UNTERNEHMEN : UNTERNEHMEN

HENKEL

Konzern hebt Preise an

Der Konsumgüterkonzern Henkel hat Klebstoffe, Waschmittel und Kosmetikprodukte teurer gemacht. Es sei gelungen, in allen Unternehmensbereichen höhere Preise durchzusetzen, sagte der Vorstandsvorsitzende Kasper Rorsted in Düsseldorf. „Wegen der gestiegenen Rohstoffpreise wollen wir auch in der zweiten Jahreshälfte weiter Preiserhöhungen durchsetzen.“ Der Dax-Konzern hat im zweiten Quartal bei Umsatz und Gewinn erneut zugelegt. Der Umsatz stieg von April bis Juni um 1,6 Prozent auf 3,95 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis erhöhte sich um 27,5 Prozent auf 537 Millionen Euro. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 366 Millionen Euro, nach 273 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. dpa

BERLIN HYP

Kerngeschäft floriert

Der Immobilienfinanzierer Berlin Hyp hat die griechische Schuldenkrise im ersten Halbjahr gut weggesteckt. Zwar musste das Institut auf seinen Bestand an griechischen Staatsanleihen knapp sechs Millionen Euro abschreiben, wie es am Mittwoch mitteilte. Doch das florierende Kerngeschäft machte das mehr als wett. Der Gewinn vor Steuern stieg in den ersten sechs Monaten von 33 Millionen im Vorjahr auf nun 56 Millionen Euro. Auch im Gesamtjahr peilt die Tochter der Landesbank Berlin (LBB) ein Ergebnisplus an. Die Griechenland-Abschreibungen der Berlin Hyp sind bereits in den 95 Millionen Euro an Wertberichtigungen enthalten, die die LBB zu Wochenbeginn ausgewiesen hatte. Die LBB kassierte wegen der Belastungen ihr Jahresziel. rtr

AOL

Aktie geht in den Keller

Der Internetkonzern AOL hat an einem Tag gut ein Viertel seines Börsenwerts verloren. Auslöser für den Kurssturz am Dienstag war ein abermaliger Quartalsverlust und eine schlechter als erwartet ausgefallene Prognose. Am Mittwoch setzte die Aktie ihre Talfahrt fort. An der Börse mehren sich die Zweifel, dass es Konzernchef Tim Armstrong gelingt, den Online-Pionier von einem Zugangsanbieter zu einem werbefinanzierten Internet-Medienhaus umzubauen. Dabei war der Verlust im Quartal mit 11,8 Millionen Euro um ein Vielfaches geringer als das Loch von 1,05 Milliarden ein Jahr zuvor. Der Umsatz sank zwar um acht Prozent auf 542,2 Millionen Dollar. Dabei gelang es aber, die Werbeerlöse um fünf Prozent auf 319 Millionen Dollar zu steigern. dpa

NESTLE

Starker Franken belastet

Dem weltgrößten Lebensmittelkonzern Nestlé macht der starke Franken schwer zu schaffen. Der Umsatz des Schweizer Unternehmens sackte im ersten Halbjahr 2011 um 12,9 Prozent auf 41 Milliarden Schweizer Franken (38,7 Milliarden Euro) ab, teilte das Unternehmen mit. Vor allem Wechselkurseffekte sowie Verkäufe und Akquisitionen wirkten sich negativ aus. Der Gewinn des Konzerns mit bekannten Marken wie Maggi, Alete, Mövenpick und Nespresso stagnierte mit 4,7 Milliarden Franken auf dem Niveau des Vorjahres. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern sank auf 6,2 Milliarden Franken. Weltweit arbeiten bei Nestlé rund 280 000 Menschen. dpa

DOUGLAS

Einzelhändler verdient wieder

Nach einem Einbruch im ersten Geschäftshalbjahr hat der Einzelhandelskonzern Douglas im dritten Quartal wieder Boden gutgemacht. Von April bis Juni stieg der Umsatz um 2,9 Prozent auf 742,6 Millionen Euro, wie Douglas in Hagen mitteilte. In Deutschland stieg der Umsatz um sechs Prozent, während das Auslandsgeschäft rückläufig war (minus 2,8 Prozent). Unter dem Strich standen mit 3,3 Millionen Euro (Vorjahr: minus 2,4 Mio) wieder schwarze Zahlen. Von Oktober bis März waren die Zahlen schlechter als in der Vorjahresperiode, weil Ostern 2011 erst im April lag. Douglas ist mit seinen Parfümerien, Buchhandlungen (Thalia), Schmuckfilialen (Christ) und Süßwarenläden (Hussel) besonders abhängig von „Geschenke-Festen“ wie Ostern und Weihnachten. dpa

GAGFAH

Wohnungen billiger verkauft

Weniger lukrative Wohnungsverkäufe haben den Immobilienkonzern Gagfah im zweiten Quartal in die Verlustzone gedrückt. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von 22 Millionen Euro in den Büchern nach einem Gewinn von knapp zehn Millionen Euro im Vorjahreszeitraum, wie Gagfah am Mittwoch mitteilte. Deutschlands größte börsennotierte Wohnungsgesellschaft verkaufte zuletzt Tausende Wohnungen, die nicht mehr zum Kernbestand zählen, und zwar zu niedrigeren Preisen als sonst. Das führte zu hohen Abwertungen des Wohnungsbestands durch die Gutachter, denn diese Wohnungen sind zum Teil noch nicht aus der Bilanz verschwunden. Operativ lief es dagegen besser. rtr

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