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EON 

Verdi kritisiert Standortschließung

Die Pläne zur Auflösung von drei zentralen Eon-Standorten in Deutschland haben die Gewerkschaften überrascht. Verdi und die IG BCE stehen einer Verschmelzung der Standorte München, Essen und Hannover auf die Konzernzentrale in Düsseldorf skeptisch gegenüber. Das sei kaum machbar, sagte Verdi-Sprecher Christoph Schmitz am Montag. „Es ist schwer vorstellbar, dass solche Pläne ohne Abstriche durch den Aufsichtsrat gehen.“ Die IG BCE verwies auf eine Vereinbarung, wonach betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2012 ausgeschlossen seien. Der „Spiegel“ hatte berichtet, dass Eon drei große Standorte schließen und hunderte Arbeitsplätze streichen will. Der Konzern wollte den Bericht am Montag nicht bestätigen. dpa

MTU

Triebwerksbauer hebt Prognose an

Der Triebwerkshersteller MTU hat dank brummender Service-Geschäfte seine Jahresprognose angehoben. Bei stagnierendem Umsatz von 1,35 Milliarden Euro kletterte im ersten Halbjahr das Betriebsergebnis (Ebit) binnen Jahresfrist um knapp 14 Prozent auf 144,1 Millionen Euro. „Das ist das beste Halbjahresergebnis in der Geschichte der MTU“, sagte Konzernchef Egon Behle am Montag. „Vor diesem Hintergrund passen wir unsere Prognose für das Gesamtjahr nach oben an. Wir rechnen für 2011 jetzt mit einem bereinigten Ebit von 325 Millionen Euro.“ Bislang war der Vorstand von einem Betriebsergebnis von gut 311 Millionen Euro ausgegangen. rtr

MICROSOFT

Widerspruchsfrist bei Bing gestartet Für den neuen Online-Panoramadienst Bing Maps Streetside von Microsoft hat die Widerspruchsfrist begonnen. Wer die Fassade seiner Wohnung oder seines Hauses nicht in dem Internet-Kartendienst abgebildet haben will, kann über ein Online-Formular der Veröffentlichung widersprechen. Die Frist läuft bis zum 30. September. Im Vorfeld sind nach Angaben von Microsoft-Manager Thomas Baumgärtner rund 500 Anfragen zur Verpixelung eingegangen. „Wir erwarten jetzt aber keinen Ansturm“, sagt Baumgärtner. Bing Maps Streetside soll im September live geschaltet werden.dpa

HONDA

Gewinn bricht wegen des Bebens ein

Die Folgen des Erdbebens in Japan machen dem japanischen Autobauer Honda schwer zu schaffen. Der Gewinn von April bis Juni sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 88,3 Prozent auf 31,7 Milliarden Yen (derzeit 286,6 Millionen Euro), teilte der Konzern am Montag in Tokio mit. Neben der Naturkatastrophe habe auch die Aufwertung des Yen zu dem Einbruch beigetragen. Japans drittgrößter Autohersteller erhöhte aber seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr (bis Ende März 2012) von 195 Milliarden auf 230 Milliarden Yen. Der Umsatz fiel um 27,4 Prozent auf 1,71 Billionen Yen – vor allem wegen des Autogeschäfts, das um 35,1 Prozent auf 1,17 Milliarden Yen einbrach.dpa

HSBC

Britische Bank plant Stellenabbau

Die britische Großbank HSBC plant trotz Gewinnsteigerung einen radikalen Stellenabbau. Im Zuge des Konzernumbaus sollen in den kommenden Jahren 30 000 Stellen wegfallen. Allein in diesem Jahr würden 5000 Stellen gestrichen, bis 2013 weitere 25 000, sagte Finanzvorstand Iain Mackay am Montag bei der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen. Die deutschen Mitarbeiter müssten nicht um ihre Arbeitsplätze bangen. Die Bank teilte mit, bei den 2500 Mitarbeitern der Tochter HSBC Trinkaus seien keine Streichungen geplant. Zuletzt beschäftigte der Konzern 300 000 Menschen. dpa

MERCK

Konzern verlängert Biotech-Allianz

Das Biotechunternehmen Morphosys vertieft seine Allianz mit dem US-Pharmakonzern Merck. Beide Unternehmen hätten einen auslaufenden Kooperationsvertrag verlängert und erweitert, um Antikörper zur Entwicklung neuer Impfstoffe zu finden, teilte Morphosys am Montag mit. Merck bekommt in der Folge die nächsten Jahre Zugang zum Antikörper-Angebot von Morphosys. Die Firma aus Martinsried bei München erhält eine jährliche Lizenzgebühr, zu dessen Höhe sich beide Seiten nicht äußerten. rtr

ARCELOR MITTAL

Stahlkonzern will Kohlefirma

Der australische Kohleproduzent Macarthur Coal hat ein Übernahmeangebot des weltgrößten Stahlkonzerns Arcelor Mittal und des US-Rohstoffkonzern Peabody zurückgewiesen. Was Peabody und Arcelor Mittal böten, sei nicht genug, teilte der Kohleförderer am Montag mit. Macarthur Coal empfahl den Aktionären, auf bessere Angebote zu warten. Die Aktien des Unternehmens stiegen, weil Investoren ein höheres Angebot erwarteten. Es belief sich auf rund 4,7 Milliarden australische Dollar (3,6 Milliarden Euro) – 15,66 Dollar pro Aktie. Damit lag es 45 Prozent über dem durchschnittlichen Börsenkurs des vergangenen Monats. rtr

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