UNTERNEHMEN : UNTERNEHMEN

ERGO

Lustreise beschäftigt Justiz

Nach der Lustreise von Versicherungsvertretern nach Budapest ermittelt die Hamburger Staatsanwaltschaft gegen zwei frühere Manager der Hamburg-Mannheimer. Der Versicherungskonzern Ergo habe Strafanzeige gestellt und damit das Verfahren ausgelöst, sagte Oberstaatsanwalt Wilhelm Möllers am Mittwoch. Ergo hatte die Markennamen Hamburg-Mannheimer und Victoria im vergangenen Jahr vom Markt genommen und durch den Holding-Namen ersetzt. „Die Strafanzeige erhebt den Vorwurf der Untreue zum Nachteil der Gesellschaft“, sagte Möllers. Im Juni 2007 hatte der Strukturvertrieb der Hamburg-Mannheimer in Budapest eine Sex-Orgie mit Prostituierten für seine 100 besten Vertreter organisiert.dpa

PRAKTIKER

Vorstandschef tritt zurück

Der Chef des Baumarktkonzerns Praktiker tritt zurück. Vorstandschef Wolfgang Werner habe den Aufsichtsratsvorsitzenden Kersten von Schenck am Mittwoch darüber informiert, dass er sein Mandat niederlege, teilte das Unternehmen mit. Von Schenck habe Werner gebeten, seine Aufgaben solange weiter wahrzunehmen, bis der Aufsichtsrat die Nachfolge geregelt habe. Damit sei sicher gestellt, dass der Vorstand zu keiner Zeit führungslos sei. Die Aktie drehte nach der Mitteilung ins Plus. Praktiker hatte zuletzt gegen den Branchentrend Umsatzrückgänge verbucht und Marktanteile verloren. rtr

WESTLB

Investor greift nach Westimmo

Die WestLB spricht nur noch mit dem Finanzinvestor Apollo über den Verkauf ihrer Tochter Westimmo. Die WestLB verhandele auf „exklusiver Basis“ mit Apollo, teilte das Geldhaus am Mittwoch mit. Auflagen der EU-Kommission zwingen die WestLB zum Verkauf des Mainzer Immobilien-Finanzierers. Bereits seit Monaten ringt sie mit Investoren um eine Lösung. In Finanzkreisen hatte es schon Anfang Juli geheißen, Apollo sei der einzig verbliebene Bieter für die Mainzer Immobilienbank. Knackpunkt in den Verhandlungen seien weniger die gebotenen rund 400 Millionen Euro als die offenen Haftungsfragen, hatte damals ein Insider gesagt. rtr

TELEKOM

Interesse an Einstieg in Belgien

Die Deutsche Telekom ist einem Medienbericht zufolge an einem Einstieg beim größten belgischen Telekom-Unternehmen Belgacom interessiert. Der Bonner Konzern habe Anfang des Jahres bei der belgischen Regierung nachgehakt, ob es Pläne gebe, einen Teil der Staatsmehrheit an Belgacom zu verkaufen, berichtete die belgische Tageszeitung „Le Soir“ unter Verweis auf eine namentlich nicht genannte Quelle. Die Unwägbarkeiten der belgischen Politik hätten weitere Verhandlungen aber verhindert. Bis heute hat das Land immer noch keine Regierung. Ein Telekom-Sprecherin wollte den Bericht nicht kommentieren. dpa

YAHOOO

Schwäche bei Anzeigen

Der Internetkonzern Yahoo kämpft weiterhin mit einem schrumpfenden Geschäft. Im zweiten Quartal sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 23 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar (840 Millionen Euro). Firmenchefin Carol Bartz sprach unter anderem von einer „Schwäche“ bei der Display-Werbung – das sind grafische Anzeigen auf Webseiten. Eigentlich sind diese „Banner“ das Steckenpferd von Yahoo, doch der große Rivale Google dringt immer weiter in diese Domäne vor. Immerhin konnte Yahoo die Kosten senken – und so verbesserte sich der Gewinn um elf Prozent auf unterm Strich 237 Millionen Dollar. dpa

ALSTOM

Mehr Aufträge, weniger Umsatz

Aufträge aus Schwellenländern geben dem französischen Siemens-Rivalen Alstom neuen Schwung. Der Konzern verbuchte im ersten Geschäftsquartal 44 Prozent mehr Aufträge, die sich auf insgesamt fünf Milliarden Euro beliefen. Gefragt seien in den Boom-Ländern vor allem Produkte für die Stromgewinnung, sagte Konzernchef Patrick Kron. In den drei Monaten bis Ende Juni musste Alstom jedoch einen Umsatzrückgang um zwölf Prozent auf 4,5 Milliarden Euro verkraften. Der Hersteller der Hochgeschwindigkeitszüge TGV wurde durch die Auftragsflaute während der Krise belastet. Die Anleger straften Alstom an der Pariser Börse ab. rtr

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