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ADIDAS

Reebok läuft nicht

Der Sportartikelkonzern Adidas kann bei seiner Jagd nach neuen Rekorden nicht auf seine Tochter Reebok setzen. Das Sorgenkind im Konzern, das in diesem Jahr als einzige Adidas-Sparte einen Umsatzrückgang ausweisen wird, könne auch in den kommenden Jahren nicht die Erwartungen erfüllen, machte Adidas-Chef Herbert Hainer am Freitag klar. Zwei Milliarden Euro Umsatz werde Reebok bis zum Jahr 2015 erwirtschaften. Das ist eine Milliarde weniger als Adidas in seiner vor zwei Jahren entworfenen Strategieplanung versprochen hatte. Ungeachtet dessen erwartet Adidas 2012 einen Rekordgewinn von 770 bis 785 Millionen Euro, das entspricht einem Plus von 15 bis 17 Prozent zum Vorjahr. dpa

GAZPROM/ROSNEFT

Milliardeninvestition in der Arktis

Die beiden größten russischen Energiekonzerne Rosneft und Gazprom wollen bis 2015 etwa 500 Milliarden Rubel (12,2 Milliarden Euro) in Förderprojekte in der Arktis investieren. Das kündigte Rosneft-Chef Igor Setschin am Freitag auf einem Investitionsforum in der Schwarzmeerstadt Sotschi russischen Agenturen zufolge an. Für 2012 planten die Staatsunternehmen mit Investitionen von 40 Milliarden Rubel in dem Gebiet. Russland erhebt Anspruch auf einen Großteil des arktischen Festlandsockels. Experten gehen davon aus, dass in der Region etwa 90 Milliarden Barrel (je 159 Liter) Öl sowie 50 Billionen Kubikmeter Gas lagern. Das ist fast ein Fünftel der weltweit existierenden Reserven. dpa

SANA/RÖHN-KLINIKUM

Neuer Übernahmeversuch

Der Übernahmekampf um den Krankenhauskonzern Rhön-Klinikum geht offenbar in eine neue Runde. In Branchenkreisen hieß es am Freitag, der Konkurrent Sana arbeite an einem entsprechenden Angebot. Demnach sollen die Sana-Anteilseigner – rund 30 private Krankenversicherungsunternehmen – derzeit versuchen, Rhön-Aktien außerhalb der Börse aufzukaufen. Laut dem „Manager Magazin“ wolle Sana-Chef Michael Philippi einen Übernahmeversuch starten, wenn die Anteilseigner zusammen 20 Prozent des Rhön-Kapitals kontrollierten. Bislang sollen sie bei etwa sieben Prozent liegen. Eine Sana-Sprecherin sagte, man kommentiere grundsätzlich keine Marktgerüchte. Laut informierten Kreisen solle es kein Angebot in den nächsten Tagen geben. Im Sommer war der Medizinkonzern Fresenius bereits mit einem Übernahmeversuch gescheitert. dpa

DAIMLER

Zetsche schwört auf harte Zeiten ein Daimler-Chef Dieter Zetsche hat seine Mitarbeiter vor Ankündigung des Sparprogramms in einem Brief auf harte Zeiten eingeschworen. Wie eine Betriebsratssprecherin am Freitag sagte, hatte Zetsche der Belegschaft bereits im Sommer in dem Schreiben mitgeteilt, dass die Lage für den Konzern schwieriger werden könne. Der Autobauer rechnet in seiner Pkw-Sparte wegen der Absatzflaute in Europa mit einem operativen Gewinnrückgang und kündigte ein Sparprogramm an. Inwieweit die Beschäftigten davon betroffen sein werden, wollte Daimler noch nicht mitteilen. Aus Unternehmens- und Gewerkschaftskreisen hieß es jedoch, dass wohl weder ein Stellenabbau noch Kurzarbeit geplant seien.dpaDAIMLER AG]

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