UNTERNEHMEN : UNTERNEHMEN

DOUGLAS

Behörden genehmigen Übernahme

Die EU-Kommission und die Schweizer Wettbewerbsbehörde Weko haben grünes Licht für die Übernahme der Handelskette Douglas durch den Finanzinvestor Advent International gegeben. Beide Behörden hätten die kartellrechtliche Freigabe erteilt, teilte der Finanzinvestor am Montag mit. Advent und die verbündete Douglas-Gründerfamilie Kreke haben damit ein wichtiges Zwischenziel erreicht. „Der nächste Meilenstein ist nun die Zustimmung der Aktionäre“, sagte Advent-Manager Ranjan Sen. Advent hatte das Übernahmeangebot am 31. Oktober vorgelegt. Bei einem Erfolg des Übernahmeangebots will Advent den Angebotsunterlagen zufolge vor allem das Wachstum der Douglas-Parfümerien und der Schmucksparte Christ im In- und Ausland vorantreiben. dapd

LUFTHANSA

Airline schließt Vertriebsbüros

Lufthansa streicht ihren inländischen Vertrieb zusammen und schließt Innenstadtbüros in fünf von elf deutschen Großstädten. Das werde voraussichtlich zu einer Reduzierung der heute rund 350 Stellen führen, die aber teils in anderer Organisation wieder aufgebaut würden, erklärte Vertriebsmanager Uwe Müller in der am Montag veröffentlichten Mitarbeiterzeitschrift „Lufthanseat“. Unter dem Strich werde eine mittlere zweistellige Zahl Stellen wegfallen. Geschlossen werden sollen die Büros in Dresden, Hannover, Mannheim, Köln und Nürnberg. dpa

NINTENDO

Klagen über Spielekonsole Wii U

Nintendo hat mit seiner neuen Spielekonsole Wii U einen holprigen Start in den USA hingelegt. Zahlreiche Besitzer des Geräts klagten unter anderem über lange Wartezeiten bei erforderlichen Updates, berichtete das Branchen-Blog „All Things D“ am Montag. Die Konsole war am Sonntag in den USA in den Handel gegangen. Inzwischen sei das Gerät vielerorts schon ausverkauft, hieß es. US-Medien berichteten von vielen Stolpersteinen für Wii-U-Besitzer. Um das bis zu fünf Gigabyte große System-Update für den Start des Geräts herunterzuladen, hätten manche Nutzer mehr als zweieinhalb Stunden gebraucht. Auch die Spiele hätten zum Start Updates benötigt. Nintendos Online-Netzwerk Miiverse sei vermutlich wegen Server-Überlastung nicht erreichbar gewesen. Die Nintendo Wii U kommt Ende November auch in Deutschland in den Handel. dpa

EDEKA

Safthersteller Elro übernommen

Die Supermarktkette Edeka übernimmt große Teile des insolventen Rostocker Fruchtsaftherstellers Elro und sichert damit 170 der 350 betroffenen Arbeitsplätze. Zum Übernahmepaket gehören zwei Produktionsstätten, eine Bio-Obstplantage und ein Apfelpresswerk, wie Edeka am Montag in Hamburg mitteilte. „Die geschlossene Prozesskette von der Herstellung der Rohstoffe bis ins Verkaufsregal sichert unseren Kunden ein Höchstmaß an Qualität“, sagte Edeka-Vorstandschef Markus Mosa. Die Supermarktkette übernimmt die Standorte der Elmenhorster Fruchtsaftgetränke GmbH in Rostock und der Großkelterei Rötha bei Leipzig sowie eine Bio-Obstplantage bei Rostock und ein Apfelpresswerk bei Warschau. Elro ist nach eigenen Angaben seit Anfang September insolvent. Der Jahresumsatz lag zuletzt bei 150 Millionen Euro. dapd

MOELLER–MAERSK

Reederei stoppt Schiff-Investitionen

Die weltweit größte ContainerreedereiMoeller-Maersk dreht ihrem Kerngeschäft Schifffahrt angesichts der schier endlosen Branchenkrise den Geldhahn zu. Das dänische Unternehmen will seine Investitionen künftig umleiten in profitablere Konzernbereiche wie Öl- und Gasförderung oder den Betrieb von Häfen. „Wir verlassen die Schifffahrtsseite und werden uns profitableren und stabileren Geschäften zuwenden“, sagte Maersk-Vorstandsvorsitzender Nils Andersen der „Financial Times“. Die Reedereiseite des Konzerns hatte 2011 tiefrote Zahlen eingefahren und peilt für 2012 nur einen bescheidenen Gewinn an, wie es im jüngsten Quartalsbericht hieß. Dagegen ist vor allem die Energiesparte enorm profitabel. Maersk werde in den nächsten fünf Jahren „nicht nennenswert in das Containergeschäft investieren“, kündigte Andersen an. dapd

LEHMAN BROTHERS

Kunden bekommen Geld zurück

Vier Jahre nach dem Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers bekommen mehr Kunden und andere Gläubiger Geld zurück: In den Fonds, aus dem die Forderungen der Lehman-Opfer bedient werden, fließen zusätzliche 435 Millionen Dollar (341 Millionen Euro), wie die Insolvenzverwaltung am Sonntag mitteilte. Das Geld kommt von der US-Bank Citigroup, die nach der Pleite von Lehman Brothers 2008 insgesamt eine Milliarde Dollar zurückgehalten hatte. Die Citigroup wollte damit eigene, durch den Bankrott von Lehman entstandene Verluste ausgleichen. Die Forderungen an Lehman Brothers belaufen sich auf insgesamt rund 450 Milliarden Dollar. AFP

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