von einem Euro-Betrag in zweistelliger Millionenhöhe die Rede. Jena-Optronik gilt als Spezialist bei der Entwicklung von weltraumgestützten optischen Systemen.JENOPTIK AG] dpa

SANOFI–AVENTIS

Pharmakonzern
legt Offerte vor

Mit einem feindlichen Übernahmeangebot greift der französische Pharmakonzern Sanofi-Aventis jetzt offiziell nach dem US-Biotechnologieunternehmen Genzyme. Die Franzosen legten am Montag erstmals eine verbindliche Offerte für den Biotech-Spezialisten vor. Das Gebot pro Aktie beläuft sich auf 69 Dollar und damit auf genau den Betrag, den die Genzyme-Führung bereits vor Wochen ablehnte. „Wir sind überzeugt, dass unser Angebot für die Aktionäre unwiderstehlich ist“, sagte Sanofi-Aventis-Chef Christopher Viehbacher. Mit dem Vorstoß wendet sich Sanofi-Aventis vor allem an die Genzyme-Großaktionäre. dpa

ZAPF

Puppenhersteller findet Investoren

Der Puppenhersteller Zapf Creation hat neue Investoren gefunden und sichert damit seine langfristige Finanzierung. Eine Grundsatzvereinbarung sei unterzeichnet worden, teilte das bayerische Unternehmen mit. Die Investoren lösten einen Bankkredit über 20,1 Millionen Euro ab. Dieses Darlehen habe eine Laufzeit bis 2013. Details zu den neuen Geldgebern wollte der Konzern nicht preisgeben. Zapf steht nun bei seinen Banken noch mit neun Millionen Euro in der Kreide. Dieser Betrag soll vorzeitig bis Ende Januar 2011 zurückgezahlt werden. An der Börse wurde der Verhandlungserfolg euphorisch gefeiert: Zapf-Aktien verteuerten sich zeitweise um 41 Prozent. rtr

SIEMENS

Ex-Manager polizeilich gesucht

Die nigerianische Anti-Korruptionsbehörde (EFCC) lässt zwei ehemalige Manager des Siemens-Konzerns in Nigeria polizeilich suchen. Das berichtete die nigerianische Tageszeitung „The Guardian“. Eduard Seidel und Klaus-Peter Gilbert sind Einladungen der EFCC zu Anhörungen nicht nachgekommen. Sie waren 2007 im Zusammenhang mit dem Siemens-Korruptionsskandal abberufen worden. Sie sollen vier ehemalige Telekommunikationsminister mit zehn Millionen Euro bedacht haben, um der Firma lukrative Aufträge zu sichern. Der „Guardian“ schreibt, dass die EFCC die beiden Ex-Manager auch international zur Fahndung ausschreiben lassen wolle. Tsp

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