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SPRINGER

Verlag investiert in Indien

Der Axel Springer Verlag („Bild“,„Welt“) steuert weiter ein mögliches neues Rekordjahr an. Im dritten Quartal steigerte der Medienkonzern seinen Gewinn auf 87,3 Millionen Euro (Vorjahr: 49,7 Millionen) und übertraf damit die Erwartungen des Marktes. Der Umsatz stieg von 631 Millionen auf 711 Millionen Euro. Nach den ersten neun Monaten des Jahres verzeichnet der Konzern ein historisches Ergebnis von 385,8 Millionen Euro vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Vorjahr: 264,5 Millionen). Wachstumsmotor bleibt das digitale Geschäft mit einem Umsatzanstieg von 62,6 Prozent. Künftig will Axel Springer verstärkt in Indien investieren, wie das Unternehmen mitteilte. Der Konzern beteiligt sich unter anderem mit 52,1 Prozent am führenden indischen Auto-Portal Carwale. sop

BERLIN HYP

Die Stimmung hat sich gedreht

Der Immobilienfinanzierer Berlin Hyp hat in den ersten neun Monaten des Jahres einen Gewinnrückgang zu verzeichnen. Unter dem Strich verdiente die Tochter der Landesbank Berlin von Januar bis September 41,6 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es noch 44,2 Millionen gewesen. Vorstandschef Jan Bettink gab sich dennoch optimistisch: „Ich bin zuversichtlich, dass die Berlin Hyp ihre ehrgeizigen Ziele für 2010 erreicht“, hieß es in einer Mitteilung. Es sei möglich, beim Überschuss das Vorjahresniveau von 58,9 Millionen Euro zu erreichen. Grund zur Hoffnung gibt das Neugeschäft: Ende September lag das Volumen bei 2,4 Milliarden Euro, 35 Prozent mehr als vor einem Jahr. Vor allem im dritten Quartal habe sich die Stimmung der Investoren „positiv gedreht“, sagte Bettink.mirs

HANNOVER RÜCK

Belastungen schaden nicht

Der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück hat trotz hoher Belastungen aus Großschäden seine Gewinnerwartung für das Jahr deutlich erhöht. Wegen der guten Geschäftsentwicklung und positiver Steuereffekte gehe man nun von mehr als 700 Millionen Euro Nettogewinn aus, teilte Hannover Rück mit. Bisher war mit 600 Millionen gerechnet worden. Bei den Prämieneinnahmen geht Hannover Rück von acht Prozent Zuwachs aus. In den ersten neun Monaten musste die Hannover Rück für Großschäden mehr als 554 Millionen Euro aufwenden, nach nur 198 Millionen im Vergleichszeitraum. Der größte Schaden sei im dritten Quartal das Erdbeben in Neuseeland gewesen, das den Angaben zufolge mit 90 Millionen Euro zu Buche schlug. dpa

HEIDELDRUCK

Zurück auf Wachstumskurs

Die angeschlagene Heidelberger Druckmaschinen AG sieht sich dank Sparmaßnahmen und konjunkturellem Rückenwind wieder auf Wachstumskurs. „Es geht aufwärts“, sagte der Vorstandsvorsitzende Bernhard Schreier am Mittwoch bei der Vorlage der Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2010/11 (31. März). Von Juli bis September fiel ein Konzern-Fehlbetrag von 35 Millionen Euro an, das war weniger als die Hälfte des Vergleichswerts aus dem Vorjahreszeitraum (78 Millionen Euro). Das operative Ergebnis ohne Sondereinflüsse verbesserte sich von minus 65 Millionen Euro auf minus sechs Millionen Euro – es soll in der zweiten Jahreshälfte positiv ausfallen. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen allerdings weiterhin ein deutliches Minus (2009/10: minus 229 Millionen Euro). Der Umsatz (2009/10: 2,3 Milliarden Euro) soll moderat wachsen. dpa

BOSCH/SIEMENS

Batteriefertigung in Korea

Das Batterie-Gemeinschaftsunternehmen von Bosch und dem koreanischen Konzern Samsung startet durch. Nach neun Monaten Bauzeit wurde in Ulsan (Korea) in einer neuen Fabrik mit der Produktion von Lithium-Ionen-Batteriezellen für Hybrid- und Elektrofahrzeuge begonnen, wie Bosch mitteilte. Erster Kunde von SB Limotive, wie sich das Joint Venture nennt, ist BMW. Die Batterien werden für das geplante rein elektrische Megacity Vehicle der Münchner produziert. Bis 2015 will SB Limotive die Zellenfertigung auf gut vier Gigawattstunden pro Jahr hochfahren – das entspricht etwa dem Bedarf von 180 000 Elektrofahrzeugen. Der Automobilzulieferer Bosch und der Mischkonzern Samsung wollen bis 2013 gemeinsam rund 500 Millionen Dollar investieren. dpa

ALLIANZ SE]BILFINGER BERGER

Baukonzern erhöht Prognose

Der Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger Berger hat nach einem Gewinnschub seine Prognose für das Geschäftsjahr 2010 erneut erhöht. Statt des bislang erwarteten Rekord-Gewinns von 250 Millionen Euro rechnet das Unternehmen nun auch dank Verkäufen mit einem Plus von 270 Millionen Euro, wie das Unternehmen bei der Vorlage der Zahlen für die ersten neun Monate sagte. Von Januar bis September stieg der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 179 Prozent auf 201 Millionen Euro. Auch der Auftragseingang erhöhte sich um drei Prozent auf 5,68 Milliarden Euro. dpa

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