UNTERNEHMEN : UNTERNEHMEN

DAIMLER

Ludwigsfelder Werk baut Stellen ab

Der Autobauer Daimler wird im Berliner Transporter-Werk Ludwigsfelde rund 200 Stellen streichen. Es werde keine betriebsbedingten Kündigungen geben, sagte eine Sprecherin am Mittwoch. Die im Zuge der Produktionseinstellung des Transporters Vario überflüssig werdenden Mitarbeiter sollen künftig entweder bei der Montage des Lieferwagens Sprinter zum Einsatz kommen oder mit Abfindungen freiwillig ausscheiden. Auch Altersteilzeit-Vereinbarungen seien möglich, hieß es. Daimler beschäftigte in Ludwigsfelde südlich von Berlin zuletzt knapp 2100 Mitarbeiter. rtr

DB SCHENKER LOGISTICS

EU-Razzia bei Bahnunternehmen

Brüssel - Die EU-Kommission hat bei Razzien in mehreren Ländern die Büros von Bahnspeditionen durchsucht. Es gebe den Verdacht, dass diese Firmen gegen EU-Recht verstoßen haben, etwa durch Preisabsprachen. Das teilte die EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel mit. Es drohen Strafen von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes. Namen der betroffenen Firmen nannte die EU-Behörde nicht. Ein Sprecher der Deutschen Bahn in Berlin bestätigte aber, dass es eine unangemeldete Inspektion bei DB Schenker Logistics in Wien und Athen gegeben habe. dpa

ADAC/DEUTSCHE POST

Fernbusgeschäft kann starten

Der ADAC und die Deutsche Post können im November wie geplant ihr gemeinsames Fernbus-Unternehmen an den Start bringen. Die Kartellbehörden hätten für das Projekt grünes Licht gegeben, teilte der Autoclub am Mittwoch mit. Innerhalb von einem bis drei Jahren soll das Geschäft profitabel sein. Den Gesamtmarkt schätzt der ADAC auf rund 400 Millionen Euro. Von diesem Kuchen wollen ADAC und Post langfristig ein Drittel haben. Ab Frühjahr 2014 sollen die Busse rund 30 Städte verbinden. Parallel erhöht der ADAC zum ersten Mal seit zehn Jahren wieder seine Mitgliedsbeiträge um gut zehn Prozent. Die Mitgliederzahlen wuchsen 2012 um mehr als 556 000 auf 18,42 Millionen. Durch den Zuwachs erhöhten sich die Beitragseinnahmen auf 1,01 Milliarden Euro.dpa

AIRBUS

Großauftrag aus Sri Lanka

Die EADS-Tochter Airbus hat aus Sri Lanka Bestellungen für zehn Langstreckenjets erhalten. Die staatliche Fluggesellschaft Sri Lankan Airlines orderte sechs Großraumflieger vom Typ A330 und vier des ganz neuen Modells A350, wie beide Unternehmen am Mittwoch während der Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris mitteilten. Laut Preisliste kommt die Bestellung auf einen Gesamtwert von 2,6 Milliarden US-Dollar (1,9 Milliarden Euro). Bei Flugzeugbestellungen sind allerdings deutliche Nachlässe üblich. Europas größter Billigflieger Ryanair hat parallel die Bestellung von mehr als 200 Boeing Mittelstreckenmaschinen 737 Max vor Jahresende in Aussicht gestellt. dpa/rtr

SPRINGER SCIENCE

Verlag geht nicht an die Börse

Der Wissenschaftsverlag Springer Science+Business Media wird nun doch an den Finanzinvestor BC Partners verkauft. Damit ist ein geplanter Börsengang vom Tisch, wie die bisherigen Mehrheitseigentümer EQT und GIC sowie Springer Science am Mittwoch mitteilten. Der Kaufpreis beträgt demnach 3,3 Milliarden Euro und enthält eine leistungsbezogene Komponente. Vergangene Woche hatte EQT offenbar nach einem Streit um den Kaufpreis bekannt gegeben, sich nur noch auf einen Börsengang des Wissenschaftsverlags konzentrieren zu wollen. dpa

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