UNTERNEHMEN   :   UNTERNEHMEN  

AIRBUS

Flugzeuge werden teurer

Der Flugzeugbauer Airbus hat die durchschnittlichen Preise für seine Flugzeuge erhöht. Gründe dafür seien die gestiegenen Kosten durch Investitionen in die Fertigung und der schwache Dollar, teilte Airbus am Dienstag mit. Der Listenpreis für Flugzeuge der EADS-Tochter sei im Durchschnitt um 4,4 Prozent gestiegen. A-380-Maschinen seien sogar um 8,3 Prozent teurer geworden. Die Erhöhung gilt seit Anfang Januar 2011 für alle neuen Flugzeuge. Airbus müsse die Produktionsraten immer weiter steigern, da die weltweite Nachfrage nach Airbus-Fliegern, speziell nach dem A380, derzeit hoch sei, sagte Airbus-Verkaufschef John Leahy. Es ist üblich, auf Listenpreise von Flugzeugen deutliche Rabatte zu geben. dpa

CITIGROUP

Bank bleibt unter den Erwartungen

Die US-Großbank Citigroup hat Ende 2010 ihren Erholungskurs fortgesetzt, die Markterwartungen aber verfehlt. Die drittgrößte Bank der USA wies am Dienstag vor New Yorker Börsenbeginn für das vierte Quartal einen Gewinn von 1,3 Milliarden Dollar aus, nach einem Verlust von 7,6 Milliarden Dollar im Vorjahr. Je Aktie habe sich ein Ergebnis von vier Cent ergeben – der vierte Quartalsgewinn in Folge. Analysten hatten im Schnitt aber acht Cent erwartet. Während der Finanzkrise musste die Bank mit 45 Milliarden Dollar Staatshilfen gestützt werden. rtr

VOLKSWAGEN

Tarifverhandlungen beginnen

Für die rund 100 000 Volkswagen-Beschäftigten der westdeutschen Werke und der Finanzsparte beginnen heute die Tarifverhandlungen. Im Mittelpunkt steht die Forderung nach mehr Geld. Die IG Metall verlangt eine Anhebung der Entgelte um sechs Prozent. Angesichts immer neuer Rekorde, die der Konzern im vorigen Jahr erreichte, geht die Arbeitnehmervertretung selbstbewusst in die Gespräche mit dem Management. Das Unternehmen hat sich bisher mit Reaktionen auf die Forderung der IG Metall zurückgehalten. Die IG Metall geht von zügigen Verhandlungen aus.IG METALL] dpa

]

TCHIBO

/ ]Kaffeeröster versichert nicht mehr Der Handels- und Kaffeekonzern Tchibo verkauft seit Jahresbeginn keine Versicherungen mehr. Tchibo wolle sich auf sein Kaffee- und Non-Food-Geschäft konzentrieren und darüber hinaus nur solche Dienstleistungen anbieten, die gute Wachstumschancen hätten, sagte Tchibo am Dienstag. Das seien Reisen, Energie und Mobilfunk. Tchibo hatte bis Ende des vergangenen Jahres Versicherungen des Unternehmens Asstel angeboten und sich einen Streit mit Verbraucherverbänden eingehandelt, der zur Zeit vor Gericht ausgetragen wird. Dabei geht es darum, ob Tchibo den strengen Regeln eines Versicherungsvermittlers unterworfen ist oder lediglich als Tippgeber betrachtet wird. dpa

GLAXOSMITHKLINE

Pharmakonzern rutscht ins Minus

Die angekündigten Rückstellungen in Milliardenhöhe haben GlaxoSmithKline am Dienstag weiter ins Minus gedrückt. Die Titel des Pharmaherstellers gehörten in London mit einem Abschlag von 2,1 Prozent auf 530 Pence zu den größten Verlierern, nachdem sie am Montag bereits zwei Prozent eingebüßt hatten. Das Unternehmen hatte erklärt, wegen der Kosten für Rechtsstreitigkeiten im vierten Quartal 2010 voraussichtlich in die roten Zahlen gerutscht zu sein. „Diese Nachricht wirkt sich negativ aus, vor allem, weil die Forderungen in den USA im Zusammenhang mit den Vertriebspraktiken von Glaxo noch höher ausfallen könnten als angenommen“, sagte Analyst Tero Weckroth von Kepler. rtr

SCHWÄBISCH HALL

Bausparkasse wächst

Die Bausparkasse Schwäbisch Hall verzeichnete 2010 nach vorläufigen Zahlen einen Anstieg des Bausparneugeschäfts um fast 14 Prozent auf eine Bausparsumme von 28,7 Milliarden Euro. 902 000 Verträge seien abgeschlossen worden, sagte Vorstandschef Matthias Metz am Dienstag in Stuttgart. Das seien 100 000 mehr als im Vorjahr. Den Marktanteil baute der Branchenprimus nach Angaben des Managers um einen halben Prozentpunkt auf 28,6 Prozent aus. Im Krisenjahr 2009 war das Neugeschäft noch um gut 20 Prozent eingebrochen. dpa

OHB

Galileo kostet viel mehr

Das ehrgeizige Satelliten-Navigationssystem Galileo kommt die Europäer weit teurer zu stehen als bisher bekannt. Allein für den Aufbau der Technik veranschlagt die EU-Kommission jetzt insgesamt 5,3 Milliarden Euro – rund 1,9 Milliarden Euro zusätzlich. Dies geht aus einem Bericht hervor, den Industriekommissar Antonio Tajani am Dienstag vorstellte. Deutschland pocht trotz der Kostensteigerung auf einen vollständigen Aufbau des Galileo-Systems. Zu den neuen Zahlen hieß es am Dienstag aus Kreisen der Bundesregierung, bei der Entwicklung so komplexer Systeme seien höhere Kosten in der Praxis fast unvermeidlich. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar