UNTERNEHMEN : UNTERNEHMEN

SKY

Bezahlsender halbiert Verlust

Der Bezahlsender Sky Deutschland arbeitet sich Schritt für Schritt aus den roten Zahlen. Im ersten Quartal verringerte sich der Verlust um fast die Hälfte auf 37,6 Millionen Euro. „Sky ist hervorragend in das Jahr 2013 gestartet“, sagte Konzernchef Brian Sullivan am Freitag in München. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) verdiente das Unternehmen 5,8 Millionen Euro – nach einem Verlust von 40,6 Millionen im Vorjahreszeitraum. An der Börse sorgten die Zahlen für Begeisterung: Die Aktie legte zeitweise um gut zehn Prozent zu. dpa

AIR FRANCE-KLM

Fluggesellschaft verliert

Die angeschlagene Lufthansa-Konkurrentin Air France-KLM ist im ersten Quartal tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Insgesamt stieg der Verlust im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 66,2 Prozent auf 630 Millionen Euro. Air France-KLM fährt derzeit einen harten Sparkurs, dem auch mehrere tausend Stellen zum Opfer fallen. Mit dem Konzernumbau soll im laufenden Geschäftsjahr die Nettoverschuldung reduziert werden. Ende März lag sie bei 5,9 Milliarden Euro. Im operativen Geschäft machte Air France-KLM im ersten Quartal Fortschritte. Der Verlust verringerte sich von 611 auf 530 Millionen Euro, wozu auch höhere Ticketpreise beitrugen. dpa

TELEFONICA

Preiskampf schwächt O2

Der harte Preiskampf hat die deutsche Telefónica-Tochter O2 im ersten Quartal belastet. Die Gesamtumsätze gingen um gut zwei Prozent auf 1,23 Milliarden Euro zurück, wie Telefónica Deutschland am Freitag in München mitteilte. Das operative Ergebnis vor Abschreibungen blieb mit 278 Millionen Euro (Vorjahr: 280 Millionen Euro) fast stabil. Unter dem Strich fiel ein Verlust von 13 Millionen Euro an, nach 15 Millionen Euro Gewinn vor Jahresfrist. Das Unternehmen verwies auf Investitionen in den Ausbau des schnellen LTE-Netzes. Die Zahl der Mobilfunkanschlüsse legte um vier Prozent auf 19,3 Millionen zu. dpa

]COMMERZBANK

/ ]Streit um Bonuszahlungen beigelegt

Die Commerzbank gibt sich im seit Jahren andauernden Streit um Bonuszahlungen an ehemalige Investmentbanker von Dresdner-Kleinwort endgültig geschlagen. Wegen fehlender Erfolgsaussichten verzichte die Bank auf weitere Schritte, teilte sie am Freitag in Frankfurt am Main mit. Vergangene Woche hatte ein Berufungsgericht am Londoner High Court die Entscheidung aus erster Instanz bestätigt. Demnach muss die Bank als Rechtsnachfolgerin von DresdnerKleinwort Boni in Höhe von 50 Millionen Euro an mehr als 100 frühere Mitarbeiter ausschütten. dpa

FINMECCANICA

Prozess gegen Ex-Chef

Der frühere Chef des italienischen Rüstungskonzerns Finmeccanica muss sich wegen Korruptionsverdachts vor Gericht verantworten. Der Prozess gegen Giuseppe Orsi und den Chef der Tochterfirma Agusta Westland soll am 19. Juni beginnen. Das entschied am Freitag ein Untersuchungsrichter in Busto Arsizio. Die Staatsanwaltschaft wirft beiden vor, in die Zahlung von Bestechungsgeldern für den Verkauf von zwölf Helikoptern von Agusta Westland an Indien verwickelt zu sein. Finmeccanica soll 2010 insgesamt 51 Millionen Euro an Mittelsmänner in der Schweiz gezahlt haben. Orsi war damals Chef von Agusta Westland. Gegen ihn wird seit April 2012 ermittelt, er bestreitet die Anschuldigungen. dpa

APPLE

Mit Ausschüttung Steuern sparen

Mit der geplanten Ausschüttung an Aktionäre spart Apple nach Einschätzungen der Rating-Agentur Moody’s Steuern von bis zu 9,2 Milliarden Dollar. Bis 2015 will das Unternehmen rund 100 Milliarden Dollar an Anteilseigner ausschütten, über Dividenden sowie einen groß angelegten Aktienrückkauf. Dafür wird sich der Konzern einen Teil des Geldes leihen. Die Zinsen auf die kürzlich ausgegebene 17 Milliarden Dollar schwere Anleihe dürften Apple etwas über 300 Millionen Dollar im Jahr kosten, sagte Moody’s-Experte Gerald Granovsky gegenüber Bloomberg. Das sei deutlich günstiger als die Steuern, die bei einer Aktivierung des gewaltigen Auslandsvermögens von Apple fällig geworden wären. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben