UNTERNEHMEN : UNTERNEHMEN

H&M

Kleidung wird teurer

Die gestiegenen Kosten für Rohstoffe und Transport lassen nach Ansicht von H&M-Chef Karl-Johan Persson die Kleidungspreise klettern. „Ich glaube, dass die Preise in der Branche steigen werden“, sagte H&M-Chef Karl-Johan Persson dem „Handelsblatt“. Auf die Frage, ob sich auch H&M-Kunden auf höhere Preise einstellen müssten, antwortete Persson, dazu wolle er sich aus Wettbewerbsgründen nicht äußern. „Es sind viele Faktoren, die momentan gegen uns sind“, sagte Persson. So könnten viele Lieferanten die Produktionskapazitäten nicht weiter erhöhen. Hinzu kommen die gestiegenen Arbeitspreise in der Türkei und Asien. Dies gelte aber für die gesamte Branche. Persson räumte ein, dass H&M einige Läden weniger eröffnet habe als geplant. „Unser Ziel bleibt aber, jährlich 10 bis 15 Prozent mehr Geschäfte aufzumachen. Dieses Ziel werden wir im kommenden Jahr erreichen“, betonte er. HB

BA/IBERIA

Aktionäre segnen Fusion ab

Die Aktionäre von British Airways (BA) und der spanischen Fluggesellschaft Iberia haben am Montag die Fusion der beiden Unternehmen zur drittgrößten Airline Europas gebilligt. Das neue Unternehmen trägt den Namen International Airlines Group (IAG), die beiden Marken BA und Iberia bleiben aber erhalten. Hauptsitz soll London werden, wo die Fluggesellschaft auch an der Börse notiert sein wird. Nur die Lufthansa und Air France-KLM sind noch größer als die IAG. Die EU hatte bereits im Juli grünes Licht für den neuen Luftfahrtriesen gegeben. Das Unternehmen wird jährlich rund 60 Millionen Passagiere transportieren. Die Unternehmen litten in der Vergangenheit jedoch unter der Konkurrenz durch Billigflieger. Von der Fusion erhoffen sie sich jährlich Einsparungen von 400 Millionen Euro. AFP

DEUTSCHE WOHNEN

Immobilienkonzern macht Gewinn

Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen hat die Übernahmen der Vergangenheit verdaut und arbeitet auch unter dem Strich wieder profitabel. Für die ersten neun Monate wies das Unternehmen am Montag einen Nettogewinn von 10,1 Millionen Euro aus, nachdem vor einem Jahr noch ein Verlust von 2,5 Millionen in den Büchern stand. Dabei profitierte der Konzern vor allem davon, dass er Wohnungen außerhalb seines Kernbestandes in Berlin und im Rhein/Main-Gebiet zu ordentlichen Preisen losschlagen konnte. Im Gegenzug ging der expansionshungrige Konzern auch selbst wieder auf Einkaufstour und kaufte gut 1000 Wohnungen in Berlin/Potsdam und Mainz für rund 50 Millionen Euro. Diesen Kurs will die nach der Gagfah zweitgrößte börsennotierte Wohnungsgesellschaft Deutschlands fortsetzen. Das Unternehmen hat für Zukäufe unmittelbar rund 200 Millionen Euro zur Verfügung. rtr

TUI TRAVEL

Reisekonzern verkauft Tochter

Der Reisekonzern TUI Travel hat seine britische Campingreise-Tochter Thomson Al Fresco an den französischen Campingurlaub-Anbieter Homair Vacances verkauft. Die Firma habe Ende September vergangenen Jahres einen Buchwert von 10,3 Millionen Pfund (rund 12,1 Millionen Euro) gehabt, teilte TUI Travel am Montag mit. Thomson Al Fresco bietet Luxuscampingurlaube vor allem für Familien in Frankreich, Spanien, Italien, Kroatien und den Niederlanden an. rtr

RIO TINTO

Bergbaukonzern ändert Preissystem
Der Bergbaukonzern Rio Tinto garantiert seine Aluminiumoxid-Preise zunehmend nur noch kurzfristig. Diese Änderung sei eine „Evolution“ beim Verkauf von Aluminium, sagte der Chef des australisch-britischen Unternehmens, Tom Albanese, am Montag. Das alte Preissystem reflektiere nicht länger die Produktionskosten. Aluminiumoxid (Tonerde) wird bei der Herstellung von Aluminium verwendet. Der Rohstoff wird traditionell mit hohen Rabatten verkauft. Rio Tinto gilt als weltgrößter Aluminiumproduzent. Das Metall wird bei der Herstellung von Bierdosen, aber auch beim Bau von Flugzeugen verwendet. Wegen der Finanzkrise haben Unternehmen zuletzt hohe Lagerbestände angehäuft. Im Frühjahr hatten Rio Tinto und Konkurrent BHP Billiton bereits ihre Preispolitik im Eisenerzgeschäft geändert. Seither garantieren die Konzerne die Preise nur noch für drei Monate und nicht mehr für ein Jahr. rtr

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