UNTERNEHMEN : UNTERNEHMEN

RYANAIR

Hohe Treibstoffkosten belasten

Kräftig gestiegene Kerosinkosten zehren am Gewinn von Europas größtem Billigflieger Ryanair. Das irische Unternehmen steigerte das Nettoergebnis im abgelaufenen Quartal lediglich um ein Prozent auf 139 Millionen Euro. Der Umsatz stieg dagegen um 29 Prozent auf 1,16 Milliarden Euro. Ryanair profitierte dabei vor allem von Zusatzeinnahmen wie Gebühren für Handgepäck oder dem Bordverkauf von Getränken und Snacks. Auch beförderte Ryanair drei Millionen Passagiere mehr. Zwischen April und Juni kostete der Treibstoff 140 Millionen Euro mehr als zur gleichen Zeit im Vorjahr, wie Ryanair am Montag mitteilte. Das Unternehmen setzt nun auf gute Geschäfte zur Hauptreisezeit im Sommer und hält deswegen an seiner Jahresprognose fest. rtr

RESEARCH IN MOTION

Jeder zehnte Job fällt weg

Die starke Konkurrenz durch Apples iPhone sowie die Android-Smartphones kostet jeden zehnten Mitarbeiter des Blackberry-Herstellers Research in Motion (RIM) seinen Job. Weltweit müssten rund 2000 Leute gehen, teilte das Unternehmen mit. Die betroffenen Mitarbeiter würden ab dieser Woche informiert, hieß es am Firmensitz im kanadischen Waterloo. Sie sollen Abfindungen erhalten. RIM hatte bereits vor einem Monat einen Stellenabbau angekündigt, ohne allerdings Details zu nennen. Nun erklärte der Konzern, das am Ende noch 17 000 Beschäftigte übrig bleiben sollten. RIM gehörte zwar zu den Pionieren bei Smartphones, ist inzwischen aber in der Gunst der Kunden abgerutscht. dpa

NORDEX

Windturbinen für Schottland

Nordex hat in Schottland einen Auftrag über 21 Windturbinen erhalten. Der 52,5-Megawatt-Windpark soll ab August 2012 an der schottischen Nordküste errichtet werden, wie die Hamburger Firma ankündigte. Auftraggeber sei ein Gemeinschaftsunternehmen, an dem der norwegische Energiekonzern Statkraft die Mehrheit halte. Zum Auftragsvolumen machte Nordex keine Angaben. rtr

BANK OF IRELAND

Privatinvestoren steigen ein

Ein Lichtblick für die am Boden liegende irische Bankenbranche: Eine Gruppe privater Investoren steigt für 1,1 Milliarden Euro bei der Bank of Ireland ein und verhindert damit die Verstaatlichung. Die Regierung kündigte den überraschenden Anteilsverkauf am Montag an. Ursprünglich war erwartet worden, dass der Staat über die derzeit laufende milliardenschwere Kapitalerhöhung auch beim größten Geldhaus des Landes die Kontrolle übernehmen muss, da das Interesse der Altaktionäre bis dato gering war. Börsianer sprachen von einem wichtigen Meilenstein für die Regierung, die nun offenkundig wieder Investoren aus dem Ausland anlocken könne: Die Aktie legte fast neun Prozent zu, bleibt aber ein Pennystock. Vor der Finanzkrise hatte das Papier einmal fast zwölf Euro gekostet. rtr

CANON

Jahresprognose angehoben

Der japanische Kamerahersteller Canon rechnet mit einer überraschend schnellen Erholung von den Folgen des schweren Erdbebens vom 11. März. Der Weltmarktführer bei Digitalkameras hob am Montag seine nach dem Beben reduzierte Jahresprognose wieder an. Im abgelaufenen Quartal kosteten Canon die Produktionsausfälle wegen der Katastrophe allerdings rund 31 Prozent des Betriebsgewinns. Die Produktion läuft seit Ende Juni wieder normal. Canon rechnet im Gesamtjahr nun mit einem operativen Gewinn von umgerechnet 3,37 Milliarden Euro. rtr

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