UNTERNEHMEN : UNTERNEHMEN

LUFTHANSA

Mehr Gäste, weniger Auslastung

Die Lufthansa hat im ersten Halbjahr dank starker Nachfrage deutlich zugelegt. Zusammen mit ihren Töchtern Swiss, Austrian Airlines (AUA), British Midland und Germanwings beförderte Europas größte Fluggesellschaft 50,2 Millionen Passagiere, 10,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie die Lufthansa am Montag in Frankfurt mitteilte. Die Auslastung sank allerdings um 1,9 Prozentpunkte, da nicht jedes zusätzlich angebotene Ticket einen Käufer fand. Der Konzern hatte sein Angebot um 11,9 Prozent ausgeweitet. Im Frachtgeschäft zeigte die Entwicklung ebenfalls nach oben. Lufthansa Cargo kam im ersten Halbjahr auf 953 000 Tonnen Fracht, ein Plus von 14,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das wirtschaftliche Ergebnis für die ersten sechs Monate soll am 28. Juli veröffentlicht werden. dpa

TOGNUM

Russen bestellen Gasmotoren

Der Motorenbauer Tognum hat in Russland Aufträge im Wert von rund sechs Millionen Euro an Land gezogen. Das Friedrichshafener Unternehmen baut zwei Energieanlagen mit Gasmotoren für zwei russische Energiekonzerne. Die Aggregate sollen im Herbst 2011 an Gazprom und eine Tochter der Erdölgesellschaft Rosneft geliefert werden, wie Tognum am Montag mitteilte. Tognum hatte erst kürzlich sein Engagement in Russland verstärkt. Die Schwaben gründeten zusammen mit der russischen Transmashholding (TMH) ein Gemeinschaftsunternehmen zum Bau von Motoren für Lokomotiven, Minenfahrzeuge und Schiffe. Das neue gemeinsame Werk soll in Kolomna südöstlich von Moskau entstehen. Der Motorenbauer war vor kurzem von Daimler und Rolls-Royce übernommen worden. dpa

Dunkin’ Donuts will an die Börse

Bangalore - Der Donut-Hersteller Dunkin' Brands strebt einen milliardenschweren Börsengang in New York an. Der US-Konzern setzte am Montag die Preisspanne für den Ausgabekurs der Aktie auf 16 bis 18 Dollar fest. Damit wird das in 57 Ländern vertretene Unternehmen mit rund 2,3 Milliarden Dollar bewertet. Laut dem Zulassungsantrag an die Börsenaufsicht rechnet Dunkin’ Brands mit Einnahmen von rund 350 Millionen Dollar. Diese will der Konzern unter anderem zum Abbau von Schulden nutzen. 2005 hatte ein Konsortium der Privatinvestoren Bain Capital, Carlyle Group und Thomas H. Lee Partners den Hersteller von Donuts und Baskin-Robbins-Eis für 2,4 Milliarden Dollar gekauft. Nach dem Börsengang bleibt das Dreier-Gespann mit drei Vierteln an dem Unternehmen beteiligt. rtr

RENAULT

Autobauer verkauft so viel wie nie

Der französische Autobauer Renault hat im ersten Halbjahr 2011 von der kräftigen Nachfrage aus Schwellenländern profitiert und damit einen Einbruch im Heimatmarkt mehr als kompensiert. Zwischen Januar und Juni habe Renault bei der Zahl der verkauften Fahrzeuge mit 1,4 Millionen - einem Plus von 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr - eine neue Bestmarke gesetzt, teilte das Unternehmen am Montag in Paris mit. Während Renault im Ausland 20 Prozent mehr Autos verkaufte und besonders in Brasilien und Russland erfolgreich war, sank der Absatz in Frankreich um 9,9 Prozent. dpa

SANOFI

Dermatologie-Tochter wird verkauft

Der französische Pharmakonzern Sanofi trennt sich für 425 Millionen Dollar von seiner Dermatologie-Tochter. Dermik gehe an die kanadische Valeant Pharmaceuticals, teilte Sanofi mit. Damit konzentriere das Unternehmen sich weiter auf das Kerngeschäft. Sanofi hatte schon zuvor angekündigt, die Dermatologiesparte in den USA und Kanada abzustoßen. Sanofi bewegt sich mit dem Schritt im Trend der Branche, die seit einiger Zeit wieder stärker zu ihren Kerngeschäften zurückkehrt. So sucht Pfizer einen Interessenten für sein Geschäft mit Tiermedizin und -nahrung. rtr

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