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PFIZER

Sparkurs verhilft zu mehr Gewinn

Der weltgrößte Pharmakonzern Pfizer hat im ersten Quartal 2011 dank seines Sparkurses mehr Gewinn als im Vorjahr eingefahren. Während der Umsatz in den ersten drei Monaten auch wegen rückläufiger Erlöse auf dem Heimatmarkt USA mit 16,5 Milliarden Dollar auf dem Niveau des Vorjahres stagnierte, kletterte der Überschuss um zehn Prozent auf 2,2 Milliarden US-Dollar, teilte das Unternehmen, das seine Deutschlndzentrale in Berlin hat, am Dienstag mit. Der Merck & Co-Konkurrent fährt seine Forschung und Entwicklung zurück und stellt seine Sparten auf den Prüfstand, hieß es weiter. dpa

VOLKSWAGEN

Neue Bestmarken im Blick

Europas größter Autobauer Volkswagen hat dank des kräftigen Rückenwinds aus dem ersten Quartal weitere Bestmarken für 2011 fest im Blick. „Wir gehen davon aus, dass unser Konzern noch mehr Fahrzeuge verkaufen, noch mehr Umsatz erzielen und ein noch höheres operatives Ergebnis einfahren wird als im Rekordjahr 2010“, sagte Vorstandschef Martin Winterkorn bei der Hauptversammlung am Dienstag in Hamburg. Wegen der satten Gewinne schlug die Führung vor, die Dividende zu erhöhen. Kern der Unternehmensentwicklung von VW bleibe die Mehrmarken-Strategie, sagte Winterkorn. Die Integration von Porsche als zehnte Marke des Konzerns werde auf jeden Fall weiter vorankommen. „Allerdings liegen nach wie vor einige nicht unerhebliche steuerliche und juristische Hürden vor uns“, schränkte Winterkorn ein. Das Ziel, bis spätestens 2018 zum weltgrößten Autohersteller aufzusteigen, bleibe aber in Reichweite. dpa

LUFTHANSA

Japan und Arabien belasten

Die Lufthansa gibt sich trotz der Erdbeben- und Atomkatastrophe in Japan und der Unruhen in Nordafrika optimistisch für das laufende Jahr. Das operative Ergebnis solle weiter gesteigert werden, sagte Konzern-Chef Christoph Franz am Dienstag auf der Hauptversammlung in Berlin. Sparprogramme in allen Geschäftsfeldern würden fortgesetzt. Die Lufthansa erwarte eine positive Nachfrageentwicklung und ein entsprechendes Umsatzwachstum. Laufe alles wie geplant, werde auch für 2011 eine Dividende ausgeschüttet, betonte Franz. Laut Franz hat sich zu Jahresbeginn die Zahl der Passagiere um fast sieben Prozent in den Kerngeschäftsfeldern erhöht. Die transportierten Frachtmengen seien im ersten Quartal um 18 Prozent gestiegen. Die Japan-Katastrophe sowie die Unruhen in Arabien hätten das Ergebnis mit knapp 40 Millionen Euro belastet. Auch das Jahresergebnis werde davon betroffen sein, kündigte Franz an. rtr

ECKERT & ZIEGLER

Gewinn legt um 25 Prozent zu

Das erste Quartal 2011 verlief für Eckert & Ziegler erfolgreich. Der Spezialist für isotopentechnische Anwendungen in Medizin, Wissenschaft und Industrie konnte die Umsätze in allen Segmenten steigern, teilte das Berliner Unternehmen am Dienstag mit. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg der Umsatz um zehn Prozent auf 28,2 Millionen Euro. Dieser Wert sei der zweitbeste jemals erreichte Quartalsumsatzwert. Noch stärker als die Umsätze sind die Erträge gewachsen. Das Vorsteuerergebnis legte um 25 Prozent auf sechs Millionen Euro zu. Eckert & Ziegler gehört mit rund 550 Mitarbeitern zu den weltweit größten Anbietern von Komponenten für Strahlentherapie und Nuklearmedizin. Tsp

AMAZON

Neuer Online-Shop für Schuhe

Der weltgrößte Internet-Händler Amazon heizt den Wettbewerb beim Online-Verkauf von Schuhen und Taschen in Deutschland an. Zusätzlich zu seinem bisherigen Angebot startet der US-Konzern den Shop Javari.de mit zunächst 8500 Modellen von 180 Marken. Gegen Rivalen wie Zalando oder Mirapodo will Amazon mit einem Jahr Rückgabefrist und einer zweiwöchigen Tiefpreisgarantie sowie einem schnellen kostenlosen Versand punkten. In Großbritannien und Frankreich betreibt Amazon bereits Shops unter diesem Namen. dpa

MASTERCARD

Kauflaune treibt Kreditkartenumsatz
Der US-Kreditkartenanbieter Mastercard hat seinen Gewinn dank der gewachsenen Kauflust der Verbraucher um fast ein Viertel gesteigert. Der weltweite Branchenzweite nach seinem heimischen Rivalen Visa wies am Dienstag für das erste Quartal ein Ergebnisplus von 24 Prozent auf 562 Millionen Dollar oder 4,29 Dollar je Aktie aus. Die Einnahmen kletterten zum Vorjahr um 15 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar. Damit schnitt das Unternehmen besser ab als von Analysten erwartet. Die Aktien reagierten mit Kursaufschlägen von knapp drei Prozent. Angesichts der immer strenger werdenden Regulierung der Branche und der starken Konkurrenz durch Visa treibt Mastercard-Chef Ajay Banga die Expansion im Ausland voran. Er hofft, etwa durch neue, mobile Zahlungssysteme in Schwellenländern mit wenig Kreditkartenverbreitung das Geschäft anzukurbeln. rtr

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