UNTERNEHMEN : UNTERNEHMEN

UNISTER

Reiseanbieter hat neues Datenleck

Bei der Online-Unternehmensgruppe Unister ist es erneut zu einem Datenleck gekommen. Beim Reiseanbieter Urlaubstours waren die Daten von Flugreisenden der Gesellschaft Ryanair für andere Kunden einsehbar und konnten sogar geändert werden. Unister-Sprecher Konstantin Korosides bestätigte den Vorfall und sagte: „Das Datenleck ist geschlossen und wird in Zukunft auch nicht wieder auftreten.“ Es handle sich um eine sehr geringe Anzahl von Vorgängen, sagte er am Freitag. Die Sicherheitslücke werde zurzeit behoben. Eine Ryanair-Sprecherin sagte, die Vermittlung von Ryanair-Flügen über Urlaubstours erfolge ohne Einwilligung der Airline. Gegen Unister ermittelt die Staatsanwaltschaft unter anderem wegen Steuerhinterziehung. dpa

ELI LILLY

Pharmakonzern verspricht Gewinn

Der US-Pharmakonzern Eli Lilly stellt für 2013 ein deutliches Gewinnplus in Aussicht. Vor Sonderposten sagte das Management ein Ergebnis je Aktie von 3,75 bis 3,90 Dollar voraus nach geschätzten 3,30 bis 3,40 Dollar für 2012. Ein für das abgelaufene Jahr erwarteter positiver Steuereffekt werde nun 2013 verbucht und sei in dem Ausblick nicht berücksichtigt. Analysten gingen für 2012 bislang von einem Gewinn je Aktie von 3,36 Dollar aus und für 2013 von 3,71 Dollar. Das Unternehmen rechnet für das neue Jahr mit einem Umsatz von 22,6 bis 23,4 Milliarden Dollar, verglichen mit einer Expertenprognose von 22,82 Milliarden. Für das vergangene Jahr schätzten die Analysten die Erlöse mit 22,42 Milliarden Dollar. rtr

FACEBOOK

Gericht urteilt zu Klarnamen

Im Streit zwischen Datenschützern und Facebook um den Klarnamenzwang des Online-Netzwerks muss jetzt das Verwaltungsgericht Schleswig eine Entscheidung treffen. Facebook hat Widerspruch gegen eine Anordnung des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) eingelegt und die Wiederherstellung einer aufschiebenden Wirkung dieses Widerspruchs beantragt. „Wir sind jetzt vom Verwaltungsgericht zu einer Stellungnahme aufgefordert worden“, sagte der Datenschützer Thilo Weichert am Freitag. Das ULD hatte Facebook in einer Anordnung Mitte Dezember eine Frist von zwei Wochen gesetzt und gefordert, dass sich alle Nutzer aus Schleswig-Holstein auch unter einem Pseudonym registrieren können. Die Klarnamenpolitik von Facebook verstoße gegen das deutsche Telemediengesetz. dpa

GAGFAH

Mitbegründer steigt aus

Nach seinem Rückzug beim US-Finanzinvestor Fortress zieht sich dessen Mitgründer Robert Kauffman auch aus der Führung des Wohnimmobilienkonzerns Gagfah zurück. Der 49 Jahre alte Kauffman trete zum 15. Januar als Chef des Verwaltungsrats zurück und werde aus dem Gremium ausscheiden, teilte Gagfah am Freitag mit. Fortress ist Mehrheitseigentümer von Gagfah. Ein Nachfolger von Kauffman sei bisher nicht gefunden, erklärte Gagfah. Verwaltungsräten in Firmen nach Luxemburger Recht wie Gagfah gehören die operativen Chefs ebenso an wie Eigentümervertreter und externe Experten. In Unternehmenskreisen hieß es, der lange Zeit dominante Kauffman habe sich bereits seit einigen Monaten aus dem Geschäft bei Gagfah zurückgezogen. Seine Aufgaben habe nach und nach der Fortress-Manager John Ashley übernommen. rtr

TUI

Aufseher wollen mehr Geld

Die Aufseher von Europas größtem Reisekonzern Tui verlangen einen kräftigen Aufschlag bei ihren Vergütungen. Auf der Hauptversammlung am 13. Februar sollen feste Grundbezüge der Kontrolleure von jährlich 50 000 Euro vorgeschlagen werden, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Das entspräche einer Steigerung um ein Viertel. Für Chefaufseher Klaus Mangold sind 150 000 statt 120 000 Euro im Gespräch. Zudem sollen kurzfristige variable Prämien gestrichen und durch Zahlungen ersetzt werden, die die langfristige Entwicklung zum Maßstab haben. Es wäre die erste Erhöhung der Aufsichtsratsvergütungen seit 2006. dpa

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