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LUFTHANSA

Mehr Passagiere, weniger Fracht

Die Lufthansa hat auch im September mehr Fluggäste befördert. Im vergangenen Monat sind 9,94 Millionen Passagiere mit den Airlines des Lufthansa-Konzerns geflogen, 3,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie Deutschlands größte Fluggesellschaft am Mittwoch mitteilte. Mehr Gäste verzeichnete die Airline vor allem auf Kurzstrecken sowie auf den Langstrecken nach Amerika und Asien. Einen Rückgang gab es allerdings auf den Verbindungen in den Nahen Osten und Afrika. Die Unruhen in der Region dämpfen schon länger die Nachfrage. Die Auslastung sei im September im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,5 Prozentpunkte auf 80,1 Prozent gesunken. Das Frachtaufkommen, ein wichtiger Frühindikator für die weitere Entwicklung der Wirtschaft, ging bei der Konzerntochter Lufthansa Cargo um 4,1 Prozent auf 170 000 Tonnen zurück. rtr

CHIQUITA/PACIFIC FRUITS

Kartell muss Millionenstrafe zahlen

Verbraucher in Südeuropa haben Mitte des vergangenen Jahrzehnts zu viel für Bananen bezahlt. Der Bananen- Konzern Pacific Fruits muss eine Geldbuße von 8,9 Millionen Euro in die EU-Kasse zahlen, weil er mit dem Konkurrenten Chiquita illegal Preise absprach, entschied die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel. Chiquita kommt ohne Strafe davon, da das Unternehmen die EU-Kartellwächter über die Absprachen informiert hatte. Betroffen waren laut Kommission Märkte in Italien, Griechenland und Portugal in den Jahren 2004 und 2005. Bereits 2008 bestrafte Brüssel Preisabsprachen bei Bananen in nördlichen EU-Mitgliedsstaaten, darunter auch Deutschland. Damals mussten die betroffenen Unternehmen eine Geldbuße von insgesamt 60,3 Millionen Euro zahlen. dpa

GUCCI

Luxuskonzern tauscht Manager aus

Nach Vorwürfen über schlechte Arbeitsbedingungen hat die italienische Modemarke Gucci in China mehrere leitende Angestellte ausgetauscht. „Gucci unterstützt und toleriert die Fehler nicht, die dem Unternehmen vorgeworfen werden“, erklärte der Modekonzern. Fünf ehemalige Angestellte einer Filiale im südchinesischen Shenzhen hatten in einem offenen Brief schwere Vorwürfe erhoben. Sie mussten nach eigenen Angaben unter anderem unbezahlte Überstunden machen und alle aus dem Laden gestohlenen Artikel aus eigener Tasche ersetzen. Zudem hätten sie um Erlaubnis fragen müssen, um Wasser zu trinken oder auf die Toilette zu gehen. Mehrere Angestellte hätten sogar Fehlgeburten erlitten. Die Firma habe eine „ausführliche Untersuchung“ vorgenommen und Konsequenzen gezogen, „darunter der Austausch betroffener leitender Mitarbeiter und des Vize-Filialleiters“, teilte Gucci mit. Die Modemarke, die zum französischen Luxuskonzern PPR gehört, betreibt in der Volksrepublik 42 Geschäfte. AFP

CONTI

Zulieferer will mehr einstellen

Der Autozulieferer Continental will bis zum Jahresende weltweit rund 5500 neue Jobs mit Jungakademikern und Führungstalenten besetzen. „Momentan sind schon fast alle offenen Stellen ausgefüllt“, sagte eine Unternehmenssprecherin am Mittwoch in Hannover. Der Bedarf an Hochschulabsolventen und qualifizierten Berufseinsteigern sei wesentlich höher, als noch Anfang des Jahres angenommen: „Wir hatten erst damit gerechnet, nur 1500 einzustellen.“ Wegen der guten Autokonjunktur habe man die Planzahlen aufgestockt. Allein in Deutschland sollen etwa 600 „Young Professionals“ anheuern. Auch viele eigene Azubis ohne Studienabschluss würden übernommen. Conti-Personalvorstand Heinz-Gerhard Wente ist weiter vor allem auf der Suche nach Ingenieuren und Naturwissenschaftlern. Ökonomen, Juristen und Geisteswissenschaftler hätten aber ebenfalls gute Chancen, hieß es. dpa

SONY

Hacker schlagen erneut zu

Sony ist ein halbes Jahr nach seinem Datenschutz-Debakel erneut Ziel einer Hacker-Attacke geworden. Die Angreifer hätten auf breiter Front versucht, in Nutzer-Konten bei Sonys Online-Diensten einzudringen, teilte der japanische Elektronik-Riese am Mittwoch mit. Das sei in rund 93 000 Fällen gelungen, diese Konten seien gesperrt worden. Die verdächtigen Aktivitäten seien entdeckt und gestoppt worden. Kreditkarten-Daten seien diesmal nicht in Gefahr gewesen. Im April hatten es Unbekannte geschafft, sich Zugang zu Informationen von mehr als 100 Millionen Kunden von Online-Diensten des japanischen Konzerns zu verschaffen. Die neue Attacke betraf laut Sony in der Zeit vom 7. bis zum 10. Oktober das Playstation Network (PSN) für Konsolenspieler sowie die Unterhaltungsdienste Sony Entertainment Network und Sony Online Entertainment. Parallel warnte Sony Käufer seines Fernsehers Bravia vor einer möglichen Erhitzung des Gerätes. Betroffen seien weltweit 1,6 Millionen Apparate, wie viele es in Deutschland verkauft wurden, wurde nicht bekannt. Bei zehn Geräten in Japan habe es Geräuschentwicklungen gegeben, vereinzelt habe sich auch das Plastikgehäuse verformt. dpa

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