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KNEISSL

Skihersteller meldet Insolvenz an

Der Erfinder des Carvingskis ist pleite: Der österreichische Skihersteller Kneissl hat am Dienstag Insolvenz angemeldet. Das Landesgericht Tirol eröffnete daraufhin sogleich das Konkursverfahren, nachdem eine vom Konkursrichter gesetzte letzte Frist nicht genutzt werden konnte. Die Verbindlichkeiten der Kneissl Holding GmbH sollen sich auf 6,8 Millionen Euro belaufen, hinzu kommen Schulden der Kneissl Tirol GmbH sowie der Kneissl Star Lounge GmbH in Gesamthöhe von 16,5 Millionen Euro. Die Firma erzielte 2009 einen Jahresumsatz von neun Millionen Euro. Die Zahlungsschwierigkeiten waren seit Monaten bekannt. dpa

ARCELOR-MITTAL

Preise und Nachfrage steigen

Der weltgrößte Stahlhersteller ArcelorMittal rechnet vor allem wegen der Branchenerholung in den USA mit anziehenden Preisen. 2011 werde besser ausfallen als das vergangene Jahr, teilte der Konzern mit. Vor allem in den USA sei ein deutliches Anziehen der Nachfrage spürbar, China wachse moderat und in Europa würden die Lager gefüllt, sagte Finanzchef Aditya Mittal. Eine Entwarnung für den schwächelnden Bausektor in Europa gab das Unternehmen nicht. Die Stahlbranche leidet seit Mitte des vergangenen Jahres unter sinkenden Margen. Grund sind die stark gestiegenen Rohstoffpreise etwa für Eisenerz, die in der Regel nicht so schnell an die Kunden weitergegeben werden können. rtr

ENBW

Versorger steigert Gewinn kräftig

Der deutsche Versorger EnBW tritt wegen steigender Ausgaben für seine Atomkraftwerke beim Ökostrom auf die Bremse. EnBW werde Minderheitsbeteiligungen im Wert von 1,8 Milliarden Euro verkaufen, die Investitionen um ein Drittel kürzen und ein Sparprogramm über 300 Millionen Euro auflegen, da beim Betrieb der Atommeiler milliardenschwere Abgaben an den Staat fällig werden und der Strompreis sinke. Bereits 2011 werde das operative Ergebnis schrumpfen, kündigte Vorstandschef Hans-Peter Villis am Dienstag in Karlsruhe an. Angesichts eines stärkeren Wettbewerbs müsse EnBW daher bei Investitionen in Wasserkraft, aber auch beim Bau konventioneller Kraftwerke „zurückrudern“. Die anziehende Konjunktur bescherte EnBW im vergangenen Jahr dennoch einen Rekordumsatz von 17,5 Milliarden Euro, 12,5 Prozent mehr als 2009. Der Konzernüberschuss kletterte um die Hälfte auf 1,17 Milliarden Euro.rtr

SWATCH

Uhrenhersteller verdient bestens

Der Uhrenkonzern Swatch hat 2010 einen Rekordgewinn gemacht. Unterm Strich blieben 1,08 Milliarden Franken (829 Millionen Euro) übrig, wie das Schweizer Unternehmen am Dienstag in Biel mitteilte. Die Swatch Group – zu der auch die Marken Tissot, Omega, Longines und Rado zählen – verdiente damit 41,5 Prozent mehr als 2009. Der Gewinn lag auch mehr als sechs Prozent über dem bisherigen Rekord von 2007. Der Umsatz kletterte 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 18,8 Prozent auf rund 6,1 Milliarden Franken. Die höhere Produktion und Preiserhöhungen sind die Gründe für das Gewinn- und Umsatzplus. dpa

FIAT

Berlusconi mischt sich ein

In die Debatte über eine Fusion des italienischen Autobauers Fiat mit dem US-Konzern Chrysler schaltet sich jetzt auch Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi ein. Berlusconi werde am Samstag mit Fiat-Chef Sergio Marchionne zusammentreffen, teilte die italienische Regierung am Montagabend mit. Dabei dürfte es besonders um Äußerungen Marchionnes am vergangenen Freitag in San Francisco gehen, wonach innerhalb von drei Jahren ein gemeinsames Unternehmen mit Hauptsitz in den USA gebildet werden könnte. Diese Ankündigung hatte in Italien Empörung ausgelöst. An dem Spitzentreffen am Samstag sollen Regierungsangaben zufolge auch Wirtschaftsminister Giulio Tremonti, Industrieminister Paolo Romani und weitere Kabinettsmitglieder teilnehmen. Fiat hatte im Januar seinen Anteil an Chrysler von 20 auf 25 Prozent aufgestockt. AFP

UBS

Schweizer Bank über den Berg

Die Schweizer Großbank UBS befreit sich aus der tiefsten Krise ihrer Unternehmensgeschichte: Zum ersten Mal seit drei Jahren schrieb UBS wieder schwarze Zahlen. Der Überschuss betrug im vergangenen Jahr 7,2 Milliarden Schweizer Franken (rund 5,5 Milliarden Euro), wie die Bank am Dienstag in Zürich mitteilte. Der Gewinn lag leicht unter den Erwartungen der Experten – allerdings konnte die Bank mehr Geld einsammeln als prognostiziert. Einige Händler äußerten sich aber enttäuscht, weil die UBS die Erwartungen speziell bei der Nettoneugeldentwicklung in der Vermögensverwaltung verfehlte.  Das Nettoneugeld ist für die Bank, einem der weltweit größten Vermögensverwalter, von großer Bedeutung. Die Bank zählt zu den größten Verlierern der Finanzkrise. Sie hatte zwischen 2007 und 2009 Verluste von knapp 30 Milliarden Franken angehäuft. dpa

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