UNTERNEHMEN : UNTERNEHMEN

SAL. OPPENHEIM

Privatbank streicht 330 Stellen

Die Privatbank Sal. Oppenheim will bis Ende 2014 bis zu 330 Stellen in Deutschland streichen. Auf betriebsbedingte Kündigungen solle möglichst verzichtet werden, teilte die Bank mit. Derzeit gibt es bei Sal. Oppenheim noch 870 Stellen, davon 710 im Inland und 160 in Luxemburg. Mehr als ein Drittel aller Stellen fällt damit weg. Zudem werden vier der elf Niederlassungen geschlossen. Sal. Oppenheim will sich voll auf das Kerngeschäft Vermögensverwaltung konzentrieren. Die einst größte europäische Privatbank war nach Fehlspekulationen und hohen Verlusten Anfang 2010 von der Deutschen Bank übernommen worden. Zu seinen besten Zeiten hatte das Kölner Bankhaus gut 4000 Beschäftigte. dpa

AMAZON

Verdi ruft erneut zum Warnstreik auf

Am größten deutschen Standort des Internet-Versandhändlers Amazon kommt es erneut zu Arbeitsniederlegungen. Die Beschäftigten des großen Lagers in Bad Hersfeld seien am Mittwoch zwischen 14.30 und 16.30 Uhr dazu aufgerufen, die Arbeit ruhen zu lassen, kündigte Verdi an. Die Gewerkschaft fordert für die Beschäftigten einen Tarifvertrag nach den Konditionen des Einzel- und Versandhandels. Das US-Unternehmen lehnt dies ab und orientiert sich an der Bezahlung in der Logistikbranche. dpa

GOOGLE

EU will weitere Zugeständnisse

Die EU-Kommission will von Google weitere Zugeständnisse im Streit um das Suchmaschinengeschäft. EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia sagte am Dienstag im Europaparlament: „Wir werden Google wahrscheinlich (...) auffordern, seine Vorschläge nachzubessern.“ Die Kommission wirft dem Internetkonzern vor, bei der Anzeige von Suchergebnissen eigene Dienste vor Konkurrenzangeboten zu bevorzugen. Solch unlautere Geschäftspraktiken sind laut EU-Recht verboten. Der US-Konzern hatte unter anderem angeboten, fünf Jahre lang mehr Links zu Webseiten der Wettbewerber anzuzeigen. Dies reicht der Kommission aber nicht. dpa

SOLARWORLD

Sanierung kommt nicht voran

Der angeschlagene Solarworld-Konzern ist im ersten Quartal bei seiner Sanierung nicht vorangekommen. Der Umsatz brach ein, das Unternehmen machte Verlust. Im Heimatmarkt Deutschland habe Solarworld Rückgänge verkraften müssen, teilte der angeschlagene Konzern mit. Der Umsatz schrumpfte auf 112 Millionen Euro, vor Jahresfrist waren es noch 170,5 Millionen Euro. Der operative Verlust belief sich auf 36,2 Millionen Euro nach einem Plus von 26,6 Millionen Euro vor einem Jahr. Unter dem Strich summierte sich der Verlust von Januar bis März auf 40 Millionen Euro. rtr

SUM-UP

Neue Investoren für Berliner Start-up

Der Berliner Anbieter für mobiles Bezahlen Sum-up hat mit American Express und Groupon zwei Investoren aus den USA gewonnen. Der Kreditkartenspezialist und die Rabattgutschein-Website beteiligen sich an der zweiten Finanzierungsrunde des Unternehmens, die insgesamt einen zweistelligen Millionenbetrag eingebracht hat. Die genaue Summe sowie die Bewertung zum Einstieg von American Express und Groupon nennt Sum-up nicht. Das frische Kapital soll unter anderem für die internationale Expansion eingesetzt werden, sagte Mitgründer Stefan Jeschonnek. Sum-up bietet Einsteckmodule für Smartphones und Tablets an, mit denen Händler Kartenzahlungen annehmen können. dpa

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