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MICROSOFT

Klage gegen EU-Strafe

Der US-Softwarekonzern Microsoft hat sich im Streit um ein Rekordbußgeld einen Schlagabtausch mit der EU-Kommission vor Gericht geliefert. Die Strafe von 899 Millionen Euro wegen jahrelang zu hoher Lizenzgebühren sei unrechtmäßig und müsse annulliert werden, forderte der Anwalt von Microsoft am Dienstag in Luxemburg vor dem EU-Gericht erster Instanz. Microsoft hatte gegen die 2008 von der EU-Behörde verhängte Strafe geklagt. Es war das bis dahin höchste EU- Bußgeld aller Zeiten gegen ein einzelnes Unternehmen. Das Urteil wird Ende 2011 oder 2012 erwartet. dpa

REWE

Nicht zufrieden mit Penny

Der Handelskonzern Rewe will in den kommenden Monaten sein Sorgenkind Penny wieder auf Kurs bringen. Mit der Entwicklung der Discount-Tochter könne Rewe nicht zufrieden sein, sagte Rewe-Chef Alain Caparros am Dienstag in Köln. Penny hatte 2010 in Deutschland einen Umsatzrückgang um 1,2 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro verbucht. Nun sollten Logistik, Frische und Läden verbessert werden. Der Rewe-Konzern – ohne selbstständige Händler und Beteiligungen – steigerte seinen Umsatz im vergangenen Jahr auf 39 Milliarden Euro (plus 3,4 Prozent). Der Gewinn vor Zinsen und Steuern lag mit 502,3 Millionen Euro in etwa auf Vorjahresniveau (499,7 Millionen Euro). dpa

T-ONLINE

Fusion mit Telekom rechtmäßig

Die Verschmelzung von T-Online mit der Deutschen Telekom ist im Jahr 2005 korrekt über die Bühne gegangen. Die ehemaligen T-Online-Aktionäre, die sich durch das Geschäft benachteiligt fühlen, sind vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert (1 BvR 2658/10). Die obersten Richter nahmen ihre Beschwerde am Dienstag in Karlsruhe nicht zur Entscheidung an. Die Aktionäre seien nicht in ihren Verfassungsrechten verletzt. Zudem wies das Gericht die Vorwürfe zurück, die Telekom habe den Börsenwert von T-Online manipuliert. Dafür gebe es keine Anhaltspunkte. Die elf Beschwerdeführer hatten sich gegen das Verfahren der Verschmelzung gewandt. Danach bekamen T-Online-Aktionäre für 25 Anteilsscheine 13 Aktien der Telekom.dpa

ARA

Joint Venture mit Wortmann geplatzt

Die geplante Zusammenarbeit der Schuhproduzenten Ara und Wortmann beim Auslandsgeschäft mit der Traditionsmarke Salamander ist geplatzt. Wegen gravierender kartellrechtlicher Bedenken sei das Joint Venture nicht machbar, teilten am Dienstag Ara aus Langenfeld und Wortmann aus Detmold mit. Die kartellrechtlichen Vorgaben für eine Zusammenarbeit von Konkurrenten hätten sich gerade in vergangener Zeit verschärft, hieß es. Zudem gebe das Kartellamt keine „Freigabeerklärung mit Vertrauensschutz“. dpa

FOXCONN

Werke in China werden geschlossen

Der weltgrößte Elektronikhersteller Foxconn hat nach einer tödlichen Explosion in einem chinesischen Werk Ende vergangener Woche alle Standorte in China mit vergleichbarer Produktion geschlossen. Betroffen seien alle Werke, die Elektronikbauteile oder fertige Produkte polieren, teilte Foxconn mit. Derzeit untersuchten Justiz und Regierungsbehörden noch die Ursache für das Unglück. Bei der Explosion im Werk von Jongfujin Precision Electronics im Südwesten Chinas waren am Freitag drei Menschen ums Leben gekommen, 15 weitere wurden verletzt. Dort wird der Tablet-Computer iPad 2 von Apple zusammengebaut. AFP

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