UNTERNEHMEN : UNTERNEHMEN

NOKIA

Weitere 4000 Stellen fallen weg

Der kriselnde Handyhersteller Nokia greift erneut zum Rotstift und streicht weitere 4000 Arbeitsplätze. Betroffen ist die Handyfertigung in Finnland, Ungarn und Mexiko, wie der größte Hersteller von Mobiltelefonen am Mittwoch mitteilte. Um die Kosten weiter zu senken soll die Smartphonefertigung nach Asien abwandern. Seit Ende September 2010 summiert sich der Stellenabbau bei den Finnen damit auf mehr als 30 000 Jobs. Damals hatte Stephen Elop die Führung des einst unangefochtenen Weltmarktführers übernommen, der nun vor allem durch die Smartphonekonkurrenz von Apple und Co. unter Druck gerät. rtr

BAYERN LB

Landesbank verklagt Ex-Minister

Die Bayern LB hat Bayerns Ex-Finanzminister Kurt Faltlhauser (CSU) und den früheren Sparkassenpräsidenten Siegfried Naser auf Schadenersatz in Millionenhöhe verklagt. Die Landesbank verlangt von den beiden früheren Vorsitzenden des Verwaltungsrats eine Entschädigung für den milliardenteuren Fehlkauf der österreichischen Hypo Group Alpe Adria (HGAA), wie die Verwaltungsgerichte in München und Würzburg am Mittwoch bestätigten. Insgesamt belaufen sich die Forderungen gegen Faltlhauser, Naser und die bereits verklagten Ex-Vorstände der Bank auf 200 Millionen Euro. Der 2007 eingefädelte Kauf der maroden HGAA hatte den Freistaat mehr als 3,7 Milliarden Euro gekostet. dpa

AIR FRANCE

Streik kostet täglich Millionen

Der Streik bei Air France kostet die ohnehin angeschlagene französische Fluggesellschaft täglich acht bis zehn Millionen Euro. Bei der Summe handele es sich lediglich um eine erste Schätzung, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Air France, wo seit Montag gestreikt wird, muss den Fluggästen Entschädigungen für ausgefallene Verbindungen zahlen. Außerdem bietet die Fluglinie kostenlose Umbuchungen an und rekrutiert zusätzlich Personal, um die Kunden über den Ausstand zu informieren. „Dazu kommt noch der Imageschaden, der nicht in Zahlen zu benennen ist“, fügte der Sprecher hinzu. Seit Montag streiken Piloten, Flugbegleiter und Bodenpersonal von Air France. Die Fluggesellschaft musste deshalb am Mittwoch knapp ein Drittel ihrer Kurz- und Mittelstreckenflüge streichen. AFP

DOUGLAS

Weihnachtsgeschäft lief schlecht

Mitten im Machtkampf mit dem ungeliebten Großaktionär Erwin Müller muss der Handelskonzern Douglas einen Rückgang seines Gewinns verkraften. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011/12 mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft sank das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 12,8 Prozent auf 173,6 Millionen Euro. Ein Grund dafür sind aber auch Sondereffekte – im Vorjahr beflügelte ein Verkauf der Parfümerien in Russland die Gewinne. Der Überschuss schrumpfte nun aber ebenfalls auf 91,7 (93,9) Millionen Euro. Douglas rechnet für das Geschäftsjahr 2011/12 aber weiter mit einem leichten Umsatzplus. rtr

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