UNTERNEHMEN : UNTERNEHMEN

BERTELSMANN

Medienkonzern baut in Asien aus

Europas größter Medienkonzern Bertelsmann verstärkt seine Präsenz im Wachstumsmarkt Asien. Das Unternehmen eröffnete am Freitag in der indischen Hauptstadt Neu Delhi eine Konzernvertretung, wie die Bertelsmann AG am Freitag mitteilte. Es ist neben New York und Peking die dritte Außenstelle der Zentrale weltweit. Für den Konzern zählt Indien neben China und Lateinamerika zu den wichtigsten Wachstumsmärkten. In Indien will das Unternehmen sein Engagement vor allem in den Bereichen digitale Medien und Erwachsenenbildung ausbauen. dpa

PORSCHE

Neue Modelle kommen vorerst nicht

Der Sportwagenhersteller Porsche ist mit einem weiteren Absatzplus ins neue Jahr gestartet. „Im Januar lagen alle unsere Märkte leicht über dem sehr starken Vorjahr“, sagte Porsche-Vertriebsvorstand Bernhard Maier in Stuttgart. Das Unternehmen hatte im vergangenen Jahr knapp 119 000 Wagen verkauft – so viel wie nie zuvor. In der zweiten Jahreshälfte dachten die Schwaben auch laut über Pläne für zwei ganz neue Autos nach. Doch von den Ideen rückten sie nun wieder ab. Weiter vorangetrieben wird die Kooperation mit VW. Spätestens 2018 will Porsche 200 000 Autos verkaufen. dpa

LVMH

Luxus geht immer

Auch in der Krise schreibt der französische Luxusgüter-Konzern LVMH Rekordzahlen. Der Reingewinn lag im vergangenen Jahr bei mehr als drei Milliarden Euro, wie das Unternehmen am späten Donnerstagabend mitteilte. Der Umsatz belief sich auf 23,6 Milliarden Euro, ein Zuwachs um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zugpferd war auch im vergangenen Jahr die Lederwaren-Marke Louis Vuitton mit einem zweistelligen Wachstum. Zu LVMH gehören dutzende Nobelmarken wie Kenzo, Givenchy, Dom Pérignon oder auch Tag Heuer. AFP

ODERSUN

Gehaltszahlungen stocken

Das Solarunternehmen Odersun in Frankfurt (Oder) hat Zahlungsschwierigkeiten. Es gebe eine Verzögerung bei der Auszahlung der Gehälter, bestätigte Sprecherin Jana Ludwig am Freitag. Eine Insolvenzgefahr bestehe allerdings nicht. Das Unternehmen habe bereits einen Investor gefunden. Die Verhandlungen seien in der Endphase, mit einem Abschluss sei in sechs bis acht Wochen zu rechnen. Bis dahin sei kurzfristig eine Finanzierung vorgesehen. dapd

SCHLECKER

Regale füllen sich wieder

Die insolvente Drogeriekette Schlecker wird nach eigenen Angaben wieder auf breiter Front beliefert. „Die Lieferanten halten ihre Zusagen ein“, sagte ein Sprecher am Freitag in Ehingen bei Ulm. Zuletzt hatte es immer wieder Lücken in den Regalen gegeben. Zeitgleich liefen die Gespräche mit Gläubigern wie Belegschaft weiter. Der Betriebsrat und die Gewerkschaft Verdi begrüßten am Freitag die enge Einbindung der Beschäftigten, wie sie in Berlin mitteilten. Schlecker hatte am Montag vergangener Woche Insolvenz angemeldet, wenige Tage später war auch die Tochter Ihr Platz zahlungsunfähig. Betroffen sind deutschlandweit rund 32 000 Beschäftigte in mehr als 6000 Filialen. dpa

GAZPROM

Gaslieferungen werden gedrosselt

Wegen erhöhten Gasbedarfs im eigenen Land im Zuge der Kältewelle hat der russische Energiekonzern Gazprom seine Gaslieferungen in die Europäische Union zurückgefahren. Betroffen seien die acht Länder Polen, Österreich, Italien, Ungarn, Bulgarien, Rumänien, Griechenland und die Slowakei, sagte eine Sprecherin von EU-Energiekommissar Günther Oettinger am Freitag in Brüssel. Alle Länder hätten jedoch versichert, dass vorerst keine Engpässe drohten. Russland habe mitgeteilt, wegen der starken Kälte selbst mehr Gas zu benötigen, und die Verträge zwischen Gazprom und den europäischen Abnehmern sähen für derartige Fälle eine „gewisse Flexibilität“ vor, fügte die Sprecherin hinzu. AFP

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben