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MUNICH RE

Weniger Naturkatastrophen

Naturkatastrophen haben in diesem Jahr bisher vergleichsweise wenig Unheil angerichtet. Weltweit seien bis Juni 3500 Menschen ums Leben gekommen und Sachwerte für etwa 26 Milliarden US-Dollar zerstört worden – viel weniger als in einem Durchschnittsjahr, teilte der Rückversicherer Munich Re am Freitag mit. Nur Schäden im Wert von zwölf Milliarden Dollar seien versichert gewesen. Eine Serie von Tornados und Buschfeuern in den USA machten demnach 85 Prozent der weltweit versicherten Schäden aus. In den vergangenen zehn Jahren hatten Naturkatastrophen zwischen Januar und Juni durchschnittlich 53 000 Menschen das Leben gekostet und Schäden von 76 Milliarden Dollar angerichtet, und die Versicherungen hatten 19 Milliarden ersetzen müssen. dpa

VW

Rekordabsatz im ersten Halbjahr

Der Autokonzern Volkswagen hat trotz der Absatzkrise in Europa seine weltweiten Verkäufe im ersten Halbjahr um rund neun Prozent auf den Rekordwert von 4,45 Millionen Stück gesteigert. Im Monat Juni betrug das Wachstum sogar elf Prozent, wie Europas größter Autobauer mitteilte. In Westeuropa ohne Deutschland fiel der Absatz im Halbjahr allerdings um fast sechs Prozent auf 1,01 Millionen Fahrzeuge. Im Heimatmarkt Deutschland erreichten die Marken des Konzerns ein Plus von 4,4 Prozent. Der größte Einzelmarkt China lieferte erneut solides Wachstum von 17,5 Prozent auf 1,3 Millionen Einheiten. dapd

GÖRTZ

Schuhhändler schließt 30 Filialen

Im harten Preiskampf des Einzelhandels schließt die Schuhhandelskette Görtz 30 ihrer rund 260 Filialen und will drastisch Stellen einsparen. Erstmals habe das Unternehmen 2011 einen Verlust in niedriger zweistelliger Millionenhöhe verzeichnet, sagte ein Firmensprecher. 2012 drohe ein weiteres Verlustjahr. Görtz beschäftigt rund 4000 Mitarbeiter, davon sind rund 60 Prozent Teilzeitkräfte. dpa

HELLY HANSEN

Pensionsfonds kauft Norweger

Der norwegische Kleidungshersteller Helly Hansen ist von einem kanadischen Pensionsfonds aufgekauft worden. Der Pensionsfonds der Lehrer der Provinz Ontario, Teachers, gab am Freitag bekannt, für eine nicht genannte Summe 75 Prozent der Anteile der Firma vom schwedischen Fonds Altor Fund erworben zu haben. Altor Fund, der 2006 das 1877 von einem Seemann gegründete Unternehmen erworben hatte, behält weiter 25 Prozent an dem Textilhersteller. Helly Hansen, das keine Gewinnzahlen veröffentlicht, hatte im vergangenen Jahr einen Umsatz von 1,576 Milliarden Kronen (212 Millionen Euro). AFP

BEHR

Verdacht auf Preisabsprachen

Gegen den Stuttgarter Klimatisierungsspezialisten Behr ermittelt die EU-Kommission wegen möglicher illegaler Preisabsprachen mit anderen Herstellern. Im Mai habe wegen des Verdachts wettbewerbsbeschränkender Verhaltensweisen bei thermischen Systemen für Autos eine Nachprüfung in der Firma stattgefunden, teilte der Autozulieferer am Freitag mit. Das Unternehmen erklärte mit den Ermittlungsbehörden in vollem Umfang zu kooperieren. Wegen der Ermittlungen verzögert sich zudem die Übernahme der Mehrheit an Behr durch den Kolbenspezialisten Mahle.dapd

MY-SPORT-GROUP

Berliner gewinnen neue Investoren

Der Berliner Online-Shopping-Club My- Sport-Group hat neue Investoren gewonnen. Insgesamt werden weitere 13,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Derweil ergab eine Studie der Hochschule Reutlingen, dass deutsche Mode-Onlineshops durch ihre Bezahlsysteme Umsatz verschenken. Bislang würden rund 16 Prozent der Produkte, die im Warenkorb landen, letztendlich nicht gekauft. Tsp/dapd

FRESENIUS/RÖHN-KLINIKUM

Zahl der Interessenten steigt

Im Übernahmekampf um die Krankenhauskette Rhön-Klinikum gibt es immer mehr Interessenten. Neben Fresenius, Asklepios und Sana sei auch der Medizintechnikkonzern B. Braun an der fränkischen Klinikkette beteiligt, hieß es in eingeweihten Kreisen am Freitag. Das Familienunternehmen aus dem nordhessischen Melsungen sei schon seit einiger Zeit bei Rhön engagiert. Zuletzt habe B. Braun über Kaufoptionen Zugriff auf knapp fünf Prozent der Rhön-Aktien gehabt, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person. Gemeldet werden müssen solche Optionen erst, wenn ein Konzern die Schwelle von fünf Prozent überschreitet. Ein Sprecher von B. Braun sagte, der Konzern äußere sich grundsätzlich nicht zu Aktienkäufen. rtr

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