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DEUTSCHE BAHN

Konzern will Bus-Startup stoppen

Die Deutsche Bahn will einem kleinen Startup-Unternehmen verbieten lassen, Busreisen im Internet anzubieten. Von Freitag an wird der Fall am Landgericht Frankfurt am Main verhandelt. Bei der von drei Studenten gegründeten Firma Yourbus können sich Reisende seit Dezember 2009 online zu Fahrgemeinschaften zusammenschließen. Wenn sich genügend Interessenten finden, organisieren die Betreiber einen Bus. Dabei können die Jungunternehmer ihre Touren günstiger anbieten als die Bahn. Die Bahn argumentiert, das Angebot sei ein Linienverkehr. Für den müsse eine entsprechende Konzession beantragt werden. dpa

GERMANWINGS

Formulare müssen einfach sein

Die Fluggesellschaft Germanwings darf ihre Kunden nicht mit komplizierten Antragsformularen davon abhalten, bei stornierten Flügen Rückerstattungen zu fordern. Mit dem am Donnerstag bekannt gewordenen Urteil gab das Landgericht Köln einer Klage des Bundesverbands der Verbraucherzentralen statt. Wenn ein Passagier seinen Flug nicht antritt, muss die Fluggesellschaft die gezahlten Steuern und Flughafengebühren erstatten. Das Formular, das ein Germanwings-Kunde dafür ausfüllen muss, stelle „ein belastendes, unverhältnismäßiges Hindernis für den Verbraucher“ dar, heißt es in der Urteilsbegründung (AZ: 31 O 76/10). dpa

ACS

Aktionäre helfen Hochtief-Angreifer

Der spanische Baukonzern ACS hat sich im Übernahmekampf um den deutschen Konkurrenten Hochtief die Unterstützung weiterer Aktionäre gesichert. Drei der größten Anteilseigner stellten dem Unternehmen zur Absicherung der Offerte zusätzliche Aktien zur Verfügung, wie ACS der spanischen Börsenaufsicht meldete. Der Konzern könne so bei Bedarf auf 29,6 statt der zuvor vereinbarten 18,9 Prozent des Aktienkapitals zählen, teilte der Konzern mit. Für Freitag hat ACS eine außerordentliche Aktionärsversammlung einberufen, auf der eine Kapitalerhöhung beschlossen werden soll. dpa

FORD

Autobauer verkauft Mazda-Anteile

Der US-Autokonzern Ford trennt sich von mehr als zwei Dritteln seiner Anteile am japanischen Partner Mazda. Wie Mazda Motor bekanntgab, reduziert Ford seine Beteiligung von derzeit 11,06 Prozent auf 3,53 Prozent. Damit bleibe Ford jedoch einer der größten Anteilseigner. Beide Unternehmen setzten auch nach dem Verkauf ihre strategische Partnerschaft fort. Ford werde den Aktienverkauf am Freitag an der Börse in Tokio vornehmen. Japanischen Medienberichten zufolge wollen rund zehn Unternehmen, darunter Mazdas wichtigste Bank Sumimoto Mitsui Banking und die beiden Handelshäuser Sumitomo Corp und Itochu Corp, die Aktien von Ford übernehmen.dpa

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