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Bosch erwartet sinkende Gewinne

Stuttgart - Die schwächelnde Konjunktur drückt beim Technologiekonzern Bosch kräftig auf das Ergebnis. „Einige Bereiche sind besonders hart vom wirtschaftlichen Einbruch in Südeuropa und der schwachen Entwicklung in Südamerika betroffen oder sehen konjunkturellen Bremsspuren entgegen“, schrieb Bosch-Chef Volkmar Denner in der Firmenzeitung. Hinzu kämen Probleme in der Solarsparte, bis Ende des Monats will Bosch über die Zukunft der Sparte entscheiden. „Dies alles belastet unseren Gewinn erheblich.“ Statt gegenzusteuern, habe man lange nur auf die geplanten Umsätze geschielt. Der Konzern hatte für 2012 zuletzt ein Wachstum von drei bis fünf Prozent angepeilt. dpa

ZF steigert Umsatz auf Bestmarke

Stuttgart - Verhaltene Stimmung bei ZF in Friedrichshafen: Der drittgrößte deutsche Automobilzulieferer wird im laufenden Jahr zwar einen neuen Umsatzrekord erreichen. Wie ZF-Vorstandschef Stefan Sommer am Freitag in Stuttgart sagte, dürften die Erlöse 2012 um zwölf Prozent auf die neue Bestmarke von 17,4 Milliarden Euro steigen. Der Gewinn werde allerdings zurückgehen, kündigte Sommer an, ohne genaue Zahlen zu nennen. Hohe Vorleistungen in neue Produkte und Sachanlagen drückten die Marge. ZF baut derzeit unter anderem neue Werke in den USA, China und Thailand. Andere Werke - darunter auch die deutschen Standorte Saarbrücken und Dielingen in Nordrhein-Westfalen - werden ausgebaut. dpa

VW-Absatz legt zehn Prozent zu

Wolfsburg - Unbeirrt von der Absatzkrise bleibt Europas größter Autokonzern auf Rekordkurs. Bis Ende November steigerte VW die weltweiten Auslieferungen auf 8,29 Millionen Fahrzeuge – 10,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Absatz von Fahrzeugen der Kernmarke VW kletterte um 11,2 Prozent auf 5,33 Millionen Pkw. Konzernweit legte VW vor allem in den USA und Asien zu, in Westeuropa (ohne Deutschland) sank der Absatz um sechs Prozent. Für Deutschland gab der Konzern mit 1,10 (1,06) Millionen Einheiten ein Plus von 3,4 Prozent bekannt. Die VW-Tochter Audi lieferte bis November 1,34 (1,19) Millionen Fahrzeuge aus und erzielte damit ein Plus von 12,7 Prozent. dpa

2000 Forderungen an P+S-Werften Schwerin/Stralsund - Nach der Pleite der P+S-Werften in Mecklenburg-Vorpommern sind beim Insolvenzverwalter bis zum Freitag rund 2000 Gläubigerforderungen eingegangen. Die Frist für die Anmeldung der Forderungen sollte am Abend ablaufen. Allein am letzten Tag wurde der Eingang von 300 Ansprüchen registriert, wie der Verwalter mitteilte. Das Land rechnet mit hohen Verlusten. Die P+S-Werften hatten im August Insolvenz angemeldet. Das Wirtschaftsministerium macht Forderungen über 117 Millionen geltend. Zu den Gläubigern gehören Banken wie die Nord LB, Versicherungen, Land, Bund, diverse Zulieferer, Dienstleister, aber auch Mitarbeiter. dpa

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