UNTERNEHMEN : UNTERNEHMEN

SIEMENS

Griechen zahlen nicht

Der griechische Staat begleicht angesichts des anhaltenden Zwists über die Korruptionsaffäre einen Großteil seiner offenen Rechnungen bei Siemens nicht. „Wir haben in Griechenland nicht unerhebliche ausstehende Forderungen“, klagte Siemens-Vorstand Peter Solmssen. Die Rückstände, die Solmssen auf einen zweistelligen Millionenbetrag veranschlagte, brachten sogar die Landestochter des Konzerns ins Schwanken. Konzernweit betrachtet hat Griechenland für Siemens kaum Bedeutung - der Jahresumsatz 2008/09 belief sich auf rund 250 Millionen Euro und machte weniger als ein Prozent des Gesamtumsatzes aus. Die griechischen Behörden hadern immer noch mit den Folgen der Siemens-Korruptionsaffäre. Ein ehemaliger Minister wurde wegen Geldwäsche angeklagt, nachdem er die Annahme von Schmiergeldern in den 1990er Jahren eingeräumt hatte. rtr

MEISSNER PORZELLAN

Manufaktur peilt Gewinn an

Die traditionsreiche Porzellan-Manufaktur Meissen steuert nach einer Umstrukturierung operativ wieder schwarze Zahlen an. Für dieses Jahr zeichnet sich vor Zinsen und Steuern ein Gewinn von rund 500 000 Euro ab, wie die Geschäftsführung am Mittwoch sagte. Im vergangenen Jahr war der operative Verlust bereits auf 1,6 Millionen Euro verringert worden. Auch nach Steuern wird nun ein kleiner Gewinn angepeilt. Die Trendwende sei damit zwei Jahre früher als geplant erreicht worden. Allerdings seien weitere Investitionen geplant. dpa

SCHAEFFLER

Zulieferer zahlt Erfolgsbeteiligung

Der fränkische Autozulieferer Schaeffler zahlt seinen Mitarbeitern zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte eine Erfolgsbeteiligung. Zudem wird die für April 2011 vorgesehene Tariferhöhung von 2,7 Prozent auf Februar vorgezogen, wie das Unternehmen und die IG Metall mitteilten. Demnach sollen alle Tarifmitarbeiter 500 Euro bekommen. Zudem erhalten all diejenigen eine einmalige Sonderzahlung von 400 Euro, die von der Verschiebung der Tariferhöhung von Mai auf Dezember 2009 betroffen gewesen waren. Zudem soll von 2011 an jeder Beschäftigte 1000 Euro erhalten, wenn 100 Prozent des vorher festgesetzten Unternehmensziels erreicht werden. dpa

IG METALL]EADS

Flugzeugbauer gibt sich optimistisch Beim Airbus-Mutterkonzern EADS wächst die Hoffnung auf bessere Zeiten. Nach den teuren Verzögerungen bei den Flugzeugprogrammen A380 und A400M rechnet Finanzchef Hans Peter Ring mit deutlichen Ergebnissteigerungen im Jahr 2012. „Wir können positiver in die nächsten Jahre schauen“, sagte er der „Börsen- Zeitung“. Seine wachsende Zuversicht begründete er unter anderem mit günstigeren Dollarkursen: „Ein Euro von stabil unter 1,30 Dollar wäre für uns auf längere Sicht sehr positiv.“ Doch zunächst werde das kommende Jahr für das operative Ergebnis „ähnlich schwierig“ wie 2010. dpaBMW AG]

ACS

Hochtief-Aktionäre blocken

Im Ringen um den Baukonzern Hochtief schließt der spanische Angreifer ACS Kreisen zufolge ein höheres Übernahmeangebot nicht mehr grundsätzlich aus. Zwar sei ACS sehr zuversichtlich, dass seine laufende Aktientausch-Offerte trotz bisher fehlender Resonanz zum Erfolg führe, sagte eine mit den Plänen vertraute Person. Anderenfalls sei aber auch ein Pflichtangebot eine Möglichkeit, um Hochtief zu schlucken. Bis Dienstagabend sei das „Tauschangebot für insgesamt null Hochtief-Aktien angenommen worden“, teilte ACS am Mittwoch mit. Die Spanier hatten ihr Angebot am 1. Dezember vorgelegt, es läuft bis zum 29. Dezember um Mitternacht. rtr

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben