UNTERNEHMEN : UNTERNEHMEN

VOLKSWAGEN

Absatz nach unten korrigiert

Die Abkühlung der Konjunktur hat jetzt auch Europas größten Autohersteller Volkswagen erreicht: Der Konzern musste wegen der Marktschwäche in Europa seine Absatzpläne zurücknehmen. VW habe „aufgrund der anhaltend angespannten Marktsituation in Westeuropa“ bei den erwarteten Verkäufen „geringfügige Anpassungen vorgenommen“, erklärte das Unternehmen am Freitag. Völlig unklar blieb allerdings, wie stark der Hersteller seine Pläne zusammenstreicht. Nach einem „Handelsblatt“-Bericht kürzte Vertriebsvorstand Christian Klingler den Absatzplan um 300 000 Fahrzeuge auf 9,4 Millionen. dapd

DEUTSCHE BANK

Stellenabbau geplant

Die Deutsche Bank bereitet einem Zeitungsbericht zufolge weitere Stellenstreichungen vor. Diese beträfen vor allem die Vermögensverwaltung, berichtete das „Handelsblatt“ am Freitag unter Berufung auf Finanzkreise. Das Institut hatte bereits im Sommer angekündigt, 1900 Arbeitsplätze zu streichen. Ein Bank- Sprecher wollte den Bericht nicht kommentieren, er verwies auf kommenden Dienstag. Dann will der neue Vorstand seine Pläne vorstellen. dapd

WINTERSHALL

BASF-Tochter will Schiefer abbauen

Nach dem US-Energiekonzern Exxon prüft auch die BASF-Tochter Wintershall den Abbau von Schiefergas in Deutschland. „Wir wollen in zwei Konzessionen in Nordrhein-Westfalen zunächst mit geologischen Voruntersuchungen schauen, ob das Potenzial vorhanden ist“, sagte Rainer Seele, Vorstandschef der Kasseler Öl- und Gasgesellschaft, vor Journalisten in Berlin. Die beiden Konzessionsgebiete umfassen 3900 Quadratkilometer. Zwar betont Wintershall, dass noch keine Entscheidung getroffen sei, ob sich Schiefergas in Deutschland überhaupt ökonomisch sinnvoll und ökologisch vertretbar nutzen lasse. Allerdings wird zugleich auf das große Potenzial hingewiesen. rtr

MANROLAND

Maschinenbauer streicht Stellen

Der Offenbacher Druckmaschinenhersteller Manroland will wegen der anhaltenden Branchenflaute mindestens 110 von noch knapp 1000 Mitarbeitern kündigen. „Wir gehen nicht davon aus, dass sich der Markt langfristig erholen wird“, sagte Geschäftsführungsmitglied Alfred Rothländer am Freitag. Anfang Februar übernahm die britische Langley Holding den Offenbacher Betrieb des insolventen Druckmaschinenherstellers. dpa

BMW

Mehr Autos verkauft

BMW hat im August vor allem in Asien, aber auch in Europa wieder mehr Autos verkauft und weltweit einen Absatzrekord eingefahren. Die Verkäufe stiegen um 9,7 Prozent auf 121 615 Fahrzeuge. Vertriebsvorstand Ian Robertson sagte am Freitag in München: „Wir rechnen auch in den kommenden Monaten mit einer positiven Absatzentwicklung.“ In Europa kam BMW im August wieder besser in Fahrt, der Absatz legte um fünf Prozent zu. dpa

BAYER

Thrombosemittel für Herzpatienten

Bayer und der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson wollen die US-Gesundheitsbehörde FDA überzeugen, ihr neues Thrombosemittel auch zur Behandlung von Herzpatienten zuzulassen. Die Konzerne reagierten jetzt auf Vorbehalte der FDA gegen die Erweiterung der US-Zulassung. Johnson & Johnson habe der Behörde in einem Schreiben die geforderten Informationen zur Behandlung von Herzpatienten geliefert, teilte Bayer am Freitag in Berlin mit. Xarelto ist einer der größten Hoffnungsträger von Bayer, der auch von der Pharmatochter in Berlin aus weltweit vermarktet wird. rtr

INTEL

Chipkonzern senkt Umsatzprognose

Der US-Chiphersteller Intel hat seine Umsatzprognose für das dritte Quartal gesenkt. Das Management begründete dies am Freitag mit einer schwächelnden Computer-Nachfrage bei Firmenkunden und einem langsameren Wachstum in den Schwellenländern. Es werde nur noch mit Erlösen von rund 13,2 Milliarden Dollar gerechnet, teilte der Weltmarktführer überraschend mit. Abweichungen von bis zu 300 Millionen Dollar seien möglich. rtr

GLENCORE

Angebot für Xstrata nachgebessert

Mit einer aufgebesserten Offerte will der Rohstoffkonzern Glencore in letzter Minute die Übernahme des Bergbaukonzerns Xstrata retten. Das Angebot steigt damit um rund drei Milliarden auf 37 Milliarden Dollar. Der in der Schweiz ansässige Glencore-Konzern bietet nach Angaben von Freitag jetzt für jedes Xstrata-Papier 3,05 eigene Aktien anstatt wie bislang 2,8 Anteilsscheine. rtr

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