UNTERNEHMEN : UNTERNEHMEN

GAZPROM

Gas strömt wieder

Der russische Staatskonzern Gazprom liefert wieder Gas in den Westen. Wegen des extremen Winterwetters hatte Gazprom zunächst den Rekordbedarf auf dem russischen Markt bedient und weniger Gas an die EU verkauft. Die Schuld für die Einbußen von bis zu 30 Prozent gab Gazprom-Vize Alexander Medwedew – wie zuvor bereits Regierungschef Wladimir Putin – der Europäischen Union. Die EU habe einen effizienten Gasmarkt zerstört, erklärte Medwedew am Montag. Mitten in der Krise seien Energiebörsen und erneuerbare Energien daran gescheitert, die erhöhte Nachfrage zu kompensieren. Die EU importiert etwa ein Viertel ihres Gases aus Russland.dpa

UPS

Angebot für TNT Express vorgelegt

Der US-amerikanische Logistikkonzern UPS will den niederländischen TNT Express übernehmen. Die Niederländer hatten zwar am Freitag ein Angebot von UPS von 4,9 Milliarden Euro abgelehnt, es soll aber weitere Gespräche geben. Experten erwarten, dass sich die US-Konzerne UPS und FedEx eine Übernahmeschlacht um TNT Express liefern werden. UPS könnte mit einer Übernahme seine Position in Europa deutlich ausbauen und damit auch der Deutsche-Post-Tochter DHL verstärkt Konkurrenz machen. Eine Post-Sprecherin sagte: „Wir erwarten signifikante wettbewerbsrechtliche Bedenken.“ Der internationale Express-Markt wird von UPS, FedEx, TNT Express und DHL dominiert. rtr

SAMSUNG

LCD-Sparte ausgegliedert

Samsung will seine weltgrößte, aber zuletzt verlustreiche LCD-Sparte in ein eigenständiges Unternehmen ausgliedern. LCD-Bildschirme sind auf dem Rückzug, die Zukunft gehört der neuen OLED-Technik. OLED-Displays versprechen kräftigere Farben und Kontraste und sind dünner und sparsamer, kamen bisher wegen höherer Kosten aber vor allem nur in Smartphones zum Einsatz. Das ändert sich jedoch gerade. Samsungs LCD- Sparte soll am 1. April mit einer Kapitalausstattung von etwa 505,8 Millionen Euro unter dem vorläufigen Namen Samsung Display starten. dpa

SAAB

Youngman hat noch Interesse

Der chinesische Autokonzern Youngman will nun offenbar doch den insolventen schwedischen Autobauer Saab übernehmen. Wie die schwedische Tageszeitung „Svenska Dagbladet“ berichtete, soll Youngman für Saab zwei Milliarden Kronen (269 Millionen Euro) geboten haben. Saab hatte im Dezember Insolvenz beantragt. Als Grund hatte Firmenchef und Mehrheitseigner Victor Muller den Rückzug von Youngman angegeben. Vorausgegangen war die Weigerung des früheren Saab-Eigners General Motors Produktionslizenzen herauszugeben. Nun heißt es, Youngman wolle zwölf Milliarden Kronen in neue Modelle investieren. dpa

LANXESS

Chemiekonzern stellt ein

Der Leverkusener Chemiekonzern Lanxess plant in diesem Jahr rund 1600 neue Arbeitsplätze zu schaffen. Bereits 2011 habe das Unternehmen die Zahl der Arbeitsplätze um mehr als zehn Prozent auf mehr als 16 000 erhöht, sagte Lanxess-Chef Axel Heitmann der „Rheinischen Post“. „Und es wäre schön, wenn wir das in diesem Jahr erneut schaffen würden.“ Ein großer Teil der neu geschaffenen Stellen soll demnach in Deutschland entstehen. Heitmann wies zugleich Berichte zurück, wonach eine Fusion mit Chemiekonzernen wie Evonik und Bayer Material Science geplant sei. AFP

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