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GENERAL MOTORS

Opel schreibt weiter Verluste

Opel fährt weiter hohe Verluste ein. Im ersten Quartal 2011 verlor der US-Mutterkonzern General Motors in seinem Europageschäft um Opel und die kleinere britische Schwester Vauxhall operativ 390 Millionen Dollar (263 Millionen Euro). Immerhin konnte Opel das Minus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum etwas verringern. Damals hatte Europa mit 477 Millionen Dollar in den Miesen gestanden. Konzernweit hat GM dagegen schon seit Jahren nicht mehr so gut verdient wie im ersten Quartal, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte: Starke Autoverkäufe und die Trennung von Anteilen an ehemaligen Tochterfirmen trieben den Konzerngewinn in den ersten drei Monaten des Jahres auf 3,2 Milliarden Dollar. Noch 2009 stand der größte US-Autobauer vor dem Kollaps und brauchte Staatshilfe. dpa

SKYPE

Google und Facebook interessiert

New York- Der Onlinetelefondienst Skype weckt Begehrlichkeiten bei den Großen der Internet-Branche. Facebook und Google sollen ihr Interesse an der früheren Ebay-Tochter signalisiert haben, die sich in Besitz von Finanzinvestoren befindet, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von zwei mit der Angelegenheit vertrauten Personen. Unklar ist bisher, ob sie einen Kauf oder ein Joint-Venture anstreben. Nach Aussage eines Insiders nahm Facebook-Chef Mark Zuckerberg bereits an Übernahmegesprächen teil. Eine andere Person sagte, dass Facebook wie auch Google jeweils eine Gemeinschaftsfirma zusammen mit dem in Luxemburg ansässigen Unternehmen anstrebten. Die Verhandlungen seien noch ganz im Anfangsstadium. rtr

CONTINENTAL

Rohstoffpreise belasten

Der Autozulieferer Continental hat dank kräftig gestiegener Autoabsätze das beste Quartalsergebnis seit Jahren erzielt. Allerdings blickt der Hannoveraner Konzern mit Sorge auf die hohen Rohstoffkosten. „Das zweite Quartal wird noch etwas mehr belastet sein“, sagte Finanzchef Wolfgang Schäfer am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. An der Börse sackte die Aktie prompt ab: Das Papier war mit minus 3,9 Prozent zeitweise größter Verlierer im Nebenwerteindex M-Dax. Conti zeigte sich dennoch zuversichtlich, die Kosten über Preisanhebungen weiterreichen zu können. An seinen Jahreszielen hielt das Unternehmen fest. Der Konzern peilt einen Umsatzanstieg um zehn Prozent auf einen Rekordwert von mehr als 28,5 Milliarden Euro an und eine bereinigte Rendite von 9,7 Prozent. Im ersten Quartal verbuchte der Konzern einen Gewinnsprung von 62 Prozent auf 368 Millionen Euro. rtr

SWISS RE/ZURICH FINANCIAL

Verlust niedriger als erwartet

Die verheerenden Naturkatastrophen in den Pazifik-Staaten haben die beiden größten Schweizer Versicherer Swiss Re und Zurich Financial im ersten Quartal 2011 Milliarden gekostet. Der Rückversicherer Swiss Re muss für Schäden von 2,3 Milliarden Dollar geradestehen, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Der Erstversicherer Zurich schulterte für die Erdbeben in Japan und Neuseeland sowie die Flut in Australien Belastungen von 517 Millionen Dollar. Swiss Re erwartet, dass die Häufung von Naturkatastrophen 2011 zu einem Jahr mit einer der höchsten Belastungen überhaupt für die Branche machen dürfte. rtr

AIRBUS

US-Konkurrenz überholt

Dank neuer treibstoffsparender Maschinen hat der europäische Flugzeugbauer Airbus seinen US-Rivalen Boeing im Rennen um neue Aufträge hinter sich gelassen. Airbus verzeichnete von Januar bis April 169 Bruttobestellungen, Boeing kam auf 153. Dabei profitierte die Tochter des Rüstungs- und Raumfahrtkonzerns EADS von der großen Nachfrage nach dem neuen verbrauchsärmeren Modell der A320-Mittelstreckenjets. Vor allem eine neun Milliarden Dollar schwere Bestellung von 100 Maschinen des A320neo durch die Flugzeugleasing- Sparte ILFC des US-Versicherungskonzerns AIG schlug zu Buche. Bei den Nettoaufträgen – nach Stornierungen – hat allerdings Boeing mit 106 zu 90 im bisherigen Jahresverlauf die Nase vorn. rtr

UBS

Betrug kostet 160 Millionen Dollar

Betrügereien bei kommunalen Anleihen in den Vereinigten Staaten kommen die UBS teuer zu stehen. Die Schweizer Großbank willigte nach langwierigen Ermittlungen in Vergleiche mit den US-Behörden ein und zahlt nun insgesamt 160 Millionen Dollar (108 Millionen Euro), um die Angelegenheit aus der Welt zu schaffen. Das Geld kommt hauptsächlich den Geschädigten zugute: Städten und anderen öffentlichen Einrichtungen. Die UBS übernahm am Mittwoch die Verantwortung für die Verfehlungen ihrer früheren Mitarbeiter. In mehr als 100 Transaktionen sollen die UBS-Banker geschummelt haben. Nach Erkenntnissen des Justizministeriums hatten die Bankmitarbeiter das Bieterverfahren manipuliert, mit denen die Kommunen die beste Geldanlage finden sollten. dpa

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