UNTERNEHMEN : UNTERNEHMEN

METRO/CELESIO

Haniel verringert Beteiligungen

Haniel will fünf Jahre nach dem Aufstieg zum größten Anteilseigener des Handelskonzerns Metro seine Schuldenlast mit Hilfe von Aktienverkäufen wieder deutlich senken. Das Duisburger Familienunternehmen gab am Dienstagabend überraschend Anteilsverkäufe bei Metro und dem Pharmagroßhändler Celesio bekannt. In einem ersten Schritt werde die Beteiligung an Celesio durch den Verkauf von rund 7,9 Millionen Aktien von 54,64 auf 50,01 Prozent reduziert. Zudem habe der Aufsichtsrat zugestimmt, dass der Haniel-Anteil an Metro in den nächsten 18 Monaten von 34,24 auf 30,01 Prozent sinken soll. dpa

DEKABANK

Fondsgeschäft schwächelt

Die Zurückhaltung der Anleger in der Schuldenkrise macht dem Fondsanbieter Dekabank weiter zu schaffen. Aus Wertpapierprodukten flossen in den ersten neun Monaten unter dem Strich 3,6 Milliarden Euro ab, wie der Dienstleister der Sparkassen am Dienstag mitteilte. Vor einem Jahr, als die Schuldenkrise in Europa hochkochte, hatten Dekafonds sogar 6,0 Milliarden Euro verloren. Das wirtschaftliche Ergebnis legte in den ersten drei Quartalen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum allerdings um gut 30 Prozent auf rund 445 Millionen Euro zu. dpa

LEHMAN BROTHERS

Immobilientochter bringt Milliarden

Die Nachfolgegesellschaft der bankrotten US-Investmentbank Lehman Brothers, die Lehman Brothers Holding, verkauft ihre Immobilientochter Archstone für 6,5 Milliarden Dollar. Käufer seien die beiden Immobilienfirmen Equity Residential und Avalon-Bay, teilte LBHI am Montag mit. Zusammen mit der Übernahme von rund 9,5 Milliarden Dollar Schulden sei die Transaktion 16 Milliarden Dollar wert, erklärte Avalon-Bay. Die Forderungen an Lehman Brothers belaufen sich auf insgesamt rund 450 Milliarden Dollar. Parallel entschied der Bundesgerichtshof, dass Anleger den Kauf von Finanzmarkt-Zertifikaten am Telefon oder per E-Mail nicht ohne Weiteres widerrufen können. Die Regeln über sogenannte Fernabsatzgeschäfte gelten nicht für finanzmarktabhängige Anlageprodukte. (Az. XI ZR 439/11; XI ZR 384/11)AFP/dpa

BOMBARDIER

Schweizer kaufen Jets aus Kanada

Der kanadische Zug- und Flugzeughersteller Bombardier hat aus der Schweiz einen Milliardenauftrag für Geschäftsreisejets erhalten. Der Geschäftsreiseanbieter Vistajet habe 56 Bombardier Global Jets fest bestellt und Kaufoptionen für weitere 86 Exemplare erworben, teilten beide Unternehmen am Dienstag mit. Wenn Vistajet alle Optionen ausübt, hat der Auftrag den Angaben zufolge einen Gesamtwert von 7,8 Milliarden US-Dollar. Davon entfallen 3,1 Milliarden Dollar auf die verbindlich bestellten Maschinen. dpa

PFLEIDERER

Holzverarbeiter verlässt die Börse

Der insolvente Holzverarbeiter Pfleiderer hat sich nach Abschluss des Sanierungsplans von der Börse zurückgezogen. Das Amtsgericht Düsseldorf habe die beschlossenen Kapitalmaßnahmen am Dienstag in das Handelsregister eingetragen, berichtete das Unternehmen. Der Börsenhandel der Aktie wurde daraufhin eingestellt. Pfleiderer hatte im Frühjahr unter einer Schuldenlast von mehr als einer Milliarde Euro Insolvenzantrag gestellt. Teil des Insolvenzplans ist ein Kapitalschnitt auf null und eine anschließende Kapitalerhöhung, von der die Altaktionäre ausgeschlossen sind und damit leer ausgehen. dpa

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