UNTERNEHMEN : UNTERNEHMEN

DAIMLER

Zetsche verdient 8,8 Millionen Euro

Eine Reform der Vorstandsvergütung sorgt für einen Dämpfer in der persönlichen Jahresbilanz von Daimler-Chef Dieter Zetsche. Obwohl der Stuttgarter Autokonzern 2011 die besten Zahlen der Unternehmensgeschichte schrieb, bleiben Zetsches Bezüge mit 8,813 Millionen Euro auf dem Niveau von 2010 (8,804 Millionen Euro). Das geht aus dem am Mittwoch präsentierten Geschäftsbericht hervor. Zetsche verliert nach heutigem Stand rund 750 000 Euro beim Bonus (2010: 4,819 Millionen Euro) und bekommt von diesen gut vier Millionen Euro anders als in den Vorjahren zunächst nur die Hälfte ausgezahlt. Der Rest fließt erst in einem Jahr und könnte kleiner ausfallen, falls Daimlers Aktie im Vergleich zur Konkurrenz schlechter abschneidet. Gleichzeitig stieg Zetsches fixe Grundvergütung deutlich auf gut zwei Millionen Euro (2010: 1,53 Millionen Euro). Er bekam außerdem Aktienoptionen für rund 2,6 Millionen Euro. dpa

DEUTSCHE BANK

Ausstieg aus „Todeswette“ möglich

Frankfurt am Main - Eine ethisch zweifelhafte Geschäftsidee fällt der Deutschen Bank auf die Füße: Nach öffentlicher Kritik bietet der Konzern Anlegern den Ausstieg aus dem geschlossenen Fonds „DB Kompass Life 3“ an. Das Produkt ist eine Art Wette auf die Restlebensdauer von etwa 500 Menschen: Sterben die sogenannten Referenzpersonen früher als erwartet, erhöht sich die Rendite der Investoren. „Die Anleger werden in Kürze ein schriftliches Rückkaufangebot erhalten. Damit können sie ihr investiertes Kapital unter Abzug zwischenzeitlich erhaltener Zahlungen zurückerhalten“, teilte die Deutsche Bank am Mittwoch in Frankfurt am Main mit. Damit reagiere die Bank auf die „öffentliche Diskussion um die Berechtigung des Produkts“. dpa

FRANCE TELECOM

Gewinn schrumpft um 20 Prozent

DAIMLER AG]Der französische Telekommunikationskonzern France Télécom hat im vergangenen Jahr einen Einbruch bei seinem Gewinn um 20 Prozent hinnehmen müssen. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen dennoch 3,8 Milliarden Euro, wie France Télécom am Mittwoch in Paris mitteilte. Der Umsatz des Konzerns, der unter der Marke Orange am Markt aktiv ist, ging um 1,6 Prozent auf 45,2 Milliarden Euro zurück. Als Ursache für den Gewinnrückgang gelten die allgemein schwierige Wirtschaftslage, aber auch das Auftreten von Konkurrenten wie Free am französischen Markt. Im vergangenen Jahr konnte France Télécom in Europa lediglich beim Geschäft in Spanien einen Zuwachs beim Umsatz um 4,5 Prozent verzeichnen. In Frankreich ging der Umsatz um 3,3 Prozent zurück. Das Unternehmen hatte Ende 2011 nach eigenen Angaben weltweit 226,3 Millionen Kunden. AFP

SHELL

Expansionspläne in Ostafrika

Der Energiekonzern Shell will sich mit einer milliardenschweren Übernahme den Zugriff auf riesige Gasvorkommen in Ostafrika sichern. Dazu bietet der britisch- niederländische Konzern umgerechnet 1,2 Milliarden Euro für die in Mosambik tätige Gesellschaft Cove Energy. Cove werde den Aktionären empfehlen, die Offerte anzunehmen, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Der Preis von 195 Pence pro Aktie liegt 70 Prozent über dem Kurs Anfang Januar, als Cove erstmals seine Verkaufspläne ankündigte. Die wichtigste Beteiligung von Cove ist ein Anteil in Höhe von 8,5 Prozent an einem immensen Gasvorkommen vor der Küste Mosambiks. Shell ist führend darin, Erdgas durch Kühlung zu verflüssigen und damit für den Export in Tankern aufzubereiten. Auch weitere europäische Ölkonzerne haben in Ostafrika bereits den Fuß in der Tür. Shell war mit großen Ambitionen ins neue Geschäftsjahr gestartet und hatte angekündigt, die Öl- und Gasproduktion bis 2018 um etwa ein Viertel zu steigern. rtr

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