UNTERNEHMEN : UNTERNEHMEN

AIR BERLIN

Anleger reißen sich um Anleihe

Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft Air Berlin hat sich am Finanzmarkt 200 Millionen Euro frisches Kapital gesichert. Eine angebotene Anleihe war am ersten Tag überzeichnet, das Orderbuch wurde daher vorzeitig geschlossen, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Air Berlin hatte am Montag angekündigt, bis zum 5. November eine Anleihe von 150 Millionen Euro platzieren zu wollen, die auch auf 200 Millionen Euro aufgestockt werden könne. Die erfolgreiche Platzierung erhöhe nun den Finanzierungsspielraum für die Zukunft, erläuterte Air Berlin. dpa

HOCHTIEF

Leighton gibt Gewinnwarnung

Im Kampf gegen eine Übernahme durch ACS hat der Essener Baukonzern Hochtief einen Rückschlag erlitten. Überraschend musste die als Ertragsperle geltende australische Hochtief-Tochter Leighton ihr Gewinnziel zusammenstreichen. Zwar hielt Hochtief trotz der negativen Nachrichten aus Australien an seiner Jahresprognose fest. „Die Ankündigung (von Leighton) spielt ACS in die Karten“, kommentierte LBBW-Analyst Alexander Groschke. Der Hochtief-Kurs gerate unter Druck und erleichtere ACS die geplante Mehrheitsübernahme des deutschen Rivalen. rtr

AIR BERLIN]LINDE

Rekordergebnis angepeilt

Der Industriegasekonzern Linde nimmt nach einem starken Sommerquartal Kurs auf das beste Jahr seiner Unternehmensgeschichte. Den Aktionären stellte Vorstandschef Wolfgang Reitzle eine höhere Dividende für 2010 in Aussicht. „Wir haben die konjunkturelle Belebung genutzt und zudem unsere Ertragskraft weiter gestärkt“, sagte Reitzle am Dienstag in München. Vor allem die kräftige Nachfrage aus Asien trieb das Geschäft an. Bei einem Umsatzanstieg um 16,4 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro kletterte der operative Gewinn im dritten Quartal um 17,6 Prozent auf 749 Millionen Euro. Der Überschuss stieg um fast 50 Prozent auf 253 Millionen Euro. rtr

TELEKOM

Verkauf von Windows-Handy startet

Die Deutsche Telekom startet am Mittwoch den Verkauf ihres ersten Smartphones mit Microsofts neuem Betriebssystem Windows Phone 7. Nach Vodafone und O2 bringt die Telekom das „HTC 7 Mozart“ in den Handel. Vor rund zehn Tagen hatte Vodafone mit dem „Optimus“ von LG den Anfang gemacht, O2 folgte einen Tag später mit dem „HTC HD7“. Alle Shops des Unternehmens seien gut mit den Geräten ausgestattet, sagte Telekom-Sprecher Dirk Wende der dpa auf Anfrage. Engpässe bei der Lieferung würden nicht erwartet. Vor wenigen Tagen hatte es Berichte über Lieferschwierigkeiten und ausverkaufte Shops wegen großer Nachfrage gegeben. dpa

REEMTSMAHUGO BOSS AG]

Keine Angst vor Tabaksteuer

Der Zigarettenkonzern Reemtsma sieht der bevorstehenden Erhöhung der Tabaksteuer ohne Begeisterung, aber auch ohne große Sorgen entgegen. „Nach dem, was ich bisher lese und höre, können wir damit leben“, sagte ReemtsmaManager Titus Wouda Kuipers am Dienstag. Reemtsma hat im vergangenen Geschäftsjahr enorm viel Geld verdient. Bei einem Umsatz von 983 Millionen Euro weist das Unternehmen einen operativen Gewinn von 498 Millionen Euro aus. Eine derartige Umsatzrendite wird in anderen Industriebereichen bei weitem nicht erreicht. dpa

GM

Börsengang am 18. November

Der US-Autobauer General Motors (GM) will Kreisen zufolge bei seinem geplanten Börsengang Aktien im Wert von mehr als 13 Milliarden Dollar verkaufen. Mit dem Verkauf soll der Anteil der US-Regierung von zuletzt 60,8 Prozent auf 43,3 Prozent sinken. Noch am Dienstag wolle GM die Details der US-Börsenaufsicht SEC übermitteln. Von Mittwoch an wolle GM auf Werbetour bei Investoren gehen, die Erstnotiz der GM-Aktien in Toronto und New York sei für den 18. November geplant, wie Reuters von mit der Angelegenheit vertrauten Personen erfuhr. GM wäre den Plänen nach mit fast 60 Milliarden Dollar bewertet. Damit würde die US-Regierung ihr Investment zur Rettung des einstigen Weltmarktführers nicht vollständig zurückerhalten. rtr

RENAULT

Moskau macht ein Angebot

Die Regierung in Moskau hat dem französisch-japanischen Autobauer Renault-Nissan die Aufstockung seines Anteils an Russlands größtem Pkw-Konzern Avtovaz (Lada) auf über 50 Prozent vorgeschlagen. „Wir werden das Angebot von (Regierungschef) Wladimir Putin prüfen“, kündigte Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn am Dienstag nach Gesprächen mit Putin bei Moskau an. Das Unternehmen hatte 2008 rund 25 Prozent an Avtovaz gekauft. Für den Aufbau einer rentablen Fertigung hatte Renault-Nissan zuvor Investitionen von 240 Millionen Euro bis 2012 in Aussicht gestellt. dpa

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