UNTERNEHMEN : UNTERNEHMEN

OPEL

AG kommt erst im neuen Jahr

Opel wird erst im neuen Jahr wieder in eine Aktiengesellschaft umgewandelt – etwas später als geplant. „Die Anträge zur Umfirmierung gehen heute an das Amtsgericht Darmstadt raus“, sagte Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz am Dienstag. „Die Umfirmierung soll aber erst zum 1. Januar erfolgen. Sonst hätten wir für 2010 noch einen Abhängigkeitsbericht erstellen müssen. Und das hätte unnötig viel Zeit und Geld gekostet.“ Die US-Mutter General Motors hatte dem Schritt im September zugestimmt. Der Betriebsrat hatte die Umwandlung in eine AG zur Voraussetzung für eine Mitarbeiterbeteiligung an der Sanierung des kriselnden Herstellers gemacht. Im Gegenzug verzichten die Beschäftigten bis 2014 auf jährlich 265 Millionen Euro.dpa

PORSCHE

Sportwagenbauer forscht mehr

Porsche investiert 150 Millionen Euro in den Ausbau seines Forschungs- und Entwicklungszentrums. Der Sportwagenbauer baut in Weissach bei Stuttgart einen neuen Windkanal, ein Designzentrum und ein Elektronikzentrum. Bereits in der vergangenen Woche hatte der Autobauer angekündigt, dort mehr als 100 neue Ingenieure einzustellen. Mit dem Ausbau des Standorts unterstreichen die Stuttgarter ihren Anspruch, künftig im VW-Konzern die Federführung beim Sportwagenbau zu übernehmen. Interesse hat daran aber auch Audi. Eine Entscheidung soll in den nächsten Wochen fallen. dpa

CAMPBELL

Suppe bringt weniger Gewinn

Der weltgrößte Suppenhersteller Campbell hat im abgelaufenen Quartal das zurückhaltende Konsumverhalten der Verbraucher gespürt. Der Gewinn ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund acht Prozent auf 279 Millionen Dollar zurück, teilte der US-Produzent von Suppen, Fertiggerichten, Snacks und Getränken am Dienstag mit. Campbell hatte zuletzt die Preise für seine Waren deutlich gesenkt. Der Umsatz fiel um ein Prozent auf 2,17 Milliarden Dollar. Das erste Geschäftsquartal des Unternehmens endete am 31. Oktober. In Deutschland vertreibt Campbell die Suppenmarken Erasco und Heiße Tasse. rtr

DEUTSCHE BANK

Kirch geht in die nächste Runde

Der Schadenersatzstreit zwischen Leo Kirch und der Deutschen Bank ist am Dienstag in eine weitere Runde gegangen. Vor einer Zivilkammer des Landgerichts München I will der Medienunternehmer einmal mehr seine Ansprüche gegen das Geldhaus durchsetzen (Aktenzeichen: 33 09550/07). Acht Jahre nach der Milliarden-Pleite seines Medien-Imperiums will die Kammer unter Vorsitz von Brigitte Pecher klären, ob und in welcher Höhe die Deutsche Bank für Schäden aufkommen muss. Kirch macht den früheren Bank-Chef Rolf Breuer für die Insolvenz verantwortlich. dpa

E-PLUS

Surfen im Ausland wird billiger

Der Mobilfunkanbieter E-Plus senkt die Preise für Internetnutzung per Handy im Ausland deutlich. Der Konzern teilte am Dienstag mit, seine Vertrags- und Prepaidkunden zahlten im EU-Ausland ab 1. Dezember nur noch 49 Cent pro Megabyte Daten. Bei anderen Anbietern ist dieser Preis teilweise schon in Deutschland für das Surfen mit dem Handy fällig. Im Ausland ist die Internetnutzung per Handy oft noch sehr teuer - bis zu 20 Euro pro Megabyte müssen dafür bezahlt werden. Bislang kostete das Internetsurfen per Handy im EU-Ausland bei E-Plus knapp zwei Euro pro Megabyte. Von den neuen Preisen profitieren Kunden der gesamten E-Plus-Gruppe, also auch etwa Nutzer von Base, Simyo oder Medion Mobile. AFP

HASPA

Sparkasse muss Bußgeld zahlen

Die Hamburger Sparkasse (Haspa) muss ein Bußgeld von 200 000 Euro bezahlen, weil sie gegen den Datenschutz verstoßen hat. Die größte deutsche Sparkasse habe fast fünf Jahre lang ihren mobilen Kundenberatern den Zugriff auf Bankdaten ihrer Kunden ermöglicht, teilte der Hamburgische Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar mit. Zudem habe die Bank Charakterprofile ihrer Kunden erstellt, die auf Erkenntnissen der modernen Hirnforschung beruhten. Die Kunden wussten davon nichts.dpa

SSANGYONG

Inder übernehmen Südkoreaner

Der führende indische Nutzfahrzeugbauer Mahindra & Mahindra hat ein Abkommen zur Übernahme des angeschlagenen südkoreanischen Geländewagenspezialisten Ssangyong Motor unterzeichnet. Demnach zahlen die Inder für die Übernahme eines Mehrheitsanteils von 70 Prozent 522,5 Milliarden Won (etwa 340,2 Millionen Euro), wie Ssangyong am Dienstag mitteilte. Davon entfallen 378 Millionen Dollar auf den Erwerb neuer Aktien und 85 Millionen Dollar auf Unternehmensobligationen. Die Transaktion soll bis März 2011 über die Bühne gehen. dpa

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