UNTERNEHMEN : UNTERNEHMEN

Karstadt soll Zahlen offen legen

Essen/Bonn - Karstadt gerät wegen seiner Verschwiegenheit bei der Unternehmensbilanz unter Druck. Das Bundesamt für Justiz habe bereits im Oktober 2012 ein Ordnungsgeldverfahren gegen die Karstadt Warenhaus GmbH eingeleitet, sagte eine Mitarbeiterin der Behörde am Freitag. Der Vorwurf: Das Unternehmen sei der Offenlegungspflicht für die Bilanz des Geschäftsjahres 2010/2011 (Ende September) nicht fristgerecht nachgekommen. Diese Bilanz hätte spätestens Ende September 2012 veröffentlicht werden müssen. Von Karstadt war zunächst keine Stellungnahme zu bekommen. dpa

Microsoft schwächelt

Redmond - Der Umbruch vom PC hin zu Tablet-Computern und Smartphones macht Microsoft weiterhin zu schaffen. Zwar hat sich das mit viel Aufwand beworbene Windows 8 zu Weihnachten besser verkauft als die Vorgängerversion vor einem Jahr. Gleichzeitig schwächelte aber die Business-Sparte mit den Office-Büroprogrammen. Unterm Strich fiel der Gewinn im zweiten Geschäftsquartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um vier Prozent auf 6,4 Milliarden Dollar, wie Microsoft am Donnerstag berichtete. Der konzernweite Umsatz stieg um drei Prozent auf 21,5 Milliarden Dollar. dpa

EU überprüft Hilfen für die Bahn

Berlin/Brüssel - Die EU-Kommission hat Bedenken dagegen, wie die Deutsche Bahn staatliche Mittel in ihren Bilanzen verbucht. Die Kommission leitete deswegen ein Verfahren gegen Deutschland wegen der Verletzung von EU-Recht ein, wie am Freitag in Brüssel bestätigt wurde. Hintergrund ist, dass öffentliche Mittel für das Gleisnetz und Nahverkehrsleistungen nicht für andere Zwecke genutzt werden dürfen. Die Bundesregierung müsse sicherstellen, dass dies in getrennten Rechnungsführungen der Bahn sichtbar wird. dpa

Apple kündigt Zulieferer in China

Cupertino - Apple hat bei einem Zulieferer in China 74 zu junge Arbeiter im Alter unter 16 Jahren entdeckt. Der Konzern habe die Zusammenarbeit mit dem Hersteller von Schaltkreisen beendet und die Behörden informiert, hieß es am Freitag in einem Apple-Bericht. Die Arbeiter kamen demnach von einem Vermittler, der mit Hilfe der Familien Dokumente gefälscht habe. Apple hatte die Zahl der Inspektionen im vergangenen Jahr um 72 Prozent auf 393 erhöht. Während Apple Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen meldete, bleibt die Zahl der Verstöße im Umweltschutz jedoch hoch. dpa

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