UNTERNEHMEN : UNTERNEHMEN

GOOGLE

EU kritisiert Datenverarbeitung

Europäische Datenschützer fordern von Google Änderungen bei der Auswertung von Nutzerinformationen. Die im März eingeführten neuen Regeln des Internetkonzerns zur Datenverarbeitung verstießen gegen EU-Richtlinien zum Schutz der Privatsphäre, erklärte die französische Datenschutzkommission CNIL. Das Unternehmen habe rund drei bis vier Monate Zeit, um seine Regeln anzupassen, sonst müsse Google mit rechtlichen Maßnahmen rechnen. Google hatte im Frühjahr eine einheitliche Datenschutzregelung für alle seine rund 70 Internetdienste eingeführt, die Google erlauben, Daten zu verknüpfen, die es von einem Nutzer über die einzelnen Dienste wie Youtube, Gmail oder Google+ erhält. dpa

GOLDMAN SACHS

Investmentbank verdient Milliarden

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat im dritten Quartal wieder Milliarden verdient. Unter dem Strich blieben dem Wall-Street-Haus 1,5 Milliarden Dollar, nachdem im Vorjahreszeitraum in der Folge der europäischen Schuldenkrise ein Verlust von 428 Millionen Dollar angefallen war. Auch gegenüber dem Vorquartal konnte die Bank zulegen. „Die Leistung in diesem Quartal war grundsätzlich solide vor dem Hintergrund eines weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds“, sagte Bankchef Lloyd Blankfein in New York. Die meisten Sparten lieferten bessere Ergebnisse, etwa die Anleihen. Vor allem stieg aber der Wert der Beteiligung an der chinesischen Bank ICBC. dpa

TOYOTA

Bänder in China stehen still

Der japanische Autokonzern Toyota verordnet seinem größten Werk in China eine Pause. Weil die Verkäufe im Riesenreich infolge antijapanischer Stimmungen drastisch eingebrochen seien, sollten zwei von drei Produktionsbändern in der kommenden Woche stillstehen, berichtete die japanische Wirtschaftszeitung „Nikkei“. Das dritte Band der Fabrik in der Hafenstadt Tianjin nahe Peking solle zwei Tage pausieren. Hintergrund ist der wieder aufgebrochene Streit der beiden asiatischen Wirtschaftsmächte um unbewohnte Inseln im Ostchinesischen Meer. Der Absatz des Autobauers in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt sei im September im Vergleich zu 2011 fast um die Hälfte eingebrochen. dpa

JOHNSON & JOHNSON

Amerikaner erhöhen Prognose

Der US-Konsumgüter und Medizintechnikkonzern Johnson & Johnson hat im dritten Quartal die Erwartungen übertroffen und seine Gewinnprognose leicht erhöht. Das Unternehmen erzielte dank wachsender Nachfrage nach medizinischem Gerät einen Umsatz von 17,05 Milliarden US-Dollar, rund 6,5 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, kam es für Juli bis September auf einen Nettogewinn von 2,97 Milliarden Dollar. Das sind sieben Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Konzern rechnet nun für das gesamte Jahr mit einem Gewinn pro Aktie zwischen 5,05 und 5,10 US-Dollar. Das sind wenige Cent mehr als zuvor. dpa

ALITALIA

700 Stellen sind in Gefahr

Die angeschlagene italienische Fluggesellschaft Alitalia erwägt die Streichung von 700 Stellen. Dieser Vorschlag des Managements zur Einsparung von rund 30 Millionen Euro sei von den Gewerkschaften am Dienstag zurückgewiesen worden, sagte der Chef der Arbeitnehmervertretung Fit Cisl. Alitalia hatte aufgrund hoher Treibstoffpreise, der Euro-Krise und des schwachen Euros im ersten Halbjahr einen Verlust von 201 Millionen Euro eingefahren. AFP

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