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EVONIK

Börsengang offenbar geplatzt
YINGLI SOLAR]

Die milliardenschweren Börsenpläne des Chemiekonzerns Evonik sind nach Angaben aus Kreisen des Kuratoriums des Mehrheitseigners RAG-Stiftung gescheitert. Bei Beratungen mit den für den Börsengang zuständigen Banken sei klar geworden, dass zentrale Voraussetzungen nicht erfüllt seien, sagten drei mit dem Vorgang vertraute Personen am Sonntag. Trotz monatelanger Vorbereitungen der Deutschen Bank und Goldman Sachs gebe es weder die vom Mehrheitseigner geforderte Klarheit für die Preisspanne und das Volumen eines Börsenganges noch verbindliche Zusagen von Investoren, Evonik-Anteile zu zeichnen. „Der Börsengang wird am Montag abgesagt werden“, sagte ein Insider. Ein Sprecher der RAG-Stiftung wollte sich dazu nicht äußern./YINGLI SOLAR]rtr

ALLTOURS

Reiseveranstalter hebt Prognose an

Der Duisburger Reiseveranstalter Alltours hebt seine Prognose für das Sommergeschäft an. „Wir liegen über Plan“, sagte der Chef und Gründer des fünftgrößten deutschen Reiseanbieters, Willi Verhuven, der „Wirtschaftswoche“. Vorgesehen war ein Plus bei den Gästen von 7,5 Prozent. „Ich gehe von einem guten Jahr aus, denn erfahrungsgemäß buchen die Kunden in Jahren mit Fußball-EM und Olympischen Spielen die Nachsaison immer stärker. Das kommt uns zugute“, sagte Verhuven. Das Geschäftsjahr 2010/2011 war für Alltours mit fast 1,7 Millionen Reisenden und 1,3 Milliarden Euro Umsatz ein Rekordjahr. dapd

OPEL

Autobauer stellt halbe Milliarde bereit

Der kriselnde Autobauer Opel hat für den Fall einer Schließung seines Bochumer Werks 500 Millionen Euro für den Personalabbau bereitgestellt. Das sagte der Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel den Zeitungen der WAZ-Mediengruppe. Die Summe sei ihm vor der Opel-Belegschaftsversammlung am Wochenende vom Management genannt worden, sagte Einenkel. Allerdings geht der Bochumer Betriebsratschef davon aus, dass Opel wesentlich tiefer in die Tasche greifen müsste, falls das Bochumer Werk geschlossen werde. „Rechnet man die allgemeinen Schließungskosten und die Sanierungskosten hinzu, kommt man auf rund eine Milliarde Euro“, sagte er.dapd

YINGLI SOLAR

Solarfirma warnt vor Handelskrieg

Der chinesische Solarunternehmer Liansheng Miao hat angesichts des Preiskampfs in der Branche vor einem Handelskrieg gewarnt. China könnte auf die geplante Einführung US-amerikanischer Strafzölle für chinesische Solarmodule reagieren und zum Beispiel Abgaben auf US-Fleischimporte einführen, sagte der Vorstandschef und Gründer des chinesischen Solarmodulherstellers Yingli Solar der „Wirtschaftswoche“. „Das wäre dann ein Handelskrieg, und davor fürchte ich mich.“ Würden auch in Europa künftig Strafzölle auf billige Solarmodule aus China verhängt, wie dies die EU prüfe, könnte sich die europäische Wirtschaft damit selbst schaden. dpaYINGLI SOLAR]

THYSSEN-KRUPP

Brasilien will heimischen Investor

Brasilien will Kreisen zufolge einen Verkauf des Thyssen-Krupp-Stahlwerks im Bundesstaat Rio de Janeiro in ausländische Hände verhindern. Die Regierung sondiere ein mögliches Interesse heimischer Stahlhersteller an dem von Thyssen-Krupp zur Disposition gestellten Standort, sagte eine mit den Absichten vertraute Person. Welche Unternehmen kontaktiert worden seien, wollte der Informant nicht sagten. Die Regierung, Thyssen-Krupp und der Minderheitseigner des Werks, der brasilianische Bergbaukonzern Vale, lehnten Stellungnahmen ab.rtr

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