UNTERNEHMEN : UNTERNEHMEN

TELEKOM

Kein Verfahren gegen Obermann

Die Staatsanwaltschaft Bonn stellt ihre Ermittlungen gegen Deutsche-TelekomChef René Obermann wegen angeblicher Bestechung auf dem Balkan ein. Nach Auswertung der Unterlagen sowie Anhörungen von Beschuldigten und Zeugen habe sich der Anfangsverdacht gegen Obermann nicht bestätigt, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag mit. Diese Entscheidung war erwartet worden, nachdem die Staatsanwaltschaft dies vor kurzem bereits signalisiert hatte. rtr

ACS

Hochtief und Iberdrola im Visier

Im Übernahmekampf um den Baukonzern Hochtief legt der spanische Angreifer ACS am Dienstag seine Karten auf den Tisch. Der Konzern will mitteilen, wie viele Aktionäre von Hochtief sein Übernahmeangebot angenommen haben. Es gilt als wahrscheinlich, dass ACS die wichtige Hürde von 30 Prozent überschritten hat. In diesem Fall könnte ACS über den Markt Aktien kaufen, bis er den angestrebten Anteil von über 50 Prozent zusammen hat. Um ein weiteres, kostspieligeres Übernahmeangebot käme er herum. Derweil hat ACS seinen Anteil am spanischen Unternehmen Iberdrola von 15 auf 20,2 Prozent erhöht, wie die spanische Börsenaufsicht am Montag mitteilte. Iberdrola, weltweit eines der führenden Windkraftunternehmen, hatte sich heftig dagegen gewehrt. Die Aufstockung „stützt unsere These, dass Hochtief nicht das eigentliche Ziel von ACS ist, sondern nur Mittel zum Zweck, seine Finanzlage zu verbessern und Iberdrola anzugreifen“, erklärte LBBW-Analyst Alexander Groschke. rtr/AFP

SPARKASSEN

Chip statt Magnetstreifen

Im Kampf gegen den Datenklau an Geldautomaten wollen die Sparkassen den Magnetstreifen von EC- Karten (Girocards) nach und nach verbannen. Ab 01. Juli 2011 werden alle EC-Zahlungen etwa im Handel nur noch über den Chip mit Eingabe der persönlichen Geheimzahl abgewickelt. Ab 2012 werden dann alle Abhebungen am Geldautomat mittels Girocard ausschließlich per Chip und PIN folgen, wie der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) am Montag mitteilte. Im Anschluss sollen auch Geschäfte wie etwa der Ausdruck des Kontoauszugs umgestellt werden. Der Verband reagierte auf einen Vorstoß des Bundeskriminalamtes, das wiederholt das Aus der unsicheren Magnetstreifen gefordert hatte. Nur so könne das Ausspähen von Kundendaten am Automaten verhindert werden. Damit die Karten nach der Umstellung auf die Chiptechnologie weiterhin außerhalb des europäischen Sepa-Raumes einsetzbar sind, können die Magnetstreifen aber noch nicht verschwinden, wie der DSGV erklärte: „Im Ausland wird der Magnetstreifen noch häufiger eingesetzt.“ dpa

HYUNDAI-KIA

Autobauer schraubt Ziele hoch

Nach einem Absatzrekord 2010 will der südkoreanische Autokonzern Hyundai-Kia in diesem Jahr zum ersten Mal die Sechs-Millionen-Schwelle überschreiten. Der koreanische Branchenführer Hyundai Motor und seine Schwesterfirma Kia Motors nannten am Montag ein Absatzziel von zusammen 6,3 Millionen Fahrzeugen. Das wäre eine Steigerung um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr, als die Gruppe nach eigenen Angaben auf knapp 5,7 Millionen verkaufte Fahrzeuge gekommen war. Der weltweit fünftgrößte Autokonzern setzt vor allem auf die steigende Nachfrage in China und anderen aufstrebenden Märkten. Auch soll die Einführung von mindestens zwölf neuen oder überarbeiteten Modellen die Verkaufszahlen erhöhen. dpa

ROSSMANN

Eröffnung von 110 neuen Läden

Die drittgrößte deutsche Drogeriekette Rossmann hat im vergangenen Jahr ihren Umsatz stärker als erwartet gesteigert und will 2011 in Deutschland 110 neue Läden eröffnen. Die 2390 Drogeriemärkte in sechs europäischen Ländern hätten 2010 insgesamt 4,6 Milliarden Euro erlöst und damit ein Wachstum von 12,9 Prozent erreicht, teilte das Unternehmen am Montag mit. Damit sei die Umsatzerwartung noch übertroffen worden. Die deutschen Filialen erzielten ein Umsatzplus von 10,8 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Der Expansionskurs soll in diesem Jahr beibehalten werden. In Deutschland will Rossmann 92 Millionen Euro investieren und rund 1000 neue Arbeitsplätze schaffen. dpa

CARLSBERG

Feldschlösschen verkauft

Der Carlsberg-Konzern hat die Feldschlößchen Brauerei in Dresden an die Frankfurter Brauhaus GmbH verkauft. Der Hersteller von Tuborg-Bier teilte am Montag mit, damit trage das Unternehmen der Konzentration auf seine fünf Kernmarken Carlsberg, Holsten, Lübzer, Duckstein und Astra Rechnung. Der Dresdner Betrieb mit einer jährlichen Kapazität von 1,9 Millionen Hektoliter hat 172 Beschäftigte, die nach Angaben von Carlsberg nicht um ihren Arbeitsplatz fürchten müssen. Der in Frankfurt (Oder) ansässige Käufer habe Feldschlößchen zum 1. Januar übernommen. rtr

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