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REPOWER

Hamburger produzieren in Indien

Der indische Windkraftanlagenbauer Suzlon greift immer stärker in das Geschäft seiner deutschen Tochter Repower ein. Das Hamburger Unternehmen kündigte am Dienstag an, dass künftig aus Kostengründen auch in Indien produziert wird. So soll die Zwei-Megawatt-Baureihe für die Märkte in Australien und Nordamerika künftig am Standort des Mutterkonzerns im indischen Padubidri gebaut werden. Repower verteidigte den Schritt mit dem hohen Wettbewerbsdruck in der Branche. Der Schritt gehe aber nicht zulasten der deutschen Produktionsstätten. Suzlon hält rund 95 Prozent der Repower-Anteile und steht kurz vor der Komplettübernahme. dpa

OPEL

Marktanteil in Europa wächst

Der krisengeplagte Autobauer Opel freut sich über wachsenden Zuspruch der Kunden: Die deutsche GM-Tochter steigerte im Mai den Europa-Marktanteil den siebten Monat in Folge, wie das Unternehmen am Dienstag in Rüsselsheim mitteilte. Der Anteil am Europageschäft (mit Deutschland) sei inzwischen auf 6,3 Prozent geklettert – nach 5,8 Prozent im Mai des Vorjahres. Das sei ein Plus von 24 000 Autos. In den ersten fünf Monaten zusammen seien die Verkäufe um mehr als 55 000 Fahrzeuge auf 534 000 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen (plus 11,6 Prozent). Der durchschnittliche Europa-Marktanteil für diesen Zeitraum liege inzwischen bei 6,25 Prozent – 0,25 Punkte besser als in den ersten fünf Monaten 2010. dpa

NOKIA

Fitch senkt Kreditwürdigkeit

Die Hiobsbotschaften für den einst gefeierten Handy-Marktführer Nokia nehmen kein Ende. Nachdem das Unternehmen anhaltend Boden gegenüber asiatischen Konkurrenten und Apples iPhone verliert, hat die Ratingagentur Fitch am Dienstag die Note für die Kreditwürdigkeit der Finnen gesenkt. Deshalb muss Nokia nun damit rechnen, schwerer an Geld zu kommen und für Kredite höhere Zinsen zu zahlen. Fitch senkte das Rating gleich um zwei Stufen von „BBB+“ auf „BBB-“ und sprach überdies von einem „negativen Ausblick“. Das bedeutet, dass eine weitere Herabstufung droht. Noch hat Nokia verglichen mit Schulnoten eine knapp befriedigende Kreditwürdigkeit; dann würde der Konzern auf ein „ausreichend“ abrutschen. Nur wenige namhafte Großkonzerne stehen derart schlecht da. dpa

MAN

LKW-Bauer lehnt VW-Offerte ab

München - MAN hat wie erwartet das Übernahmeangebot von Volkswagen als zu niedrig abgelehnt. Zugleich steht der Münchner Lastwagen- und Dieselmotorenbauer den Plänen der Wolfsburger für eine Allianz mit der schwedischen VW-Tochter Scania unter dem Dach von VW aber weiter aufgeschlossen gegenüber. Vorstand und Aufsichtsrat des Dax-Konzerns bekräftigten am Dienstag in einer Stellungnahme „die industrielle Logik“ eines solchen Bündnisses. Volkswagen hatte mit der überraschenden Aufstockung der VW-Anteile an MAN auf mehr als 30 Prozent Ende Mai ein Pflichtangebot vorlegen müssen – und kann nach Ablauf der Angebotsfrist seine Anteile weiter ausbauen. Die Situation ist kurios, denn MAN-Chefaufseher Ferdinand Piëch steht auch bei Volkswagen an der Spitze des Aufsichtsrats und gilt als die treibende Kraft hinter der Idee eines gemeinsamen Lastwagen-Konzerns. In den vergangenen Jahren war die Allianz aber nur wenig vorangekommen. dpa

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