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SAAB

Chinesen springen nicht ein

Die Hoffnung auf eine Rettung aus China für Saab hat sich vorerst zerschlagen: Der Vertrag über den millionenschweren Einstieg des chinesischen Konzerns Hawtai sei geplatzt, teilte der Besitzer von Saab, der niederländische Sportwagenbauer Spyker, am Donnerstag mit. Demnach fehlten die nötigen Zusagen vonseiten Dritter. Spyker hatte den Einstieg von Hawtai erst Anfang Mai verkündet. Die Chinesen wollten 150 Millionen Euro in Saab investieren und einen Anteil von 29,9 Prozent an dem schwedischen Traditionsunternehmen übernehmen. In dieser „strategischen Allianz“ wollten beide Unternehmen zusammen Autos in China verkaufen. Welche Zusagen genau Hawtai nicht hatte, konnte Spyker nicht sagen. In Schweden waren zuletzt aber auch Zweifel an der Seriosität von Hawtai aufgekommen. AFP

NYCOMED

Japaner bieten 8,7 Milliarden Euro

Japans größter Pharmakonzern Takeda will sich ein Sprungbrett in Wachstumsmärkte schaffen und greift deshalb nach dem Schweizer Arzneimittelhersteller Nycomed. Wie zwei Personen mit Kenntnis des Vorgangs am Donnerstag sagten, bietet Takeda mehr als eine Billion Yen (8,7 Milliarden Euro) für das Züricher Unternehmen in Privatbesitz. Nycomed betreibt ein Werk in Oranienburg mit 470 Mitarbeitern. Die Verhandlungen zwischen beiden Unternehmen befinden sich in der Endrunde, auch wenn ein Abschluss noch einige Zeit in Anspruch nehmen könnte, sagte ein Insider. Nycomed und Takeda wollten sich nicht zu den Berichten äußern. rtr/Tsp

GOOGLE

Software konkurriert mit Windows

Computer mit dem neuen Betriebssystem Chrome OS von Google werden ab Juni erhältlich sein. Das System ist auf Laptops von Acer und Samsung vorinstalliert, die Nutzer ab 15. Juni kaufen können, wie Google am Mittwoch in den USA ankündigte. Chrome OS, mit dem Google Microsoft mit seinem Betriebssystem Windows angreift, macht das Internet zum Prinzip: Das Google-System ist eigentlich nicht mehr als ein Internetbrowser, alle Anwendungen laufen online, und die Daten werden dort gespeichert. Die Rechner mit Chrome OS sollen blitzschnell starten – in acht Sekunden können ihre Nutzer laut Google loslegen. AFP

NISSAN

Renault-Partner schreibt Gewinne

Der japanische Renault-Partner Nissan Motor ist trotz der Katastrophe in Japan im letzten Quartal aus der Verlustzone gefahren. Wie das Unternehmen am Freitag bekannt gab, fiel im Schlussquartal des am 31. März abgelaufenen Geschäftsjahres ein Nettogewinn von 30,8 Milliarden Yen (265 Millionen Euro) an. Im Vorjahr machte das Unternehmen einen Verlust von 11,6 Milliarden Yen. Der Umsatz erhöhte sich um zehn Prozent. Nissan ist der einzige der drei führenden japanischen Autobauer, der trotz der Katastrophe das Nettoergebnis im Berichtsquartal verbessern konnte. Toyota und Honda hatten Rückgänge von 77 und 38 Prozent verbucht. dpa

EVONIK

Gewinne ermöglichen Schuldenabbau

Dank hoher Nachfrage hat der Spezialchemiekonzern Evonik im ersten Quartal seinen Gewinn deutlich gesteigert. Der Erlös stieg im Vergleich zum Vorjahr um 49 Prozent auf 431 Millionen Euro und damit deutlich stärker als der Umsatz, wie Evonik mitteilte. Die Erlöse wuchsen um 22 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. Das Unternehmen nutzte Erlöse aus dem Verkauf der Mehrheit an seiner Energiesparte Steag, um die Schulden um mehr als ein Viertel abzubauen. dpa

SKY DEUTSCHLAND

TV-Kanal sendet Hoffnungszeichen

In den ersten drei Monaten des Jahres hat der defizitäre Bezahlsender Sky Deutschland deutlich mehr Kunden hinzugewonnen. Wie erwartet, bleibt das Sorgenkind im Medienimperium von Rupert Murdoch aber tief in den roten Zahlen. Murdochs News Corp. hatte in den vergangenen zwölf Monaten auf verschiedenen Wegen rund 448 Millionen Euro in den verlustreichen Bezahlsender gepumpt. Unter dem Strich zählte das frühere Premiere zwischen Januar und März 73 000 neue Abonnenten, insgesamt sind es nun 2,726 Millionen. Nach eigenen Angaben werden drei Millionen Kunden gebraucht, um Geld zu verdienen. dpa

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