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LBB

Landesbank speist Kleinanleger ab

Frankfurt am Main - Die Landesbank Berlin (LBB) will die Minderheitsaktionäre ihres Immobilienfinanzierers Berlin Hyp mit einem Aktienpreis unter dem letzten Börsenkurs abfinden. Vor einem Monat hatte die LBB angekündigt, ihre Immobilienfinanzierungstochter enger an sich zu binden. Dazu stockte sie ihren Anteil an der Berlin Hyp auf 99,65 von zuvor 91,58 Prozent auf. Die restlichen Kleinanleger sollen nun herausgedrängt werden und für ihre Aktien 7,15 Euro je Aktie erhalten, wie die Berlin Hyp am Montag mitteilte. Auf dem Frankfurter Parkett wurde das Papier am Montag zu 7,30 Euro gehandelt. Die Aktionäre der Berlin Hyp sollen der Barabfindung am 9. Dezember zustimmen. rtr

TNT

Konzernergebnis bricht ein

Das kriselnde Briefgeschäft macht dem niederländischen Logistikkonzern TNT den Konjunkturaufschwung madig. Der anhaltende Niedergang des Sorgenkindes drückt kräftig aufs Ergebnis, wie der am Montag vorgelegte Quartalsbericht zeigt. Die wirtschaftliche Erholung beschert TNT zwar höhere Geschäftsvolumina, zugleich aber setzt ein harter Preiswettbewerb das Unternehmen unter Druck, wie Konzernchef Peter Bakker deutlich machte. Der Umsatz legte im vergangenen Vierteljahr mit gut elf Prozent auf 2,77 Milliarden Euro zwar stärker zu, als von Analysten erwartet. Eine Enttäuschung war aber der Betriebsgewinn, der binnen Jahresfrist um rund 20 Prozent auf 143 Millionen Euro einbrach. rtr

APOBANK

Vorstandsmitglieder entlassen

Die Affäre um fragwürdige Immobiliengeschäfte bei der Apotheker- und Ärztebank weitet sich aus. Der Aufsichtsrat der Apobank berief am Montag die beiden Vorstandsmitglieder Stefan Mühr und Claus Verfürth mit sofortiger Wirkung ab, wie die Bank am Montag mitteilte. Erste Ergebnisse einer internen Untersuchung deuteten daraufhin, dass sich einzelne Vorstandsmitglieder und Mitarbeiter nicht korrekt verhalten haben und unter Verdacht stehen, „unerlaubt persönliche Vorteile erhalten zu haben“, wie es hieß. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen drei Manager der Apobank wegen des Verdachts der Bestechlichkeit. Sie sollen bei Immobiliengeschäften möglicherweise eine Firma aus Sachsen bevorzugt und dafür Geld kassiert haben. dpa

KARMANN

Audi-Auftrag für Dachsparte

Die insolvente Karmann-Dachsparte hat einen neuen Auftrag: Das Unternehmen soll für Audi ein Konzept für das neue A3-Cabriodach entwickeln. Ein AudiSprecher bestätigte am Montag Medienberichte, wonach Volkswagen-Konzernchef Martin Winterkorn diesen Auftrag bei einem Besuch im neuen Osnabrücker VW-Werk bekannt gegeben hatte. Seit der Insolvenz im April 2009 ist das der erste Neuauftrag für Karmann. Details zum neuen A3-Cabrio nannte der Sprecher von Audi nicht. „Das sind Projekte, die noch der Geheimhaltung unterliegen“, sagte er. dpa

RYANAIR

Gewinnprognose angehoben

Die Konjunkturerholung gibt der Luftfahrt mächtig Auftrieb: Wie bereits Lufthansa und Air France-KLM hob auch Europas größter Billigflieger Ryanair die Gewinnprognose an. Doch die irische Fluggesellschaft machte zugleich auch auf Risiken aufmerksam: Anziehende Treibstoffkosten schmälern die Erträge. Für das bis Ende März laufende Geschäftsjahr stellt Ryanair nun einen Nettogewinn von 380 bis 400 Millionen Euro in Aussicht. Bislang war die Airline von 350 bis 375 Millionen ausgegangen. Manchen Investoren war das aber nicht optimistisch genug, zumal der Überschuss im Sommerquartal die Erwartungen der Analysten enttäuschte. rtr

APPLE

Vorwürfe gegen Motorola

Nächstes Kapitel im Patentkrieg der Smartphone-Hersteller: Jetzt erwidert der iPhone-Anbieter Apple eine Klage von Motorola mit einem Gegenangriff. Apple wirft Motorola vor, sechs Patente zu verletzen. Dabei geht es vor allem um die Multitouch-Technologie. Dies geht aus Gerichtsdokumenten hervor, die die Websites Patently-Apple und ZDNet am Wochenende veröffentlichten. Motorola hatte Apple Anfang Oktober vorgeworfen, 18 Patente zu verletzen. dpa

INTEL

Konzern kooperiert mit Start-up

Erstmals in seiner Geschichte gewährt Intel einem Partner Zugang zu seinen hochmodernen Fertigungsanlagen. Der kleine Chipproduzent Achronix Semiconductor werde seine spezialisierten Prozessoren künftig bei Intel mit dessen neuer 22-Nanometer-Technologie produzieren lassen, teilten die Unternehmen am Montag mit. Dafür erhalte Achronix Zugang zu den Fertigungstechniken. Normalerweise sind die Produktionsanlagen des weltgrößten Halbleiterherstellers wie Hochsicherheitsanlagen geschützt. Achronix’ neuer Chip „Speedster22i“ soll dank Intel 300 Prozent mehr Leistung liefern sowie 40 Prozent günstiger hergestellt werden können, teilten die Partner mit. dpa

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