UNTERNEHMEN : UNTERNEHMEN

DAIMLER

Zetsche will nach vorn

Im Dreikampf der deutschen Premium- Marken hat Daimler-Chef Dieter Zetsche Platz eins als Ziel ausgerufen. „Auf Dauer können und werden wir uns nicht mit einem guten zweiten oder gar dritten Platz zufriedengeben“, schrieb der Vorstandsvorsitzende an die Belegschaft. BMW und Audi waren im ersten Halbjahr profitabler als Daimler mit den Marken Mercedes, Smart und Maybach. Bei der Umsatzrendite liegt Daimlers Pkw-Sparte mit 10,7 Prozent nur auf Rang drei. Audis 11,8 Prozent sind klar besser. BMW soll sogar noch weiter vorne liegen. „Einige unserer Wettbewerber wachsen aktuell schneller und profitabler als wir“, schrieb Zetsche. Er bezeichnete das aber als „Momentaufnahmen“. „Wir sind Daimler, wir wollen ganz nach vorn! Und wenn es dafür etwas braucht, was wir noch nicht haben, dann werden wir es angehen und aufbauen.“ dpa

EON

Drei Standorte in Gefahr

Eon-Chef Johannes Teyssen will dem Magazin „Spiegel“ zufolge drei Standorte schließen und hunderte Arbeitsplätze streichen. Betroffen seien die Energiesparte in München, die Kraftwerkstochter in Hannover und die Eon-Ruhrgas in Essen. Es gebe dazu bereits einen Vorstandsbeschluss. „Wir kommentieren den Bericht nicht“, sagte ein Unternehmenssprecher. „Infolge der erheblich veränderten Rahmenbedingungen prüft Eon derzeit Anpassungen der Strategie und der Aufstellung des Unternehmens.“ Mittelfristig, so der Bericht, wolle Teyssen den Konzern in eine europäische Aktiengesellschaft (SE) mit weniger Gewerkschaftseinfluss umwandeln. dpa

CENTROTHERM

Allein auf Wachstumskurs

Der Solarausrüster Centrotherm schließt Übernahmen weitgehend aus. „In unserem Kerngeschäft wollen wir vornehmlich organisch wachsen. Zukäufe, um Marktanteile zu erobern, kommen für uns nicht infrage“, sagte Finanzvorstand Thomas Riegler der „Börsen-Zeitung“. Centrotherm habe den Anspruch, Technologieführer zu sein. In diesem Jahr werde das Unternehmen aus Blaubeuren fast 50 Millionen Euro investieren – so viel wie noch nie. Für das Rekordjahr 2010 mit einem operativen Gewinn (Ebit) von 75,4 Millionen Euro sollen die Aktionäre erstmals eine Dividende von 50 Cent erhalten. rtr

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