UNTERNEHMEN : UNTERNEHMEN

ARCELOR MITTAL

Stahlkonzern zahlt Millionenstrafe

Der Stahlkonzern Arcelor Mittal ist von einem Gericht im US-Bundesstaat New York zur Zahlung von mehr als 25 Millionen Dollar Schadenersatz an einen schwarzen Angestellten verurteilt worden, der an seinem Arbeitsplatz Opfer rassistischer Diskriminierung geworden war. Die Jurymitglieder seien einstimmig zu dem Schluss gekommen, dass der Konzern für die „verheerenden Arbeitsbedingungen“ in der Fabrik in Lackawanna verantwortlich sei, sagte der Anwalt Ryan Mills am Mittwoch. Arcelor schrieb in einer E-Mail, die Höhe des Schadenersatzes übersteige das vom Gesetz normalerweise zugelassene Maß. AFP

EON

Konzern einigt sich auf Sozialplan
Der Energiekonzern Eon hat sich mit dem Betriebsrat auf Eckpunkte eines Sozialplans geeinigt. Er beinhalte unter anderem Vorruhestands- und Abfindungsregelungen, sagte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag in Düsseldorf zu einem Bericht der „Rheinischen Post“. Eon will im Zuge eines Sparprogramms allein 6000 Stellen in Deutschland streichen. Dies soll sozialverträglich geschehen. Der Vereinbarung zufolge könnten vom Jobabbau betroffene Mitarbeiter ab 54 Jahren vereinbaren, dass sie mit 57 Jahren in den Vorruhestand gehen, erläuterte der Sprecher. dpaEON AG]

WESTLB

Streit um Risiken gelöst

Beim geplanten Verkauf des Sparkassengeschäfts der WestLB an die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) ist der Streit um die Altlasten-Übernahme in Millionenhöhe beigelegt. Das bestätigte ein Vertreter des Sparkassenverbands Westfalen-Lippe am Donnerstag bei einer Expertenanhörung im nordrhein-westfälischen Landtag. Es geht um Risiken aus dem Derivategeschäft von 230 Millionen Euro, die nun auf die WestLB-Abwicklungsbank EAA transferiert werden sollen. EON AG]Auf Druck der EU-Kommission muss die WestLB wegen massiver Staatshilfen bis Ende Juni abgewickelt werden./EON AG] dpa

HEIDELBERGER DRUCK

Verluste vergrößern sich

Trotz einer langsamen Belebung der Nachfrage hält die Durststrecke des weltgrößten Druckmaschinenbauers Heidelberg noch an. Der schon vier Jahre in den roten Zahlen feststeckende Weltmarktführer kündigte am Donnerstag ein weiteres Verlustjahr ohne Dividendenzahlung an und vertröstete die Anteilseigner mit der Rückkehr in die Gewinnzone auf das nächste Geschäftsjahr. „Es wird dieses Jahr noch nicht für einen Überschuss reichen“, räumte Vorstandschef Bernhard Schreier ein. Dies gelte, obwohl die Druckereien rund um den Globus zuletzt so viele neue Bogendruckmaschinen orderten wie seit vier Jahren nicht mehr. rtr

ORT DER PK]ALNO

Küchenbauer hofft auf frisches Geld
Der Küchenmöbelhersteller Alno ist zuversichtlich, seine Finanzierungsprobleme bis zum Sommer in den Griff zu bekommen. Derzeit sei man in „fortgeschrittenen Verhandlungen“ mit Investoren, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Geplant seien unter anderem die Ausgabe einer Anleihe sowie die vierte Kapitalerhöhung innerhalb weniger Jahre. Bis das Konzept im Herbst umgesetzt sei, garantiere der Großinvestor Bauknecht für die Liquidität von Alno. „Dies wird ein echter Befreiungsschlag“, sagte Vorstandschef Max Müller. 2011 schrieb Alno erneut tiefrote Zahlen. dpa

BAYER

Konzern zieht Tariferhöhung vor

Leverkusen - Der Chemiekonzern Bayer will die kürzlich vereinbarte Tariferhöhung von 4,5 Prozent vorziehen und bereits ab dem ersten Monat der Gesamtlaufzeit umsetzen. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Eigentlich soll die Entgelterhöhung erst einen Monat nach Inkrafttreten des Tarifvertrags wirksam werden. Die 17 000 Bayer-Mitarbeiter bekämen deshalb rückwirkend zum 1. Juni oder 1. Juli mehr Geld. Der Verzicht auf den Leermonat kostet das Unternehmen nach eigenen Angaben vier Millionen Euro. dpaBAYER AG]

BAYERN LB

Sparkassen retten Landesbank

Die bayerischen Sparkassen haben endgültig grünes Licht für eine nachträgliche Beteiligung an der milliardenschweren Rettung der BayernLB gegeben. Damit ebnen sie den Weg für den Abschluss des sich seit Jahren hinziehenden EU-Beihilfeverfahrens gegen die Landesbank. Die 72 Institute und ihre Träger beschlossen auf einer Versammlung am Donnerstag mit einer Mehrheit von über 90 Prozent, einen Betrag von 1,65 Milliarden Euro zu zahlen, wie der Präsident des Sparkassenverbandes Bayern, Theo Zellner, in München mitteilte. Konkret kaufen die Sparkassen Ende des Jahres der BayernLB die Landesbausparkasse LBS ab. dapd

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