UNTERNEHMEN : UNTERNEHMEN

BAYER

Millionen-Entschädigung gezahlt

Der deutsche Pharmakonzern Bayer und drei weitere Pharmahersteller zahlen mehrere Millionen Euro für Menschen, die sich in den 1980er Jahren durch HIV-verseuchte Blutkonserven infiziert haben sollen. Mit den US-Anwälten, die die Mehrheit der Kläger vertreten, sei eine juristische Einigung erzielt worden, bestätigte Bayer am Dienstag. Weitere Angaben zu der gezahlten Summe oder zur Zahl der Betroffenen wurden nicht gemacht. Wie es aus informierten Kreisen hieß, trat die Vereinbarung im vergangenen Jahr in Kraft, nachdem sie von 90 Prozent der Kläger, das sind rund 2000 Menschen, akzeptiert wurde. Den betroffenen Unternehmen, neben Bayer auch der US-Konzern Baxter, wurde vorgeworfen, zwischen 1978 und 1985 verseuchte Blutprodukte vertrieben zu haben. AFP

BOEING/AIRBUS

Aufträge in Milliardenhöhe

Seattle - Der US-Flugzeugbauer Boeing hat einen Milliardenauftrag von Alaska Airlines erhalten. Die Fluggesellschaft bestellte 15 Maschinen des Typs 737, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Die Bestellung hat laut Preisliste einen Gesamtwert von 1,3 Milliarden Dollar. Allerdings sind bei Flugzeugbestellungen Rabatte in zweistelliger Prozenthöhe üblich. Die Thomas Cook Group bestellte bei Airbus zwölf neue Jets der modernisierten A321-Version. Laut Preisliste hat der Auftrag einen Gesamtwert von knapp 1,2 Milliarden US-Dollar. dpa

FRAPORT

Flughafenbetreiber erhöht Dividende

Der Flughafenbetreiber Fraport hat seinen Gewinn nach Steuern im abgelaufenen Jahr kräftig gesteigert. Im Geschäftsjahr 2010 hat Fraport nach eigener Einschätzung ein Nachsteuerergebnis von rund 270 Millionen Euro erwirtschaftet nach 152 Millionen Euro im Jahr davor, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Zurückzuführen sei das Plus unter anderem auf die Auflösung von Rückstellungen, die für mögliche Steuernachzahlungen gebildet worden seien. Die Aktionäre sollen nun von der positiven Ergebnisentwicklung profitieren: Die Dividende soll für 2010 um zehn Cent auf 1,25 Euro je Aktie steigen. Fraport will am 11. März vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2010 veröffentlichen. rtr

AMERICAN EXPRESS

Umsatz steigt im Schlussquartal

Der US-Finanzkonzern American Express hat dank einer Geschäftsbelebung im vierten Quartal mehr umgesetzt als im Vorjahreszeitraum. Der Anbieter von Kreditkarten teilte am Montagabend nach Börsenschluss mit, seine Erlöse um 13 Prozent auf 7,3 Milliarden Dollar gesteigert zu haben. American Express führte die Verbesserung auf die steigende Kauflust seiner Kunden und höhere Gebühren zurück. In der vergangenen Woche hatte der Visa-Rivale bereits mitgeteilt, im Schlussquartal 1,1 Milliarden Dollar verdient zu haben und 550 Stellen infolge einer Umstrukturierung streichen zu wollen. rtr

TEXAS INSTRUMENTS

Chiphersteller steigert Gewinn

Der US-Chiphersteller Texas Instruments (TI) hat im vergangenen Quartal deutlich mehr verdient und umgesetzt als vor Jahresfrist. Der Gewinn sei auf 942 Millionen Dollar von 655 Millionen Dollar im Vorjahrszeitraum gestiegen, teilte der Konkurrent von Intel und Advanced Micro Devices (AMD) am Montag nach Börsenschluss mit. Eine schwache Nachfrage nach Speicherchips in der Unterhaltungselektronik sei von starken Umsätzen mit Industriekunden mehr als ausgeglichen worden. Der Umsatz stieg parallel von drei Milliarden Dollar auf 3,53 Milliarden Dollar und lag ebenfalls leicht über den Expertenprognosen. Für das erste Quartal 2011 rechnet der Konzern mit einem Umsatz zwischen 3,27 und 3,55 Milliarden Dollar. rtr

HERTZ

Autovermieter überrascht

Die Geschäfte des Autovermieters Hertz sind 2010 unerwartet gut verlaufen. Das Unternehmen gab am Montagabend bekannt, seine im Herbst erhöhte Prognose für 2010 wohl übertroffen zu haben. An seiner Umsatzprognose mit 7,5 bis 7,7 Milliarden Dollar hielt das in New Jersey ansässige Unternehmen fest. Hertz ist mit knapp 8000 Stationen das weltweit größte Mietwagenunternehmen. rtr

RODENSTOCK

Brillenhersteller ist gerettet

Der größte deutsche Brillenhersteller Rodenstock ist nach einer monatelangen Zitterpartie gerettet. Nach schwierigen Verhandlungen einigte sich das hoch verschuldete Unternehmen mit den Banken auf eine weitere Finanzierung. Damit sei der Weg für eine nachhaltige Sanierung des Unternehmens mit seinen rund 4000 Mitarbeitern geebnet, teilte Rodenstock am Dienstag in München mit. Im Zuge der Vereinbarung übernehmen die Banken 49 Prozent an Rodenstock, die restlichen Anteile gehören dem Finanzinvestor Bridgepoint. Zu den Details der Finanzierung äußerte sich Rodenstock nicht. Nach Informationen aus Branchenkreisen sitzt das Unternehmen auf einem Schuldenberg von 300 Millionen Euro.  dpa

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