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ARCELOR-MITTAL/THYSSEN-KRUPP

Verwaltung soll verkleinert werden

Luxemburg - Der weltgrößte Stahlkonzern Arcelor-Mittal will kräftig in der Verwaltung sparen. Die administrativen Kosten sollten europaweit um ein Viertel gesenkt werden, schreiben die belgischen Zeitungen „L’Echo“ und „De Tijd“ am Mittwoch. Jede dritte Stelle könnte wegfallen. Der Konzern wollte die Berichte nicht kommentieren. Arcelor-Mittal leidet besonders unter der Wirtschaftsschwäche in Südeuropa. Als Reaktion hat der Konzern derzeit sieben seiner 25 europäischen Hochöfen abgeschaltet. Konkurrenz Thyssen-Krupp baut parallel trotz hoher Schulden und großer Probleme im Stahlgeschäft seine Technologiesparte aus. Der Dax-Konzern erwarb die britische Ingenieursberatungsfirma Energy & Power, wie sie am Mittwoch mitteilte. Energy & Power machte 2011 sechs Millionen Pfund Umsatz. Zu den finanziellen Details machte Thyssen-Krupp keine Angaben. dpa

ETIHAD AIRWAYS

Air-Berlin-Partner steigert Umsatz

Für die Fluggesellschaft Etihad Airways hat sich die Partnerschaft mit internationalen Linien ausgezahlt: Das Unternehmen mit Sitz in Abu Dhabi meldete am Mittwoch einen Umsatz von 1,25 Milliarden Dollar im zweiten Quartal. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 957 Millionen Dollar. Die Zahl der Passagiere legte um 34 Prozent auf 2,6 Millionen zu. Etihad kaufte in den vergangenen Monaten Anteile an Aer Lingus, Virgin Australia, Air Seychelles und Air Berlin. Ethiad gehört dem Emirat Abu Dhabi. dapd

SCHIESSER

Verkauf an Israelis abgeschlossen

Der Verkauf des Wäscheherstellers Schiesser an einen israelischen Investor ist abgeschlossen. Delta Galil hält seit Montag sämtliche Aktien der Schiesser AG, wie das vor allem für seine Feinrippunterwäsche bekannte Unternehmen aus Radolfzell am Bodensee am Mittwoch mitteilte. Damit wird auch die Restrukturierung nach der Insolvenz 2009 abgeschlossen. Delta Galil habe Schiesser mit 68 Millionen Euro ausgestattet, die den Angaben nach zu einer vollständigen Befriedigung der Gläubigerforderungen führen. Die Auszahlung der Forderungen erfolge in den nächsten sechs Wochen. dapd

MANCHESTER UNITED

Club geht an die Wall Street

Englands Fußball-Rekordmeister Manchester United will sich mit einem Börsengang frisches Geld verschaffen. Laut dem jetzt in New York vorgelegten Börsenprospekt soll die Notierung an der Wall Street etwa 100 Millionen Dollar (76 Millionen Euro) einbringen. Das Geld soll beim Abbau der Schulden von mehr als 500 Millionen Euro helfen. „Die Verschuldung könnte unsere Wettbewerbsfähigkeit und damit unsere finanzielle Gesundheit enorm einschränken, falls wir uns wegen fehlender Mittel keine Spieler mehr leisten können“, hieß es. Manchester United ist im Besitz der US-Familie Glazer, die in ihrer Heimat auch das Footballteam Tampa Bay Buccaneers kontrolliert. dapd

FRANCE TÉLÉCOM

Anklage nach Selbstmordserie

Eine aufsehenerregende Selbstmordserie unter Mitarbeitern des französischen Telekomriesen France Télécom könnte strafrechtliche Konsequenzen für den damaligen Konzernchef Didier Lombard haben. Ein Anwalt des früheren Topmanagers bestätigte am Mittwochabend, dass die Justiz ein offizielles Anklageverfahren wegen Mobbings eingeleitet habe. Lombard stehe unter Polizeiaufsicht und müsse 100 000 Euro als Kaution hinterlegen. Ihm drohen im Fall einer Verurteilung bis zu ein Jahr Gefängnis und 15 000 Euro Geldstrafe. dpa

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