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STEEREO/SIMFY

Musikplattformen fusionieren

Fusion unter den deutschen Musikplattformen für kostenlose, werbefinanzierte Musik aus dem Netz: Die deutschen Konkurrenten Steereo und Simfy gehen zusammen. Das sagte Claas van Delden, Mitglied der Geschäftsführung des Steereo-Investors Holtzbrinck Digital, dem „Handelsblatt“. Beide Plattformen sind im Mai 2010 an den Start gegangen. Nach dem Vorbild der erfolgreichen skandinavischen Plattform Spotify bieten sie unbegrenzt Musik nach Wunsch per Stream an – legal und kostenlos. Weil die Verhandlungen mit Plattenfirmen und Rechteverwertern wie der Gema zeit- und kostenaufwendig seien, werde Steereo in der Plattform Simfy aufgehen, sagte van Delden. Zu finanziellen Details der aktuellen Investitionsrunde, in deren Rahmen Holtzbrinck Digital Steereo einbringt, wollten die Partner keine Auskunft geben. An der Simfy-Mutter Music Networx sind unter anderem der Frühphasen-Investor Earlybird und DuMont Venture beteiligt. HB

PENNY

Rewe-Tochter steigt in Preiskrieg ein
Die Preisschlacht unter den Discountern im Lebensmitteleinzelhandel geht in unverminderter Härte weiter: Nachdem der Branchenprimus Aldi kürzlich Preissenkungen verkündet hatte, zog Penny an diesem Wochenende nach. Das Unternehmen senke wieder dauerhaft die Preise, teilte die Discount-Tochter der Kölner Handelsgruppe Rewe am Sonntag mit. Bei mehr als 30 Produkten, darunter Eis, Joghurt und Kaffee, sollen die Preise ab Montag um bis zu 20 Prozent sinken. Penny ist mit 2400 Märkten sowie einem Umsatz von sieben Milliarden Euro in Deutschland einer der führenden Lebensmitteldiscounter. Zuvor hatte Branchenführer Aldi für ebenfalls rund 30 Artikel seines Sortiments die Preise um bis zu rund 18 Prozent verringert. Im vergangenen Jahr hatten die Lebensmitteldiscounter insgesamt zwölfmal die Preise gesenkt. dpa

RYANAIR

Airline will Flughäfen abspecken

Der Chef des Billigfliegers Ryanair, Michael O’Leary, will den Flughäfen ihren Glanz nehmen. Einkaufsmeilen oder Duty-Free-Läden sollten für Flughäfen, die nur Kurzstreckenflüge anbieten, verschwinden, sagte O’Leary dem Magazin „Wirtschaftswoche“. „Künftig checken die Leute online ein, kommen eine halbe Stunde vor Abflug zum Flughafen und wollen dann nur noch schnell zum Flugzeug“, sagte der für seine eigenwilligen Vorschläge bekannte Unternehmenschef. In Deutschland könnten sich seiner Auffassung nach bis zu zwölf feste Ryanair-Standorte lohnen. Doch die Ausbaupläne seien wegen der deutschen Ticketabgabe „erst einmal“ auf Eis gelegt worden. Bisher hat Ryanair in Deutschland eigene Maschinen in Hahn (Rheinland- Pfalz), Weeze im Rheinland und Bremen stationiert. dpa

AIA/AIG

Börsengang läuft gut an

Der Milliarden-Börsengang der asiatischen Sparte AIA des US-Versicherers AIG stößt auf großes Interesse. Die Papiere seien schon nach der ersten Angebots-Woche mehr als fünffach überzeichnet, hieß es am Wochenende in mit der Sache vertrauten Kreisen. AIG will bei dem Börsengang der asiatischen Lebensversicherungs-Sparte bis zu 20,5 Milliarden Dollar einnehmen. Dies wäre der weltweit zweitgrößte Börsengang 2010 nach der AG-Bank aus China. AIG bietet die AIA-Papiere in der Spanne zwischen 18,38 und 19,68 Hongkong-Dollar pro Stück an. Der Ausgabepreis wird am 21. oder 22. Oktober erwartet. Erstnotiz soll am 29. Oktober sein. rtr

MERCEDES

Autobauer startet Rückrufaktion Nach dem Konkurrenten BMW ruft nun der Autobauer Daimler in den USA Medienberichten zufolge rund 85 000 Autos der Kernmarke Mercedes-Benz zurück. Sowohl bei der hochwertigen E-Klasse als auch bei der in den Staaten beliebten C-Klasse seien Probleme mit der Lenkung aufgetreten, berichtete die „New York Times“ am Sonntag. Die technischen Auffälligkeiten bei manchen Fahrzeugen der 2010er und 2011er Baureihe seien nach Kundenbeschwerden aufgefallen, habe der Oberklasse-Hersteller der US-Verkehrssicherheitsbehörde mitgeteilt. Demnach könne Lenkflüssigkeit aus einem Leitungsleck austreten, Fahrer könnten dadurch die Kontrolle verlieren. dpa

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