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SIEMENS

Windgeschäft kommt nach Hamburg

Der Siemens-Konzern will sein stark wachsendes Windgeschäft auf neue Beine stellen und künftig aus Hamburg steuern. Dort werde in der kommenden Woche die Weltzentrale für das Windenergiegeschäft ihre Arbeit aufnehmen, sagte Siemens-Vorstand Michael Süß am Montag in der Hansestadt. Siemens erwirtschaftete zuletzt rund 3,2 Milliarden Euro Umsatz mit Windenergie und beschäftigt in der Sparte 7800 Mitarbeiter, davon 1000 in Deutschland. Der Auftragsbestand habe den Rekordwert von fast elf Milliarden Euro erreicht, und bei Offshore-Windparks, dem am schnellsten wachsenden Marktsegment, sei Siemens Marktführer. Süß erwartet, dass sich die Zahl der Arbeitsplätze in den kommenden Jahren verdoppelt. dpa

BOEING

Erster „Dreamliner“ ausgeliefert

Der lang erwartete „Dreamliner“ von Boeing soll das Reisen über den Wolken revolutionieren: Mit mehr als drei Jahren Verspätung liefert der US-Flugzeugbauer die erste 787 aus. Die japanische All Nippon Airways (ANA) übernahm am Montag den ersten von insgesamt 55 bestellten Langstreckenjets. Damit soll eine neue Ära in der Luftfahrt beginnen. Erzrivale Airbus wird sein Konkurrenzmodell A350 voraussichtlich erst ab Ende 2013 ausliefern. Der „Dreamliner“ wartet nach Boeing-Angaben mit größeren Fenstern, einer angenehmeren Luft und einem geringeren Spritverbrauch auf als bisherige Typen. Eigentlich hätte der erste „Dreamliner“ schon im Mai 2008 ausgeliefert werden sollen. Von den Bestellungen her ist die 787 bereits ein Bestseller. dpa

DAIMLER

China genehmigt Lkw-Unternehmen

Daimler hat nach gut einem Jahr grünes Licht für eine gemeinsame Lastwagen-Firma mit der chinesischen Foton Motors bekommen. Die Behörden im Fernen Osten hätten die Pläne für das Joint Venture zum Bau von mittleren und schweren Lkw genehmigt, teilte der Stuttgarter Konzern am Montag mit. „Wir sind künftig mit 50 Prozent an Beijing Foton Daimler Automotive beteiligt und werden dadurch unsere ohnehin schon starke Position auf dem chinesischen Markt weiter festigen“, erklärte Daimler-Chef Dieter Zetsche. Foton baut derzeit Kapazitäten auf, um künftig jährlich 160 000 Lastwagen über sechs Tonnen produzieren zu können. rtr

COCA COLA

Konzern investiert in Russland

Der US-Getränkeriese Coca Cola verstärkt seine Präsenz in Russland und will in den nächsten fünf Jahren drei Milliarden US-Dollar (2,23 Milliarden Euro) im größten Land der Erde investieren. Unternehmenschef Muhtar Kent eröffnete am Montag nahe der südrussischen Großstadt Rostow ein 120 Millionen Dollar teures Werk. Die Fabrik mit einer Jahresleistung von 450 Millionen Litern soll die Olympischen Winterspiele in Sotschi 2014 mit Getränken versorgen. dpa

BAYERN LB

Gribkowsky muss vor Gericht

Der ehemalige Risikochef der BayernLB, Gerhard Gribkowsky, muss sich ab Oktober in einem aufwendigen Strafverfahren verteidigen. Das Landgericht München ließ die Klage der Staatsanwaltschaft gegen den 53-Jährigen ohne Änderungen zu, wie die Justiz am Montag mitteilte. Der Prozess werde am 24. Oktober beginnen. Es seien zunächst 26 Termine bis Mitte Januar 2012 angesetzt. Falls nötig, wird das Verfahren um den Verkauf der BayernLB-Beteiligung an der Rennsportserie Formel 1 danach fortgesetzt. Dutzende Zeugen sollen vernommen werden, darunter vermutlich auch der Formel-1-Chef Bernie Ecclestone. Die Ankläger werfen Gribkowsky unter anderem Bestechlichkeit, Untreue und Steuerhinterziehung vor. Der Ex-Manager weist die Vorwürfe zurück. rtr

BILFINGER BERGER

Baukonzern kauft zu

Bilfinger Berger setzt seine Einkaufstour mit der Übernahme des Anlagenbauers Rosink fort. Mit dem Kauf des 160 Mitarbeiter zählenden Unternehmens aus Niedersachsen, das auf Heizflächenreinigungssysteme spezialisiert ist, stärke Bilfinger seinen Geschäftsbereich Kraftwerkswartung, teilte der Bau- und Dienstleistungskonzern am Montag mit. Rosink habe eine Jahresleistung von 25 Millionen Euro und arbeite hochprofitabel. Mit dem Kauf gingen auch wichtige Patente auf Bilfinger über. rtr

DEUTSCHE POST

Firmen müssen mehr Porto zahlen

Die Deutsche Post dreht an der Preisschraube: Geschäftskunden sollen in Deutschland ab 2012 mehr für Express-Briefe, -Päckchen und -Pakete zahlen. Im Durchschnitt wolle die Tochter DHL Express die Preise für Sendungen innerhalb Deutschlands und aus der Bundesrepublik ins Ausland von Januar an um 3,5 Prozent erhöhen, teilte der Konzern am Montag mit. Für die Verbraucher solle sich nichts ändern, betonte der Konzern: „Die Preise für Filialprodukte bleiben von der Erhöhung unberührt.“ Außerhalb Deutschlands würden die Preise zwischen zwei und 4,9 Prozent steigen.rtr

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