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BAYER

Kunststoffgeschäft wird ausgebaut

Der Chemiekonzern Bayer baut sein Kunststoffgeschäft auf dem Wachstumsmarkt China aus. Mit Investitionen von 110 Millionen Euro sollen bis 2012 drei Werke entstehen. Der Wirtschaftsboom in China sorgt für eine gewaltige Nachfrage nach Kunststoffen bei großen Chemiekonzernen wie BASF, DuPont und Bayer. Der Hunger nach Plastik aus den dort expandierenden Industriezweigen der Auto-, der Elektronikindustrie ist riesengroß. Für die Bayer-Kunststoffsparte ist China inzwischen der nach Umsatz zweitwichtigste Markt. Im Reich der Mitte entfällt derzeit rund die Hälfte des gesamten Bayer-Geschäfts auf die Kunststoffsparte. Insgesamt kam die Kunststoffsparte im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von 7,5 Milliarden Euro – etwa 1,95 Milliarden Euro entfielen auf die Region Asien/Pazifik. rtr

SCHAEFFLER

Autozulieferer erwartet mehr

Angesichts voller Auftragsbücher hat der Autozulieferer Schaeffler seine Prognose für das laufende Jahr nach oben korrigiert. Das Unternehmen rechne nun mit einem Jahresumsatz von rund neun Milliarden Euro und einem Gewinn von rund 1,35 Milliarden Euro, teilte die Schaeffler-Gruppe mit. Bislang hatte das Unternehmen lediglich mit einem Umsatz von acht Milliarden Euro und einem Gewinn von rund 800 Millionen Euro gerechnet. Allein im dritten Quartal habe das Unternehmen wegen der starken Nachfrage im Auto- und Industriegeschäft einen Konzerngewinn von 147 Millionen Euro erwirtschaftet. dpa

ADAC

Autoclub ist jetzt die Nummer zwei

Der ADAC hat in diesem Jahr deutlich mehr Mitglieder gewonnen als im Vorjahr und ist dadurch zum weltweit zweitgrößten Automobilclub aufgestiegen. Insgesamt zählte der ADAC Ende Oktober rund 17,21 Millionen Mitglieder und damit rund 40 000 mehr als der japanische Club JAF, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Größer sei nur der US-Autoclub AAA mit rund 45 Millionen Mitgliedern. dpa

GLAXO SMITH KLINE

Neue Mittel sollen Milliarden bringen

Den Arzneimittelherstellern Glaxo Smith Kline aus Großbritannien und Human Genome Sciences aus den USA winken Milliardenumsätze mit einem neuen Autoimmun-Präparat. Ein Expertenausschuss der US-Gesundheitsbehörde sprach sich mit 13 zu zwei Stimmen für die Zulassung des Mittels Benlysta zur Bekämpfung der schwer zu behandelnden Autoimmunkrankheit Lupus aus. Benlysta wäre die erste neue Lupus-Behandlung seit rund 50 Jahren. Analysten trauen der Arznei deshalb Jahresumsätze von mehr als zwei Milliarden Dollar zu. Lupus ist eine lebensgefährliche Autoimmunkrankheit, bei der sich das Abwehrsystem gegen den eigenen Körper wendet und die zum Tod durch Organversagen führen kann. Weltweit leiden rund fünf Millionen Menschen daran. rtr

NOKIA

Finnen wollen in Russland forschen

Der finnische Handyhersteller Nokia will ein Forschungszentrum in Russland eröffnen. Im Moskauer Vorort Skolkowo solle ab 2011 zu Nanotechnologie und Konsumverhalten geforscht werden, teilte der Marktführer im Bereich Mobiltelefone mit. Es sei ein entsprechender Vertrag mit dem Milliardär Wiktor Wekselberg unterschrieben worden, der für den Standort Skolkowo verantwortlich ist. In Skolkowo soll eine Art russisches Silicon Valley entstehen. Anfang November hatte bereits Microsoft einen Vertrag mit Wekselberg über die Eröffnung eines Forschungszentrums dort abgeschlossen. AFP

INFINEON

Mayrhuber soll Aufsichtsrat leiten

Der scheidende Lufthansa-Vorstandschef Wolfgang Mayrhuber soll im kommenden Jahr Aufsichtsratschef bei Infineon werden. Mayrhuber solle den Aktionären im Februar auf der Hauptversammlung als Nachfolger für Klaus Wucherer vorgeschlagen werden, berichtet das „Manager Magazin“ in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe. Wucherer hatte sich in diesem Jahr in einer Kampfabstimmung auf dem Aktionärstreffen gegen einen Gegenkandidaten durchgesetzt, zugleich aber angekündigt, binnen eines Jahres einen Nachfolger zu präsentieren. Weder Infineon noch die Lufthansa wollten sich zunächst zu dem Bericht äußern. dpaINFINEON AG]

ACS

Hochtief-Angreifer wird verklagt

Der spanische Baukonzern ACS, der seinen deutschen Konkurrenten Hochtief übernehmen will, muss sich vor einem Gericht wegen des Vorwurfs falscher Buchführung rechtfertigen. Das Handelsgericht in Madrid gab am Mittwoch einem Klagegesuch des Energie-Konzerns Iberdrola statt und entschied, dass der Prozess am 5. April 2011 eröffnet wird. Iberdrola legt ACS zur Last, in seiner Bilanz für das Jahr 2009 einen Verlust von 405 Millionen Euro verschleiert und stattdessen einen Gewinn von 988 Millionen Euro deklariert zu haben. ACS ist bei Iberdrola mit einem Anteil von 12,5 Prozent der größte Kapitaleigner.   dpa

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