UNTERNEHMEN : UNTERNEHMEN

SIEMENS

Elektrokonzern kauft Aktien zurück

Siemens hat im August für rund 850 Millionen Euro eigene Aktien zurückgekauft. Bis zum Wochenende seien bereits 11,5 Millionen Anteile eingesammelt worden, teilte der Münchner Elektrokonzern mit. Siemens nutzt die niedrigen Zinsen zu einem umfangreichen Aktienrückkauf auf Pump und will dafür bis Jahresende bis zu drei Milliarden Euro ausgeben. Seit der Ankündigung der Aktion Anfang August ist der Börsenkurs deutlich gestiegen. dpa

EADS

Chef der Rüstungssparte muss gehen Der Chef des europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS, Tom Enders, hat den umstrittenen Leiter der Rüstungssparte Cassidian entlassen. Stefan Zoller werde durch seinen bisherigen Stellvertreter Bernhard Gerwert ersetzt, teilte der Konzern am Montag mit. Ein Konzernverantwortlicher, der namentlich nicht genannt werden wollte, sagte der Nachrichtenagentur AFP, Enders und Zoller seien „bei Fragen der Strategie und der Organisation nicht auf einer Wellenlänge gewesen“. AFP

DEUTSCHE BAHN 

Triebwagen fährt mit zwei Motoren

Die Bahn hat einen Hybridtriebwagen für den Nahverkehr entwickelt, der mit Diesel- oder Elektromotor fährt oder mit beiden in Kombination. Ziel ist es, den Kraftstoffverbrauch um ein Viertel zu senken. Für den Prototyp wurde ein Diesel-Triebwagen umgebaut, wie die Deutsche Bahn am Montag mitteilte. Beteiligt war die Tognum-Tochter MTU Friedrichshafen. Das Projekt soll die Alltagstauglichkeit eines Hybridantriebs für Schienenfahrzeuge nachweisen. Der Triebwagen wird erstmals am 19. September auf der Messe Innotrans 2012 in Berlin öffentlich gezeigt. dpa

SCHLECKER

Insolvenzmasse reicht nicht

Für die Insolvenz der Drogeriemarktkette Schlecker werden wohl auch die Beitragszahler zur Arbeitslosenversicherung zur Kasse gebeten. Die Insolvenzmasse des Unternehmens reiche voraussichtlich nicht aus, die Ansprüche der Bundesagentur für Arbeit (BA) zu bedienen, teilte ein Sprecher des Insolvenzverwalters mit. Beim Insolvenzgericht Ulm sei drohende Massenunzulänglichkeit angezeigt worden. Hauptgrund für diesen Schritt sei die geringe Vermittlungsquote der Schlecker-Mitarbeiter von bisher unter 20 Prozent. dpa

VOLKSWAGEN

Betriebsrat kritisiert Russland

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh fordert von Russland mehr Chancengleichheit für ausländische Investoren. „Die russische Regierung muss hier eine stringente Linie finden“, sagte er am Montag. Hintergrund der Kritik sind Regelungen für die Sonderwirtschaftszone Kaliningrad, in der niedrigere Importzölle greifen als im übrigen Riesenreich. VW hatte in der vergangenen Woche bekannt gegeben, am Standort Kaluga 170 Kilometer südwestlich von Moskau ein neues Motorenwerk zu bauen. dpa

CAMPARI

Italiener kaufen in Jamaika ein

Die Mailänder Campari-Gruppe deckt sich mit jamaikanischem Rum ein: Campari habe die Übernahme von 81,4 Prozent der Aktien des Rumherstellers Lascelles de Mercado (Kingston) vereinbart, der Rum-Marken wie Appleton Estate, Appleton Special/White und Coruba produziere. Das teilte das Unternehmen am Montag mit. Der Aktienkauf solle in eine 100-prozentige Übernahme zum Preis von 414,7 Millionen Dollar (330 Millionen Euro) münden. dpa

SAAB

Käufer darf Logo nicht verwenden

Der Verkauf des schwedischen Traditionsautobauers Saab ist in trockenen Tüchern. Der neue Eigner National Electric Vehicle Sweden (NEVS) teilte am Montag mit, der Streit über Markenrechte sei beigelegt worden. NEVS wird demnach bei künftig produzierten Fahrzeugen nicht mehr das berühmte Saab-Logo verwenden. Der Käufer will die Firma in den nächsten Jahren zu einem führenden Hersteller von Elektroautos ausbauen. rtr

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